Die Bundeskanzlerin kann Gentechnikanbau verhindern

Bundesregierung provoziert neuen Gentechnikkrieg auf den Dörfern

„Wenn sich die Bundesregierung bei der anstehenden Abstimmung in Brüssel über die Anbauzulassung des Gentechnikmais 1507 des Konzerns Pioneer der Stimme enthält, macht sie damit die Tür auf für den Anbau von neuen Gentechnikpflanzen. Sie provoziert damit wissentlich erhebliche Auseinandersetzungen und einen Gentechnikkrieg auf den Dörfern“, so Annemarie Volling, Gentechnikexpertin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. Volling weiter:

„Nachdem sich die Staatsregierung Frankreich entschieden gegen die Zulassung von 1507 stellt und aktuell die Regierung der Niederlande – sonst eher auf der Befürworterseite zu finden – nun ebenfalls mit „nein“ stimmen will, liegt es in der Hand von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ob sie drei Monate vor den Europawahlen die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sicherstellen oder sie gefährden und der Gentechnikindustrie den grünen Teppich ausrollen will. Sind die Versprechungen der Bundesregierung nur leere Worthülsen, wenn sie betont, dass es im Zuge der laufenden Verhandlungen über das Freihandelsabkommen EU/USA nicht zu einer Absenkung der europäischen Lebensmittelstandards kommen wird? Oder soll mit einer Zulassungswelle des Gentechnikanbaus in Europa überhaupt erst die Voraussetzung über die Einigung zwischen der EU und den USA auf abgesenktem Niveau vorbereitet werden? Für die gentechnikkritische Bewegung und für die wachsende Bewegung für einen Stopp des Freihandelsabkommens ist klar: Die Zulassung neuer Gentechnikpflanzen ist auch eine wichtige Nagelprobe für das geplante Abkommen. Noch kann sich die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin entscheiden und klare Kante gegen die Risikotechnologie Gentechnik zeigen. Schon jetzt steht für viele Nichtregierungsorganisationen fest: Wer Gentechnikmais zulässt, der wird nicht nur Widerstand ernten sondern bei den Wahlen zum Europaparlament am 25. Mai nicht gewählt.“

10.02.2014
Von: Pressemeldung