Kein Genlachs für Europa

Gegen eine Zulassung des jüngst in den USA zugelassenen gentechnisch veränderten Lachs mit dem Namen „AquAdvantage“ hat sich das österreichische Parlament ausgesprochen. Die Gesundheitsministerin Sabine Oberauer soll sich in Brüssel dafür einsetzen, dass der Lachs nicht auf den europäischen Markt kommt. Das österreichische Parlament beweist damit einmal mehr seine kritische Haltung gegenüber gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren. Bisher liegt in Brüssel allerdings noch kein Zulassungsantrag des Unternehmens AquaBounty, dem Hersteller des gv-Lachs vor. Der von der US-Behörde für Lebensmittelsicherheit (FDA) für den amerikanischen Markt zugelassene Lachs wurde mittels fremder Gene aus anderen Fischarten dahingehen manipuliert, dass er schneller Wächst bei gleichzeitig geringerem Futterverbrauch. Von Kritikern an diesem ersten zugelassenen gentechnisch veränderten Tier, wiesen immer wieder darauf hin, dass nicht sichergestellt werden kann, dass keine Tiere aus den Zuchtkäfigen, die in der Regel im Meer treiben entkommen. Immer wieder reißen Beispielsweise Robben Löcher in die Käfignetze, um so an Futter zu kommen. Entkommene Lachse könnten sich, so die Kritiker, mit Wildlebenden Populationen kreuzen. Die deutlich größeren gv-Lachse würden die Wildpopulation nachhaltig und unwiederbringlich verändern. Die FDA hingegen geht davon aus, das die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort ausreichend seien und empfiehlt eine freiwillige Kennzeichnung. Mit einer Markteinführung wird in etwa zwei Jahren gerechnet.

04.02.2016
Von: mn