Mehr Bio in Frankreich

Die anhaltende Krise in der Landwirtschaft, von der französische Bauern massiv betroffen sind, ist offenbar einer der Gründe für den im vergangenen Jahr zu verzeichnenden starken Anstieg von neu auf biologischen Landbau umgestellten Betrieben. So stieg 2014 die Zahl der ökologisch gehaltenen Milchkühe und der Mutterkühe gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent an. Bei den gehaltenen Biosauen war ein Anstieg sogar ein Anstieg um 38 Prozent zu verzeichnen. Auch immer mehr Imker stellen auf ökologische Betriebsweise um. Die Zahl der Bienenstöcke stieg gegenüber 2013 um 13 Prozent. Besonders stark war in einzelnen Departements auch der Anstieg der biologisch bewirtschafteten Flächen. So stieg die Zahl der Biohöfe in Haut-Vienne, nord-östlich von Bordeaux, auf 254 umgestellte oder in Umstellung begriffene Betriebe. 13 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Im östlich angrenzenden Departement Creuse war sogar ein Anstieg um 20 Prozent auf 173 Biobetriebe, zu verzeichnen. Im sich südlich anschließenden Departement Corrèze stieg die biologisch bewirtschaftete Fläche um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zurückzuführen ist dieser Anstieg neben den schlechten Erlösen für konventionelle Produkte vor allem in der neuen regionalen Landwirtschaftsförderung bestehend aus Umstellungsförderung und einer Reionalföderung des Departments. Gefördert wird die Umstellung für fünf Jahre sowie eine Beibehaltung für erneut fünf Jahre.

08.10.2015
Von: mn