Länder nutzen Opt Out

Anfang Oktober veröffentlichte die Brüsseler Behörde eine abschließende Liste der Länder, die beantragen, als Anbaugebiet bereits zugelassener oder in der Warteschleife befindlicher gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ausgenommen zu werden. Neben Deutschland sind dies 17 weitere EU-Mitgliedstaaten. Die Option nicht genutzt haben neben Spanien, in dem aktuell die größte Anbaufläche von GVO-Mais liegt, noch sechs der 28 EU-Staaten vollständig: Es handelt sich dabei um Estland, Finnland, Irland, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Schweden und Tschechien. Darauf verzichtet verzichtet einen Antrag zu stellen haben auch die Regionen England innerhalb Großbritanniens und Flandern in Belgien. Mit der Option 1 werden die Unternehmen aufgefordert, eigenständig auf eine Anbauzulassung in bestimmten Teilen der EU zu verzichten. Die Hersteller des GVO-Saatguts haben einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen. Diese Vorgehen hatte im Vorfeld viel Kritik ausgelöst, weil die Gentechnikkonzerne dadurch in der Folge zu direkten Verhandlungspartnern der Nationalstaaten gemacht werden. Viele Kritiker bewerten dies als einen Verlust demokratischer Selbstständigkeit zugunsten von Konzerninteressen.

14.10.2015
Von: mn