Gentechnikraps in Bundesländern gefunden

In diesem Herbst wurde in acht Bundesländern konventionelles Rapssaatgut mit gentechnischen Rapsverunreinigungen ausgesät. Dies teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) auf Nachfrage mit. Insgesamt seien 48 Parzellen mit jeweils 10 m² verteilt auf zehn Standorte betroffen. Auf diesen Flächen hatte eine französische Saatzuchtfirma Prüfungen für die Sortenregisteranerkennung ihrer konventionellen Winterrapssorte durchgeführt. Betroffen sind die Länder Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern (ca. 60 m² im Landkreis Vorpommern-Greifswald), Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein (ca. 90 m²) und Thüringen. In allen acht Bundesländern haben die zuständigen Landesbehörden laut BVL Maßnahmen veranlasst, die betroffenen Parzellen zu zerstören. Zudem sind Kontrollmaßnahmen angeordnet worden, so dass auch nachfolgend kein GV-Raps zur Blüte gelangen soll. Verunreinigt ist die konventionelle Sorte mit dem Raps OXY-235 von Bayer Cropscience (Herbizidresistenz). Dieser GV-Raps ist in Europa weder für den Anbau noch für den Import zugelassen. Auch in England und Schottland fanden Sortenprüfungen mit diesem verunreinigten Raps statt. Ein britisches Saatgutunternehmen meldete der britischen Agentur für Tier- und Pflanzengesundheit (APHA) die Verunreinigung. Einerseits muss der Verunreinigungsweg aufgeklärt werden, um weitere Kontamina­tionen auszuschließen. Andererseits ist bei Raps eine langfristige Beobachtung der Flächen sicherzustellen, da Rapssaatgut mindestens 15 Jahre lang keimfähig im Boden überdauern kann. av

16.12.2015
Von: mn