Mit dem Trecker von Schleswig-Holstein zur Demo nach Berlin

Für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft und eine neue Agrarpolitik

Bäuerinnen und Bauern aus Schleswig-Holstein werden sich am Freitag, 20. Januar, um 8 Uhr von Stolpe aus mit ihren Treckern gemeinsam auf den Weg nach Berlin machen, um an der großen Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt!“ für eine bäuerliche und ökologischere Agrarpolitik, anlässlich der Internationalen Grünen Woche teilzunehmen. Die Demonstration findet am Samstag, den 21. Januar 2017 um 12:00 Uhr auf dem Potsdamer Platz statt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Schleswig-Holstein ruft die Bäuerinnen und Bauern auf, sich ihnen anzuschließen und ebenfalls mit ihren Treckern nach Berlin zu fahren.

„Es ist wichtig, dass wir Bäuerinnen und Bauern im Jahr der Bundestagswahlen gemeinsam mit der Zivilgesellschaft ein starkes agrarpolitisches und bäuerliches Zeichen setzen“ sagt Matthias Stührwoldt, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Schleswig-Holstein. Der Milchbauer aus Stolpe macht sich mit dem Trecker auf dem Weg nach Berlin. Die Demonstration wird von 45 gesellschaftlichen Trägerorganisationen getragen, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bioland, Demeter, Neuland und Naturland.

Die Bäuerinnen und Bauern treten ein
- für die Existenz ihrer Bauernhöfe
- für gesundes Essen und bäuerliche Landwirtschaft
- für junge Menschen, die Landwirtschaft zu ihrem Beruf machen wollen
- für eine intakte Umwelt und Natur und gesunde Nutztiere
- für Demokratie statt Konzernmacht
- für ein Europa der Menschen
- für einen gerechten Welthandel

„Der Druck auf unsere landwirtschaftlichen Betriebe ist enorm, viele Berufskollegen mussten in den letzten 24 Monaten ihre Hoftore schließen. Den dramatischen Absturz der Erzeugerpreise, bewusst von Molkerei- und Schlachthofkonzernen mit befördert, hat die Bundesregierung in Kauf genommen“, berichtet Stührwoldt. „Der Markt wird es richten“ lautet die perfide Strategie derer, die einen Strukturbruch provoziert haben - eine Sackgasse!

„Wir brauchen lebendige ländliche Regionen mit Arbeit und Perspektiven in einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft und dementsprechend eine neue bäuerliche Agrarpolitik. Doch diese fällt nicht vom Himmel – wir müssen Druck machen. Deswegen fahren wir nach Berlin und freuen uns über alle Berufskolleginnen und Kollegen, die mitkommen “, sagt Stührwoldt abschließend.

17.01.2017
Von: AbL-Schleswig-Holstein

Matthias Stührwold im Sommer