CETA lesen und vestehen

Analyse des EU-Kanada-Freihandelsabkommen

Eine neue handelspolitische Ära kommt auf die bäuerliche Landwirtschaft zu. Mit Hochdruck will die EU in bilateralen Handelsabkommen Märkte für sensible Produkte wie Milch und Fleisch öffnen, die bisher noch überwiegend vor Importen geschützt sind. Dadurch kommen bäuerliche Märkte und (Prozess-)Qualität unter Druck - in Europa und anderen Ländern. Das zeigt die Analyse des CETA-Textes am Beispiel der Marktöffnung und der Geografischen Herkunftsangaben. In Deutschland und EU-weit ist insbesondere der Markt für Fleisch und Milch durch viel zu niedrige Preise für die ErzeugerInnen gekennzeichnet. Der Grund dafür liegt in der durch die EU-Agrarpolitik gewollten und geförderten Überschussproduktion, die die Bäuerinnen und Bauern für den Weltmarkt "wettbewerbsfähig"machen soll. Von den niedrigen ErzeugerInnenpreisen profitieren vor allem die europäischen Fleischkonzerne. Sie können durch höhere Exporte ihre Gewinne steigern. Denn derzeit ist der europäische Fleischmarkt mit Zöllen vor Importen geschützt, dazu zählen auch Importe aus Kanada.

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01.09.2016