GVO-Schweine in fünf Jahren marktreif

Sich selbst Bezeichnet PIC als „das größte Schweinezuchtunternehmen der Welt und führend in der Anwendung moderner Zuchttechnologien.“ Das 1962 von sechs Landwirten in England gegründete Unternehmen gehört heute zum weltweit in der Tierzucht aktiven Mutterkonzern Genus. „Niederlassungen befinden sich in 30 Ländern verteilt über fünf Kontinente, sowie Laboratorien in Kentucky (USA) und Cambridge (UK).“ Das Unternehmen „kombiniert die klassische quantitative Genetik mit fortschrittlicher Biotechnologie in der Tierzucht. Diese Kombination ist einsetzbar bei nahezu allen Tierarten, die in irgendeiner Weise zur Zucht eingesetzt werden. Hinter dieser Technologie verbirgt sich keine Genmanipulation. Vielmehr werden Produkte und Dienstleistungen angeboten, die es dem Landwirt ermöglichen, gesunde und qualitativ hochwertige Produkte an die Lebensmittelkette zu liefern, an deren Anfang er steht.“ Jetzt allerdings berichtet das Unternehmen von neuen Zuchtfortschritten bei Schweinen, die Mittels der neuen umstrittenen, weil in das Genom der Zellen eingreifenden, Methode des Gene-Editing erzeugt wurden. In Deutschland ist aktuell noch unklar ob diese Methode zukünftig, als Gentechnik zu behandeln sind und damit der Gentechnik-Kennzeichnugsverordnung unterliegen. Dies wird von vielen Anbauverbänden, Umwelt-, Natur und Verbraucherschutzorganisationen gefordert. Neben der Frage Gentechnik Ja oder Nein steht in der Folge des Einsatzes derartiger Methoden die anschließende Patentierung der Tiere und damit eine weitere Abhängigkeit von Landwirten und Verbrauchern von einigen wenigen international agierenden Konzernen. Beworben wird der „Erfolg“ in der Züchtung mit der Aussicht auf Schweine die resistent gegenüber PRRS seien. Diese Virus wird unter anderem für Fruchtbarkeitsstörungen, vermindertes Wachstum und eine erhöhte Sterblichkeit verantwortlich gemacht


Unten zwei links zu Hintergrundpapieren zur Einordnung der neuen Genom-Editing-Verfahren