Keine Gentechnik auf Schottlands Feldern

Großbritanien ist in der Frage der Agrogentechnik ein gespaltenes Land. Während die Regierung des Vereinigten Königreichs sich dafür einsetzt, das gentechnisch veränderte Sorten in England und Wales kommerziell angebaut werden dürfen, ist die schottische Regierung für ein Verbot von GVO. Im Rahmen der neuen in der EU beschlossenen OPT-Out-Regelung will die Regierung in Edinburgh den Anbau von GVO vorsorglich verbieten. Das Verbot soll auch die bereits zugelassene Maissorte MON810 betreffen. Ziel der Maßnahme, so der für Landwirtschaftsfragen zuständige Kabinettsekretär Richard Lochhead, sei es, den „sauberen und grünen Status“ des britischen Landesteils zu schützen. „Es gibt keine Anzeichen für eine bedeutende Nachfrage der schottischen Verbraucher nach GV-Produkten“. Von den GVO bedroht werden im dagegen die Zukunft des heimischen Lebensmittel- und Getränkesektors. Hier ist insbesondere die Whiskeyproduktion mit ihrer auch für den Export bedeutenden Größe von großer Bedeutung.

17.08.2015
Von: mn