Sondierung benennt Ziele und Aufgaben

AbL fordert die Parteien auf, nun konkrete Angebote und Maßnahmen zu erarbeiten

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in dem heutigen Sondierungsergebnis von Union, Grünen und FDP zur Agrarpolitik wichtige Ziele und Herausforderungen benannt. Zugleich zeige die Auflistung der offenen Fragen, dass noch viel Arbeit bevorstehe. Die AbL hält es für möglich und erforderlich, überzeugende Angebote und zielführende Maßnahmen zu erarbeiten, die die Interessen der Bäuerinnen und Bauern und die Anliegen der übrigen Gesellschaft vereinen.

„Wir begrüßen es, dass ein gemeinsamer Weg mit den Bäuerinnen und Bauern gesucht werden soll, der sowohl wirtschaftlichen Erfolg als auch Umweltschutz, Tierwohl und Artenvielfalt gewährleistet“, kommentierte der AbL-Vorsitzende Martin Schulz, und weiter: „Wir brauchen in weiten Teilen der Tierhaltung und der Flächenwirtschaft erhebliche Veränderungen, damit Landwirtschaft wieder gesellschaftlich akzeptiert wird und zukunftsfähig ist. Dafür muss auch die Agrarpolitik grundlegend geändert werden. Die Betriebe brauchen Klarheit und Verlässlichkeit darüber, welche Änderungen in welchen Zeiträumen anstehen. Und sie müssen darauf vertrauen können, dass sie nicht auf den zusätzlichen Kosten hängen bleiben. Mindestens für eine Übergangszeit sind dazu auch zusätzliche Finanzierungsquellen notwendig“, so Schulz.

Entscheidend sei nun, die konkreten agrarpolitischen Änderungen und Angebote zu erarbeiten, sowohl auf nationaler Ebene als auch bei der Neugestaltung und Umsetzung der EU-Agrarpolitik. „Die Verantwortlichen aller Parteien müssen jetzt konkret werden und liefern. Wir bringen unsere Vorschläge dabei gerne mit ein“, erklärte der AbL-Vorsitzende.

02.11.2017