Gentechnisch veränderte Rapssaat auf britischen Feldern

Auf mehreren Feldern ist in diesem Herbst mit GVO-Anteilen verunreinigtes Rapssaatgut eines französischen Lieferanten ausgesät worden. Der verunreinigende gv-Raps hat für Europa keine Zulassung. Bei den Feldern auf denen das Saatgut breriets ausgesät wurde handelt es sich offenbar zum Großteil um Versuchsflächen für die amtliche Registrierung neuer konventioneller Pflanzensorten. Wie das Ministeriumsberichten hervor geht, war die Verunreinigung einem britischen Saatgutunternehmen aufgefallen, welches den Fund dem GV-Kontrolldienst der britischen Agentur für Tier- und Pflanzengesundheit (APHA) meldete. Neben einer Rückrufaktion für die noch nicht ausgesäten Samen hat das Ministerium angeordnet, die bereits im Boden befindlichen Pflanzen zu zerstören. Der Dachverband des britischen Biosektors (SA) fordert, die betroffenen Äcker wenigstens zehn Jahren lang streng zu kontrollieren, um einer unbeabsichtigen Auskreuzung der gentechnisch veränderten Pflanzen vorzubeugen. Dagegen rief eine britische Brancheninitiative, darunter auch der britische Bauernverband, die Politik dazu auf, sich auf EU-Ebene gegen die Ermöglichung nationaler Importverbote für gentechnisch veränderte Futter- und Lebensmittel einzusetzen.

06.11.2015
Von: mn