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Die Arbeit für eine bäuerliche Landwirtschaft

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Presse

20.06.17

Freie Liste Eickmeyer ist drin

20.06.17

Kein Pingpong zur Bodenmarktpolitik

Unabhängige Bauernstimme

Mensch Macht Milch

Kampagne

Handelsbündnis

Geschichte

Wer ist die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft?

Geschichtliche Entwicklung in Stichworten

Angefangen hat alles mit einem kirchlichen Bauernkreis, der sich mit Fragen der Dritten Welt beschäftigte und über diese Probleme auf die eigene Situation zu sprechen kam. So gründete sich bei Herrenberg in Baden-Württemberg

1973

der Arbeitskreis Junger Landwirte, um über die eigene Situation nachzudenken, ohne zu ahnen, welche Wellen die Arbeit schlagen würde. Er kümmerte sich um Fragen wie:

  • Ist der Bauer ein Unternehmer?
  •  Vertritt der DBV eigentlich uns, oder wen sonst?
  •  Wohin gehen die Subventionen?
  •  Welches Verhältnis besteht zwischen Bauern und Verbraucher?

Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden über Flugblätter und die Presse verbreitet und riefen regional ein großes Echo hervor.

1974

folgte die erste konkrete Aktion: Der Protest gegen zu niedrige Braugerstepreise. Es wurde erreicht, daß die Bauern im Gäu ihre Gerste zurückhielten und dadurch einen höheren Preis erzwangen. Hier wurde auch eine wichtige Erfahrung mit dem DBV gemacht, der sich von der Aktion distanzierte und die Bauern im Stich ließ.

1976

Um mehr Bauern in die Diskussion mit einzubeziehen, erschien im März 1976 die erste Ausgabe des "Bauernblattes". Die erste Zeitung von Bauern für Bauern! Es folgte dann eine unkonventionelle Absatzaktion für Äpfel: Die Arbeitskreisbauern wechselten sich beim Apfelverkauf vor Stuttgarter Betrieben und auf der Straße ab und konnten einen ordentlichen Preis für ihr Obst sichern.

1977

deckte der Arbeitskreis einen Millionenschwindel im Futtermittelhandel auf. Diese Aktion wirbelte durch die Prozesse, die geführt wurden einigen Staub auf. Der AK wurde über die Grenzen des Landes hinaus bekannt, und es stießen eine Landjugendgruppe aus Westfalen und Bauern aus Nordhessen zu der kleinen Bewegung.

1980

wurde gemeinsam ein Verein gegründet, mit dem Ziel, die Interessen der kleineren und mittleren Betriebe wahrzunehmen. Die Zeitung wird seither gemeinsam herausgegeben.

1981

Mitwirkung an dem Film "Drei Bauern unter einem Hut" (ARD). Inzwischen mehrfach wiederholt.

1983

Seit Jahresbeginn erschien das Bauernblatt monatlich; die Arbeitsgemeinschaft hat sich in der Zwischenzeit auf 20 regionale Arbeitskreise erweitert. Die Kontakte zu ähnlichen Vereinigungen in Österreich, Schweiz, Frankreich u.a. wurden gefestigt und es besteht heute eine rege Zusammenarbeit in der Coordination Paysanne Europénne (CPE) mit Sitz in Brüssel. Dezember: Die Mitgliederversammlung beschließt die Namensänderung. Künftig heißt der Verein Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bauernblatt e.V.

1984

Als Antwort auf die Milchmengengarantieverordnung der EG gründete die AbL mit anderen Organisationen die "Schutzgemeinschaft gegen Milchkontingentierung". Vor über 25.000 Bäuerinnen und Bauern wurden im Bundesgebiet Veranstaltungen durchgeführt und rechtliche Beratung gegeben. Im Herbst wurde von uns eine Verfassungsklage gegen die Quotenregelung eingebracht.

1985

Verbesserung der bundesweiten Vereinsarbeit durch Anstellung eines Geschäftsführers für die AbL.

1986

Erfolgreiche Kundgebung der AbL beim Geheimtreffen von Bundesregierung und Bauernverband (14.4.88 in Wetze, Niedersachsen). Während der Agrardebatte in Bonn haben wir mit Kühen vor dem Deutschen Bundestag demonstriert (24.4.88 in Bonn). Beteiligung der AbL an der Blockade des Hochtemperatur-Reaktors in Hamm-Uentrop. Pressekonferenz der AbL in Bonn. Vorlage eines agrarpolitischen Sofortprogramms (30.6.86).

1988

"Aachener Erklärung für eine neue Agrarpolitik" Gründung des Dachverbandes der Deutschen Agraropposition (Gründungsmitglieder BUND, BUKO-Agrarkoordination, Verbraucher Initiative, AbL)

1989

NEULAND-Projekt: AbL, Deutscher Tierschutzbund, BUND, BUKO, Verbraucher-Initiative schaffen ein Programm für umweltschonende und tiergerechte Haltung (mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet). "Altenkirchener Thesen" vorgelegt - Bäuerliche Landwirtschaft hat Zukunft. 1. Bauerntag der Deutschen Agraropposition in Melsungen (Hessen)

1990

Zahlreiche Informationsveranstaltungen für Bäuerinnen und Bauern in den neuen Bundesländern durchgeführt. Gemeinsame Autobahnblockaden mit Bauern aus den neuen Bundesländern wg. Preisverfall und landwirtschaftlicher Ausverkauf des Ostens. Gründung erster NEULAND-Erzeugergemeinschaften in Westfalen und Niedersachsen.

1992

Gemeinsames Inlandprojekt von WELTFRIEDENSDIENST/AbL für eine solidarische Agrarpolitik gegenüber Bauern in Ländern der 3. Welt.

1993

Gründung einer AbL Bauernblatt Verlags-GmbH. Buchveröffentlichungen (Kritischer Agrarbericht", "Lebendige Vielfalt"). Programmdiskussion.

1994

"Neue Agrarpolitische Positionen 94" vorgelegt. Gründung einer bundesweiten Kampagne für ein endgültiges Verbot des gentechnisch hergestellten Rinderwachstumshormons rBST. Inzwischen unterstützen über 250 Organisationen in Europa die rBST-Kampagne. "Wernauer Erklärung" für eine neue europäische Agrarpolitik (Bauernorganisationen aus Norwegen, Schweden, Österreich, Finnland und AbL).

1995

Im Auftrag des AgrarBündnis-Vorstands organisiert die AbL einen bundesweiten Bauerntag in Körle (Hessen). Zusammen mit der Ev.Kirche, der Kath. Landjugendbewegung , der Ev.Jugend auf dem Lande und dem AgrarBündnis veröffentlicht die AbL "10 Thesen zum Erntedank."

1996

Unsere monatliche Zeitung "Bauernstimme" feiert ihr 20jähriges Jubiläum. Die AbL organisiert eine Tagung in Münster mit vielen Vertretern ländlicher Regionalinitiativen aus dem Bundesgebiet. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf wird auf der Bundes-MV zum neuen AbL-Bundesvorsitzenden gewählt. Er löst Josef Jacobi ab, der Aufsichtsrats-vorsitzender der von ihm mitgegründeten Upländer Bauernmolkerei wird und nach 10 Jahren Amtszeit als Vorsitzender der AbL auf eine Wiederwahl verzichtet.

1997

Der AbL-Bundesvorstand veröffentlicht Positionspapiere zur geplanten EU-Agrar und zur Milchmarktreform. Der AbL-Bundesvorstand führt ein Gespräch mit EU-Agrarkommissar Fischler. Die AbL führt zusammen mit der Coordination Paysanne Europeenne (CPE) in Würzburg eine europäische Bauerntagung zur EU-Agrarreform durch. Neueste Buchveröffentlichung der AbL ist der "Leitfaden zur Regionalent-wicklung", ein Buch über Regionalprojekte, Regionalinitiativen und Vermarktung. Die AbL organisiert mit regionalen Bauerngruppen im Allgäu eine Großveran-staltung mit EU-Agrarkommissar Fischler.

1998

Die AbL tritt vor den Bundestagswahlen mit einem breiten agraroppositionellen Bündnis für einen Politikwechsel in der Agrarpolitik ein. Die AbL veröffentlicht ein neues Positionspapier zur EU-Agrarreform und stellt dabei Arbeit und Umwelt in den Mittelpunkt der Forderungen. Die AbL veröffentlicht ein Positionspapier zum ökologischen Landbau. Die AbL führt ein Gespräch mit dem neuen Bundes-Landwirtschaftsminister Funke und legt für die Koaltionsverhandlungen zwischen SPD und Bündnis 90 /Die GRÜNEN Positionen und Vorschläge für einen Denk-und Richtungs-wechsel in der Agrarpolitik vor.

1999

Positionspapiere zur nationalen Umsetzung der AGENDA 2000 und zur Milchmarktreform. Bundesweite Tagungen zur genetischen Vielfalt und zum Bündnis für Arbeit in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum. Die AbL gründet eine bundesweite "Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren" beim Saatgut, führt Musterprozesse und setzt sich rechtlich und politisch mit den Machenschaften der Saatgut-Treuhand GmbH auseinander.

2000

AbL-Zukunftskonferenz in Hofgeismar. Mit dem Umweltbundesamt und der Stiftung EURONATUR beginnt die AbL ein Projekt zur EU-Agrarreform 2007. In Mecklenburg-Vorpommern wird der erste AbL-Landesverband in den neuen Bundesländern gegründet. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren wächst auf 600 Mitglieder und gewinnt Musterprozesse vor Oberlandesgerichten. Bestätigter BSE-Fall in Deutschland – AbL fordert Neuorientierung in der Agrarpolitik.

2001

Der AbL-Bundesvorstand begrüßt den Ministerwechsel in Berlin sowie die Einrichtung eines Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Die AbL legt Ministerin Künast Vorschläge zur Neuorientierung der Agrarpolitik vor. Die AbL erarbeitet eine gemeinsame Plattform zur EU-Agrarreform 2007 mit allen Umweltorganisationen in Deutschland. Die AbL organisiert eine Rundreise mit José Bové aus Frankreich. Veranstaltungen in Frankfurt, Berlin, Dannenberg, München und Saarbrücken. Jubiläumstagung und Feier der AbL zum 20jährigen Vereinsbestehen. Büroumzug der AbL-Bundesgeschäftsstelle von Rheda-Wiedenbrück nach Hamm (Westfalen). Unsere Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren gewinnt ihren Musterprozess vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

2002

Die AbL legt ein „Aktionsprogramm Bäuerliche Landwirtschaft“ vor. Die AbL gründet die Interessengemeinschaft Boden, die sich für eine gerechte Verteilung öffentlicher landwirtschaftlicher Flächen in Ostdeutschland einsetzt. Die IG Boden reicht gegen die Flächenverteilung Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Massive Pressearbeit anlässlich des Nitrofen – Futtermittel – Skandals. Großveranstaltung und Bauerntag in Waging am See. Verabschiedung der Waginger Erklärung als Prüfstein zu den Bundestagswahlen. AbL legt zum Midterm-Review-Bericht der EU-Kommission ein Positionspapier vor. Unmittelbar nach den Bundestagswahlen erarbeitet die AbL ein Strategiepapier zur zukünftigen Agrarpolitik. EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler diskutiert mit der AbL über die Reform der europäischen Agrarpolitik auf der AbL-Bundesmitgliederversammlung.

2003

Die AbL legt Aktionsprogramm bäuerliche Landwirtschaft vor. Für Ihre Mitglieder richtet die AbL eine Rechtsberatung ein. Zur EU-Agrarreform erarbeiten wir Positionspapiere und führen mehrfach Gespräche mit dem Bundesministerium. Im Rahmen der Gemeinsamen Plattform AGENDA 2007 kommt es unter unserer Mitträgerschaft zu gemeinsamen Positionen für eine soziale und ökologische EU-Agrarreform. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren gewinnt ihren Musterprozess vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxembourg, der-wie auch der BGH Karlsruhe-die pauschale Auskunfftspflicht der Bauern verneint. Auf dem Deutschen Kirchentag in Berlin ist die AbL mit einem Infostand vertreten. Mit Dritte-Welt-Organisationen gibt es eine gemeinsame Plakataktion zum Erntedankfest. Für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft arbeitet die AbL aktiv in einem bundesweiten Bündnis zusammen mit den Ökolandbauverbänden, BUND, Bundesverband der Verbraucherverbände, Greenpeace u.a. Wir organisieren eine Treckerdemonstration zum Bundeskanzleramt „Unser Saatgut muss sauber bleiben“. Auf einem Hof in Niedersachsen feiern wir den 15. Geburtstag von NEULAND. Wir organisieren eine Informationsreise nach Polen. Den AbL-Bauerntag 2003 veranstalten wir in Freiburg/Breisgau (Gäste u.a. Bundesministerin Renate Künast). Auf der AbL-Bundesversammlung stehen die EU-Agrarreform sowie die Preise für unsere Erzeugnisse im Mittelpunkt. Die Versammlung beschließt einstimmig eine Erklärung „Für faire Preise und eine sozialgerechte Agrarpolitik“.

2004

AbL-Bauerntag am Seddiner See in Brandenburg. Neues AbL-Projekt zur entwicklungspolitischen Neuorientierung der EU- Agrarpolitik, gemeinsames Projekt mit Germanwatch, unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren gewinnt den Aufbereiterprozess vor dem EuGH in Luxemburg Das AbL-Verlagsbuchprojekt „Verliebt Trecker fahren“ von unserem AbL-Mitstreiter Matthias Stührwoldt entwickelt sich zu einem Bestseller und erscheint in der zweiten Auflage. Die AbL ist aktiv bei einer Treckerdemonstration und Kundgebung anlässlich der Bund-Länder-Agrarministerkonferenz in Osnabrück und bei einer bundesweiten Großdemonstration für gentechnikfreie Landwirtschaft in Stuttgart. Ebenfalls Aktionen beim Futtermittelhandel für gentechnikfreie Futtermittel. AbL-Bundesvorstand legt Positiponspapier zur Reform der EU-Zuckermarktordnung vor.

2005

Die AbL startet Kampagne zur Rettung der beliebten Kartoffelsorte „Linda“. AbL-Bauerntag in Dresden AbL legt Klage beim Landgericht Berlin gegen die BVVG-Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH ein wegen ungerechter Flächenvergabe.

AbL erstellt zusammen mit Greenpeace eine Zusammenstellung der Futtermittelfirmen in Deutschland, die zertifiziert gentechnikfreies Futtermittel liefern können. AbL richtet ab Februar 2005 eine Betreuungs- und Beratungsstelle für gentechnikfreie Regionen in Deutschland ein. Dieses Projekt wird unterstützt vom Bundesamt für Naturschutz und läuft in Zusammenarbeit mit dem BUND und dem Institut für Arbeit und Wirtschaft in Bremen. „Aktion gentechnikfreier Maisacker“ mit Greenpeace vor dem Bundessortenamt in Hannover wegen drohender Zulassung von Genmaissorten. Aktion mit Futtermittelsäcken und Kühen vor der Raiffeisenzentrale in Bonn für gentechnikfreies Futter.

AbL unterstützt die Aktionen im Bundesgebiet für einen höheren Milchpreis. Ebenfalls aktive Unterstützung für das Projekt „Erzeugerfairmilch“ (5 Cent pro kg mehr für die Bauern) von der Upländer Bauernmolkerei. In der AbL-Bundesgeschäftsstelle wird die Koordinationsstelle für das Europäische Netzwerk der Milchviehhalter-Verbände eingerichtet.

AbL-Bundesvorstand legt Positionspapier zur internationalen Agrarhandelspolitik vor: „Fairplay im Agrarhandel“. Mit der Entwicklungshilfeorganisation German Watch bearbeitet die AbL das Projekt „Entwicklungspolitische Neuorientierung der Europäischen Agrarpolitik“. Mit „Brot für die Welt“ organisiert die AbL einen zweiwöchigen internationalen Landfrauenkongress.

Der AbL-Bundesvorstand legt nach den Neuwahlen zum Deutschen Bundestag ein AbL-Positionspapier zu den Koalitionsvereinbarungen vor.

Mit Banafair und attac führt die AbL eine Aktion vor der LIDL-Hauptzentrale in Neckarsulm durch: „Lidl verramscht Nahrung, Umwelt und Menschenrechte“. Im Dezember findet ein Gespräch mit LIDL-Chef Gehring statt, welches im Bereich Milch noch einmal vertieft werden soll.

2006

Zur Grünen Woche 2006 in Berlin veröffentlicht der AbL-Bundesvorstand den Aufruf „Die soziale Anbindung der Prämien-Zahlungen an den Faktor Arbeit jetzt durchsetzen!“ und fordert die Bundesregierung auf, die Verteilung der EU-Direktzahlungen an die Landwirtschaft offen zu legen. Die AbL beteiligt sich an der weltweiten Kampagne die „Terminator-Technologie“ beim Saatgut zu verbieten.Im März wird die „Bauernstimme“ 30 Jahre! Die AbL feiert ein schönes Jubiläumsfest auf dem Hof von Elli und Adi Lambke in Jameln (Wendland). Der AbL-Bundesvorstand führt Gespräche mit Bundesminister Seehofer und allen Staatssekretären. Die AbL führt zusammen mit dem LINDA-Freundeskreis eine medienmäßig sehr beachtete Kampagne zum Erhalt der Kartoffel „LINDA“ (u.a. Beitrag in den „tagesthemen“ und mehrfach Berichte in allen überregionalen Zeitungen. Die AbL feiert das 10-jährige Bestehen der „Upländer Bauernmolkerei“. Die Interessengemeinschaft Nachbau gewinnt vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg die rechtliche Auseinandersetzung um die Nachbaugebührenhöhe.

2007

Die Pressekonferenz des AbL-Bundesvorstands zu Beginn der Grünen Woche 2007 hat den Schwerpunkt „Bäuerliche Qualitätserzeugung hat seinen Preis“ und stößt bei den Medien auf breite Resonanz. AbL-Bundesvorstand nimmt am „Milchgipfel“ von Bundesminister Seehofer teil und tritt für höhere Preise und Mengenregulierung ein. AbL unterstützt bundesweiten Aktionstag vom Bund Deutscher Milchviehhalter. Über 25.000 Bäuerinnen und Bauern demonstrieren vor den Molkereien für faire Erzeugerpreise.

AbL ruft auf, die CMA-Abgabe zu boykottieren. Medien greifen die Arbeit der CMA kritisch auf. AbL-Bundesvorstand führt Gespräch mit Bundesminister Seehofer.

AbL beteiligt sich an Rostocker Großdemonstration zum G-8-Gipfel in Heiligendamm und ist am Internationalen Landwirtschafts-Aktionstag mit Rednern auf der Kundgebung vertreten.

Die IG Nachbau gewinnt Nachbaugebührenprozess vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Die Nachbaugebühren dürfen maximal 50 % der Lizenzgebühren betragen.

Die AbL ist auf der Pressekonferenz der Upländer Bauernmolkerei vertreten, wo die Upländer die Erhöhung des Milcherzeugerpreises auf 40 Cent pro Liter Milch bekannt geben. Die AbL ist auf der Großdemonstration des Bund Deutscher Milchviehhalter in München vertreten, über 10.000 Bäuerinnen und Bauern demonstrieren für höhere Milcherzeugerpreise und Mengenregulierung.

AbL und Misereor geben eine internationale Milchstudie heraus und fordern Abschaffung der Exportsubventionen. Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul unterstützt die Forderung.

AbL gründet mit mehreren gesellschaftlichen Organisationen die Transparenzinitiative, die Empfänger der EU-Subventionsgelder sollen veröffentlicht werden. Erfolg: Die EU hat vorgeschrieben, dass die Höhe der Gelder und die Empfänger offen gelegt werden müssen.

BVVG: Die AbL stellt Strafanzeige wegen Verdachts auf Veruntreuung staatlichen Vermögens. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat die Anzeige abgewiesen.

Stärkung der bäuerlichen Biogasnutzung: AbL, Naturschutzbund Deutschland und Deutscher Verband der Landschaftspflege machen gemeinsames Projekt.

CMA: Die AbL fordert weiter die Abschaffung der CMA. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird voraussichtlich 2008 über den Absatzfonds verhandeln.

EU-Agrarreform: AbL bezieht Position zu den neuen Vorschlägen der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarpolitik und fordert die Staffelung der Zahlungen sowie die Anbindung an Arbeit. Die Bündnisarbeit in diesem Bereich wird mit Verbänden der Landwirtschaft, Umwelt-, Verbraucher-, Tierschutz und Dritte Welt fortgesetzt (gemeinsames Projekt mit der Stiftung Euronatur).

Die internationalen Projekte mit Brot für die Welt (Schwerpunkt Milch) und mit German Watch (Agrarsubventionen) werden auch 2008 fortgesetzt.

Gentechnik: Auf über 100 Veranstaltungen im Bundesgebiet hat die AbL referiert. Teilnahme an Anhörungen, Gespräche mit Politikern, Aktionen vor Ort. Die Koordinierung der gentechnikfreien Regionen und der Aktionsbündnisse sowie die Beratung von Bäuerinnen und Bauern werden fortgesetzt.

2008

Gentechnik: Wieder viele Veranstaltungen mit AbL-Beteiligung. Kritische Positionen zum Gentechnikgesetzt, das im Frühjahr verabschiedet wird. AbL arbeitet weiter aktiv am Runden Verbändetisch-Gentechnik mit und stimmt sich mit anderen Organisationen ab. Positionspapier zur gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora von BASF und Teilnahme an Anhörung in Bonn.

AbL ist Organisator einer internationalen Demonstration und Kundgebung in Bonn anlässlich der UNO-Konferenz zur Biologischen Vielfalt. Teilnahme am internationalen Kongress Planet Diversity. T

agung der AbL zur Ländlichen Entwicklung in Ostdeutschland Biofach-Messe: AbL mit Infostand bei der Upländer Bauernmolkerei.

Internationale Gäste über das Brot für die Welt-Projekt zu Gast auf AbL-Höfen.

AbL und Misereor veranstalten internationale Kartoffeltagung in Hannover.

Aktion vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium zu der Staffelung der Direktzahlungen.

Milch: AbL ruft auf, sich an der BDM-Urabstimmung zum Milchlieferboykott und zur Mengenregulierung zu beteiligen. AbLer beteiligen sich an BDM-Großveranstaltung in Brüssel. AbL-Vorsitzender Graefe zu Baringdorf spricht vor 4000 Milchbauern. Im Mai startet erstmals in der Geschichte ein Milchlieferboykott, organisiert vom BDM, sehr viele Milchbäuerinnen und Milchbauern beteiligen sich. AbL steht ohne wenn und aber zum Milchlieferboykott. AbL-Bundesvorsitzende Maria Heubuch und AbL-Bundesvorsitzender Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf sprechen auf BDM-Großkundgebungen in Freising und Berlin. Zahlreiche Veranstaltungen, Treffen, Aktionen mit AbL-Beteiligung. Wir organisieren Unterstützung gesellschaftlicher Gruppen. Teilnahme an den Milchgipfelgesprächen mit Bundesminister Seehofer. Sonderdokumentation der Bauernstimme (Juli/August-Ausgabe).

In Hessen gründet sich AbL-Landesverband AbL-Bauerntag in Bayern(Wiesmühl an der Alz), vor den bayerischen Landtagswahlen.

 

Neue Buchveröffentlichung im AbL-Verlag: „Nehmt und Euch wird gegeben“-Das ostdeutsche Agrarkartell. Autor ist der AbL-Aktivist in Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Jörg Gerke.

Im Oktober Tagung in Berlin zusammen mit der IG Nachbau zum Thema „Geistiges Eigentum“, in München Demonstration gegen Patente auf Pflanzen und Tiere, die AbL ist Mitveranstalter.

Im November Unterstützung der AbL für die Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg gegen die Atomtransporte ins Wendland.

 

2009

Im Januar auf der Internationalen Grünen Woche Pressekonferenz mit dem Freundeskreis des Weltagrarberichts sowie eine Aktion zum selben Thema anlässlich der Eröffnung der IGW. Mehrere Veranstaltungen im Bundesgebiet zum Weltagrarbericht.

Die IG Nachbau beschließt die Fortsetzung der Arbeit und deckt auf, dass Saatgutaufbereiter Schmiergelder von der Saatgut-Treuhand angeboten bekommen, wenn sie Kundendaten weitergeben.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beurteilt die Absatzfondsabgabe der CMA als verfassungswidrig. Damit muss die CMA ihre Arbeit einstellen. Die AbL hatte jahrelang die Abschaffung der CMA gefordert.

In Eberswalde (Brandenburg) treffen sich auf Einladung der AbL und weiteren Mitveranstaltern die Aktiven aus der Gentechnikfreien Bewegung in Deutschland. Die AbL organisiert mit der Koordinierungsstelle Gentechnikfreie Regionen eine Vortragsrundreise mit dem Präsidenten der Reisfarmer in Kalifornien, Gentechnikgegner Greg Massa.

AbL-Infostand auf der Biofach-Messe in Nürnberg, zusammen mit der Upländer Bauernmolkerei.

AbL-Infostand auf den Evangelischen Kirchentag in Bremen, zusammen mit dem Gentechnikfreien Bündnis Norddeutschland und dem BUND.

In Witzenhausen wird Professor Onno Poppinga, Mitbegründer der AbL, in den Ruhestand verabschiedet.

Zahlreiche BDM-Milchveranstaltungen im Bundesgebiet mit AbL-Referenten wegen viel zu niedriger Erzeugerpreise, u.a. Großkundgebungen in Stuttgart, Hannover, Brüssel. Aktionen der Milchbäuerinnen vor einzelnen Staatskanzleien. Eine Woche Bäuerinnen-Camp, 200 Meter vom Bundeskanzleramt in Berlin mit einer Vielzahl von Aktionen.

Gespräch Bundeskanzlerin Merkel mit Bäuerinnen des Deutschen Landfrauenverbandes des BDM und der AbL.

Verschiedene Veranstaltungen im Bundesgebiet zur Gentechnik mit AbL-Referenten. AbL-Postkartenaktion „Reines Saatgut“ an Bundesministerin Aigner. Der Anbau des Gentechnikmais MON 810 von Monsanto wird von der Bundesregierung im April vorläufig verboten – ein großer Erfolg für die Bewegung! Die AbL beteiligt sich an Demonstrationen gegen die Kleinwanslebener Saatzucht AG (KWS) und an einer Demonstration gegen die Klageverfahren der 6 Personen, die in der Genbank Gatersleben gentechnisch veränderten Weizen entfernt haben.

Die AbL ist im April Mitveranstalter einer Demonstration in München gegen Patente auf Schweinezuchtlinien.

Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages behandelt die Problematik der Patente auf Pflanzen und Tiere und die AbL nimmt teil an einem Verbändegespräch mit Bundesministerin Aigner zum selben Thema.

In Deutschland werden die Direktzahlungen an die landwirtschaftlichen Betriebe sowie die Empfänger der Exportsubventionen im Internet veröffentlicht. Die AbL fordert eine Reform der EU-Agrarpolitik mit Degression der Zahlungen und Berücksichtigung der Arbeitskräfte.

Die AbL spricht im April auf einer Demonstration in Alt Tellin (MeckPom) gegen eine geplante Großanlage mit Sauen (geplant für 10.000 Sauen). Die AbL führt im Mai eine Tagung in Berlin zur Agrarindustrie durch und beschließt eine engere Zusammenarbeit mit Initiativen.

Die AbL Bayern organisiert im Juni ein Haberfeldtreiben in München zur widersprüchlichen Agrarpolitik der bayerischen Landesregierung.

Der Bundesrat hebt die Zwangsimpfung bei Blauzunge auf. Damit geht eine monatelange Auseinandersetzung erfolgreich zu Ende, die insbesondere von den AbL-Landesverbänden in Bayern und Rheinland Pfalz politisch und rechtlich geführt wurde.

2010

Die AbL führt zahlreiche Veranstaltungen zum Weltagrarbericht durch.

Die AbL unterstützt das Netzwerk Bauernhöfe gegen Agrarfabriken. Es gründen sich über 100 Bürgerinitiativen im Bundesgebiet gegen industrielle Tieranlagen.

Die AbL-Bundesvorsitzende Maria Heubuch spricht auf dem Milchsymposium des Bund Deutscher Milchviehhalter in Berlin. An zahlreichen Milchveranstaltungen des BDM nimmt die AbL teil und unterstützt auch die Aktionen anlässlich der Bund-Länder-Agrarminister-Konferenzen in Plön und in Lübeck.

Die AbL unterstützt eine Aktion der BDM-Bäuerinnen gegen Müller-Milch. Der Konzernchef verlangt über 600.000,- Euro Schadenersatz wegen einer Treckerblockade anlässlich des Milchstreiks.

Die IG Nachbau beteiligt sich an Demonstrationen und Aktionen gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren, z.B. mit einer Patent-Verbrennungsmaschine vor dem Europäischen Patentamt in München. Die IG Nachbau konnte erneut zwei Klageverfahren in Karlsruhe vor dem Bundesgerichtshof für sich entscheiden. Ein weiteres Verfahren wird am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg behandelt werden.

In die rechtliche Auseinandersetzung um die Flächenvergabepraxis in Ostdeutschland ist Bewegung gekommen. Die AbL unterstützt eine Musterbeschwerde am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, die mittlerweile zur Behandlung angenommen wurde.

Zusammen mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der Konferenz der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR führt die AbL eine Fachtagung in Berlin zur Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in der DDR durch. Die Ergebnisse dieser Tagung sind inzwischen im Buch „Klassenkampf gegen die Bauern“ veröffentlicht.

Die Plattform von Verbänden aus Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft, Entwicklungspolitik, Verbraucherschutz und Tierschutz legt ein gemeinsames Papier für eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik vor. 27 Verbände fordern: Die EU-Agrarpolitik muss zu einer am Gemeinwohl orientierten Politik werden. Gesellschaftliche Leistung muss sich lohnen, damit Europas Agrarpolitik nicht länger auf unsere Kosten geht. In dem offiziellen Vorschlag der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarpolitik sind einige elementare Forderungen der Plattformverbände aufgenommen, so z.B. eine Kappungsgrenze bei den Direktzahlungen sowie eine Berücksichtigung der Arbeitskräfte. Die Plattformverbände und die Verbände der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung im Forum Umwelt und Entwicklung planen für 2011 eine Kampagne zur Reform der EU-Agrarpolitik.

Die AbL nimmt an Gesprächen mit EU-Agrarkommissar Ciolos und Bundesministerin Aigner teil. Zum Thema Gentechnik führt die AbL eine Postkartenaktion gegen die BASF-Kartoffel „Amflora“ durch und beteiligt sich an Aktionen zur Reinhaltung des Saatguts sowie zur Nullkontamination bei Futtermitteln.

Die AbL unterstützt die Demonstrationen gegen Gerichtsverfahren der 6 Angeklagten, die den Gentechnikweizen der Gentechnikbank Gatersleben entfernt haben.

Die AbL ist Mitveranstalter einer Konferenz in Brüssel/Gent der Gentechnikfreien Regionen Europas. Die AbL beteiligt sich an einem Gentechnikfreien Frühstück anlässlich der Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zum Gentechnikgesetz der Bundesregierung. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil die Normenkontrollklage von Sachsen-Anhalt gegen das Gentechnikgesetz in allen Punkten abgelehnt.

Die AbL stellt Strafanzeige gegen Unbekannt aufgrund einer gentechnischen Verunreinigung von Maissaatgut und unterstützt zwei geschädigte Bauern im Bundesgebiet.

Die AbL ist Mitveranstalter und Organisator eines Strategietreffens in Leipzig der Gentechnikfreien Bewegung in Deutschland sowie Unterstützer der Internationalen Bodensee-Konferenz, an der sich Gentechnikkritiker aus der Schweiz, aus Österreich und Deutschland beteiligen.

Die AbL ist einer der Trägerverbände einer geplanten Großdemonstration anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2011. Geplant sind eine Demonstration und Kundgebung am Brandenburger Tor. Die Botschaft: NEIN zu Gentechnik, NEIN zu Tierfabriken, NEIN zu Dumping-Exporten. JA zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft weltweit.

2011

Am 22.Januar 2011 demonstrieren in Berlin unter Leitung der AbL 22.000 Menschen für eine bäuerlich-ökolgische Landwirtschaft, gegen Gentechnik, Massentierhaltung und Exportdumping. Ein breites Bündnis von 17 Organisationen und Verbänden aus den Bereichen Landwirtschaft, Verbraucher-, Umwelt-, Tierschutz sowie Entwicklungspolitik hat zur Demonstration „Wir haben es satt!“ aufgerufen. Der BMELV-Staatssekretär Bleser nannte die Demonstration „einen Angriff auf die Landwirtschaft“, DBV-Präsident Sonnleitner mäkelte im Vorfeld über eine „Randgruppe“, die Wochenzeitung die ZEIT titelte: „Ein Aufstand der Anständigen“.

Zur EU-Agrarreform: Aktive Unterstützung der Kampagne „Meine Landwirtschaft“, Gespräch mit Bundesministerin Aigner in Berlin, Gespräch mit EU-Agrarkommissar Ciolos in Brüssel, mehrere Pressekonferenzen mit Bündnispartnern, u.a. zum Ciolos-Besuch in Mecklenburg-Vorpommern, Kundgebungen unterstützt in Jena und Suhl anlässlich der Bund-Länder-Agrarministerkonferenzen, Gespräch mit dem Präsidenten des BUND, Hubert Weiger, Diskussion mit SPD-Vorsitzenden Gabriel, Gespräch mit Fachabteilung Landwirtschaft im Bundeskanzleramt.

Zum Dioxin-Skandal und Ehec: U.a. Pressearbeit, Hintergrundpapiere, Prüfung rechtlicher Schritte .

Milch: Teilnahme am BDM-Symposium in Berlin, EMB-Versammlungen in Brüssel, bundesweite Milchtagung in Hadehausen, Milchveranstaltungen im Bundesgebiet, Begleitung der Ausstellung „Mensch Macht Milch“.

Gentechnik: U.a. Begleitung, Verhandlung und Urteilsverkündung Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zum Gentechnikgesetz – ein bedeutendes Urteil für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung. Mitorganisation der Internationalen Bodensee-Konferenz, Organisation und Leitung der nationalen Strategie-Konferenz in Leipzig, Unterstützung von Länder-Aktionsbündnissen, Organisation und Leitung einer Veranstaltungsrundreise im Bundesgebiet mit zwei US-Amerikanern. Mitorganisation von Veranstaltungen zu Glyphosat, regelmäßige Teilnahme am Runden Verbändetisch in Berlin, Unterstützung von Aktionen zur Reinhaltung des Saatguts, Unterstützung der Angeklagten in Sachen Gentechnik-Weizen Genbank Gatersleben, Referenten gestellt bei Veranstaltungen im Bundesgebiet, Unterstützung der Jungen AbL bei KWS-Aktionen, Hintergrundpapiere zu Amflora, rechtlicher Einwand gegen Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen und gentechnisch veränderter Zuckerrüben, Erstellung einer aktuellen

Futtermittelliste ohne Gentechnik. Mitorganisation einer Fachtagung zur synthetischen Biologie, Demonstration vor dem Europäischen Patentamt in München wegen Brokkoli- und Tomatenpatente.

Unterstützung des Netzwerkes „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“: U.a. Veranstaltungen im Bundesgebiet, Pressearbeit, Hintergrundinformationen, regelmäßige Berichterstattung in der Bauernstimme, E-Mail-Newsletter, Unterstützung von Aktionen.

Der AbL-Bundesverband unterstützt die Arbeit der Landesverbände politisch und finanziell: U.a. Besuch und Diskussionen auf allen AbL-Landesversammlungen und Landestagungen, Strategietreffen mit einzelnen Landesvorständen, aktive Unterstützung bei Gründungen von Regionalverbänden, z.B. Thüringen, Ostfriesland

Die Auseinandersetzung um die Flächenvergabepraxis und Bodenpolitik in Ostdeutschland unterstützen wir u.a. durch Strategiesitzungen mit Betroffenen, Pressekonferenz in Berlin wegen Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Gespräche mit dem Rechtsanwalt in Potsdam.

Die Förderung von Projekten wird angepackt durch u.a. Gespräche und Vereinbarung mit GEKKO-Stiftung in Hamburg wegen Förderung von Gentechnikprojekten, Gespräche mit Brot für die Welt, Misereor und German Watch Internationale Agrarpolitik / Via Campescina:

U.a. Mitarbeit im Forum „Umwelt und Entwicklung“ und in Arbeitskreisen zum Thema Welternährung, Mitarbeit bei Via Campescina, u.a. Gespräch in Brüssel, Gespräch am Rande des Bayerischen Jubiläums, Teilnahme an Nyeleni-Konferenz in Krems (Österreich), WTO-Debatte begleiten, Mitorganisation der internationalen Konferenz „Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen“, Verbreitung der Broschüre zum Weltagrarbericht.

Die Bauernsternfahrt mit der Jungen AbL und dem BDM vom Allgäu / von Ostfriesland, von Mecklenburg-Vorpommern / von Hessen nach Berlin war einer der Aktionshöhepunkte in 2011. Vorbereitungstreffen hierfür in Berlin, Hannover und in den Regionen, Organisation und Unterstützung von über fünfzig Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet, Kundgebungen, Aktionen während der Sternfahrt, finanzielle Unterstützung, Bauernfrühstück vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, Gespräch mit der Fachabteilung Landwirtschaft im Bundeskanzleramt Stellungnahme zum Erneuerbare Energien Gesetz der Bundesregierung, Unterstützung der Anti-AKW Kundgebungen und Demonstrationen zum Atomausstieg

Die Auseinandersetzung um die Nachbauregelung beim Saatgut geht weiter. Beratung der Bauern, regelmäßige Absprachen mit den Rechtsanwälten, monatliche Berichterstattung in der Bauernstimme, Veranstaltungen, Geschäftsführung der IG Nachbau, Gespräche in Brüssel mit Parlamentariern und EU-Kommission wegen geplanter Reform des EU-Sortenschutzgesetze.

2012

Positionspapier des AbL-Bundesvorstandes zur Neuordnung der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung, Teilnahme an Anhörung im Deutschen Bundestag

Die kritische Arbeit und Aktionen zum Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel „Amflora“ haben Erfolg: BASF verlagert ihr Gentechnik-Geschäft nach Nordamerika und gibt die Pläne zum konventionellen Anbau von Gentechnikpflanzen in Europa auf Grund des breiten Widerstandes auf.

Das Agrarbündnis veröffentlicht zur Internationalen Grünen Woche den „Kritischen Agrarbericht“, der in diesem Jahr sein 20. Jubiläum feiert.

Über 90 Organisationen und Verbände der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ rufen am 21. Januar 2012 zu einer Demonstration unter dem Motto „Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ nach Berlin vor dem Kanzleramt auf. 20.000 Menschen aus dem Bundesgebiet nehmen daran teil. Die AbL war in der Organisation und bei der Leitung der Demonstration aktiv dabei.

Die AbL beteiligt sich bundesweit an der Kampagne „Bauer hält Hof“. Dabei werden in Städten und auf dem Lande viele Veranstaltungen durchgeführt, bei denen Bürgerinnen und Bürger über die EU-Agrarpolitik und über die Lage in der Landwirtschaft informiert werden.

Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren beschließt auf ihrer Sprecherratssitzung als Arbeitsschwerpunkt die Reform des EU-Sortenschutzgesetzes.

Hinter den Kulissen in Brüssel wird daran gearbeitet, die Auskunftspflicht für Bauern und Saatgutaufbereiter deutlich zu verschärfen. Die AbL organisiert jeweils in breiten Bündnissen eine Kundgebung und Demonstration in Kiel und in Hannover vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die AbL beteiligt sich an den vom Bund Deutscher Milchviehhalter organisierten Aktionen zur Bund-Länder-Agrarministerkonferenz, im Frühjahr in Konstanz und im Herbst in Schöntal (Baden-Württemberg).

Die Junge AbL veranstaltet ihre Sommertagung in Rosstal (Franken).

Die AbL Bayern organisiert in München eine bewegende Aktion zum Höfesterben anlässlich der Verabschiedung von DBV-Präsident Gerd Sonnleitner. Der AbL-Bundesvorstand organisiert in Berlin ein ostdeutsches Expertentreffen zum weiteren Vorgehen gegenüber der BVVG und den ostdeutschen Landesregierungen.

Die AbL beteiligt sich am GMO FREE REGENTS-Treffen in Brüssel.

Die AbL beteiligt sich an der Kampagne „Good Food – Good Farming“, einer Fahrradstaffel von München nach Brüssel mit vielen Veranstaltungen zu den laufenden Verhandlungen über die EU-Agrarreform, u.a. eine Blockade vor dem BASF-Werkstor.

Der AbL-Bundesvorstand führt ein Gespräch mit den Vorständen der Bio-Verbände in Deutschland, u.a. über die Entwicklung der Strukturen im Bio-Anbau.

Die AbL macht zusammen mit Greenpeace eine Kampagne und Aufklärungsarbeit zum gentechnikfreundlichen Schulprojekt „HannoverGen“.

Der AbL-Bundesvorsitzende nimmt an der öffentlichen Anhörung im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages zur EU-Agrarreform teil und wird als einer der Experten angehört.

Der AbL-Bundesvorstand führt ein Gespräch mit Agrarexperten im Bundeskanzleramt. Themen: EU-Agrarreform und Milchmarkt.

Die AbL ist Mitveranstalter einer internationalen Konferenz der Bodensee-Anrainerstaaten zum Thema „Gentechnikfreie Landwirtschaft“.

Die AbL-Thüringen führt eine spektakuläre Aktion zur Landvergabe in Ostdeutschland durch. Anlässlich einer Synodentagung werden neun Thesen zur Bodenpolitik an der Domkirche in Erfurt angebracht.

Auf der Bundesmitgliederversammlung in Altenkirchen wird der langjährige AbL-Bundesvorsitzende Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf nach 16 Jahren Bundesvorsitz feierlich verabschiedet. Als sein Nachfolger wird der Milchbauer Bernd Voß aus Schleswig-Holstein gewählt.

Die AbL-Nordrhein-Westfalen führt unter großer Resonanz eine Leguminosen-Tagung in Haus Düsse durch. Die AbL beteiligt sich in München an einem breiten Bündnis an einer Kundgebung und Demonstration gegen Patente auf Pflanzen und Tiere und für eine gentechnikfreie Landwirtschaft.

2013

Die AbL beteiligt sich zusammen mit dem Bund Deutscher Milchviehhalter, Gewerkschaften und Arbeitslosen-Selbsthilfen-Initiativen an einer Kundgebung vor dem VION-Schlachthof in Emstek (Niedersachsen) wegen der miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten.

Am 19. Januar 2013 demonstrieren über 25.000 Menschen, angeführt von über 70 Treckern, in Berlin auf Einladung der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Das Motto der Demonstration lautet: „Wir haben Agrarindustrie satt!“ Die AbL war einer der Träger der Demonstration und aktiv bei der Vorbereitung und der Leitung der Demonstration dabei.

Der Sprecherrat der Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren beschließt auf seinem Jahrestreffen die Intensivierung der Arbeit zum Saatgutverkehrsrecht und zum Sortenschutzrecht.

Auf einer außerordentlichen Bundesmitgliederversammlung der AbL in Kassel wird mit großer Mehrheit eine agrarpolitische Erklärung und Position zur EU-Agrarreform und zur nationalen Umsetzung der Reform beschlossen.

Die AbL beteiligt sich an einer Demonstration zur EU-Agrarreform vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.

Die AbL beteiligt sich mit mehreren Organisationen an einer Kampagne zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, führt anlässlich des Obama-Besuches in Berlin eine Pressekonferenz und eine Aktion durch.

Die AbL beteiligt sich an den Aktionen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) anlässlich der Bund-Länder-Agrarministerkonferenz in Berchtesgaden und an einer EMB-Demonstration in Berlin.

 

Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg ist die AbL mit einem Infostand vertreten. Die Junge AbL und der AbL-Bundesvorstand führen auf Schloss Tonndorf in Thüringen ein Arbeitstreffen zur Struktur der AbL durch und entwickeln Vorschläge für die weitere Vereinsarbeit.

Die AbL ist Mitorganisator der „Wir haben es satt“ - Demonstrationen in München (13. Juli 2013) mit 8.000 und in Wietze/Celle (31. August 2013) mit 7.000 Teilnehmern.

Die AbL und die Junge AbL blockieren mit einem Trecker und Anhänger und 40 Menschen für eine Stunde den größten Futtermittelhafen in Deutschland (Brake/Wesermarsch) wegen Gentechnikfuttermittelimporte. Die Lieferantenliste der AbL von Futtermitteln ohne Gentechnik wird aktualisiert und erweitert und erscheint auf der Internetseite der AbL.

Die AbL unterstützt die Klage gegen eine gentechnisch veränderte Sojasorte.

Die AbL führt mit dem renommierten Gentechnikkritiker Professor Dr. Andreoli aus Brasilien eine Rundreise mit 12 Veranstaltungen im Bundesgebiet durch.

Die AbL ist weiterhin aktiv gegen die unverantwortliche Erteilung von Patenten auf Pflanzen und Tiere seitens des Europäischen Patentamtes. Wir unterstützen mehrfach Aktionen zu Entscheidungen vor dem Europäischen Patentamt in München.

Die AbL unterstützt in Erfurt zur Synodentagung der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland eine Treckerdemonstration und Kundgebung gegen die Landvergabepraxis der Kirchen.

Die AbL ist Gründungsmitglied eines Aktionsbündnisses zur Agrarwende in Brandenburg und führt eine Fachtagung in Potsdam zum Thema „Bodenpolitik“ durch.

Die AbL führt Gespräche mit dem Präsidium des Fachverbandes Biogas und dem BUND-Bundesvorstand zur Zukunft der Biogaserzeugung auf bäuerlichen Betrieben.

In Köln führt die AbL zusammen mit dem Präsidium des Deutschen Tierschutzbundes und dem BUND anlässlich der ANUGA-Messe eine Pressekonferenz zu dem Thema „Tiergerechte Haltung“ durch, auf der auch die Branchenvereinbarung „Tierwohl“ (Initiative des Deutschen Bauernverbandes und Lebensmittelketten) scharf kritisiert wird.

2014

Am 18. Januar 2014 demonstrieren 30.000 Menschen, angeführt von 70 Treckern, in Berlin auf Einladung der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Die Forderungen: Für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft. Bauernhöfe statt Agrarfabriken. Bleibt uns mit Gentechnik vom Acker. Faire Preise. Fairer Handel statt Freihandel. Saatgutvielfalt. Land für kleine und mittlere Bauern und Neueinsteiger. Solidarität mit den Kleinbauern der Welt. Die AbL war einer der Träger der Demonstration und sehr aktiv bei der Vorbereitung und der Leitung dabei.

Die AbL-Mitarbeiterin Berit Thomsen legt die Studie „System billiges Schweinefleisch“ vor. Sie beleuchtet darin die Folgen der europäischen Exportorientierung für bäuerliche Strukturen in Deutschland und die Bedeutung für Entwicklungsländer. Die Publikation wurde durch Brot für die Welt und Misereor gefördert und erscheint im AbL-Verlag.

Mit einer Vielzahl von gentechnikkritischen Organisationen organisiert die AbL den Widerstand gegen die geplante Zulassung des Gentechnikmais 1507.

Die AbL beteiligt sich am Einspruch gegen das Patent auf geköpften Brokkoli und am Einspruch gegen das Patent auf Paprika.

Das 3-Jährige AbL-Projekt „Vom Acker in den Futtertrog“ in Nordrhein-Westfalen zur Förderung des Anbaus von Leguminosen wird für 2 Jahre verlängert. Der Koordinator Christoph Dahlmann ist gefragter Referent auf vielen Fachveranstaltungen.

Die Junge AbL führt eine Trecker-Saatgut-Tour von Hannover nach Berlin und Brüssel durch und wird dabei von der AbL und der IG Nachbau unterstützt. Das Anliegen ist: „Saatgut-Vielfalt retten – Zukunft säen in Berlin und Brüssel“. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss gestoppt werden. Veranstaltungen, Kundgebungen und Gespräche mit verantwortlichen Politikern werden durchgeführt.

Die AbL macht die Agrarsubventionen an rechtmäßig unkorrekt umgewandelte Agrarbetriebe in Ostdeutschland öffentlich. Medien und verantwortliche Politiker zeigen erste Reaktionen.

Mit den NEULAND-Trägerverbänden führt die AbL eine Diskussion über die wichtige Bedeutung von NEULAND gegenüber anderen Label-Programmen.

 

Im AbL-Verlag erscheint die überarbeitete und erweiterte Fassung des „Welt-Agrarberichtes“ als Kurzbroschüre. Der „Kritische Agrarbericht 2014“ wird traditionell auf einer Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt und löst mit dem Schwerpunkt „Tierhaltung“ ein gutes Medienecho aus.Die AbL-Mitarbeiterin Berit Thomsen legt die Studie „System billiges Schweinefleisch“ vor. Sie beleuchtet darin die Folgen der europäischen Exportorientierung für bäuerliche Strukturen in Deutschland und die Bedeutung für Entwicklungsländer. Die Publikation wurde durch Brot für die Welt und Misereor gefördert und erscheint im AbL-Verlag. Der AbL-Beirat (Bundesvorstand, Landesvorstände, Junge AbL) nimmt seine Arbeit durch eine Frühjahrs- und Herbstsitzung auf. Neben organisatorischen Fragen sind die Bodenpolitik und die Position „Bäuerliche Landwirtschaft“ die inhaltlichen Schwerpunkte. Mit einer Vielzahl von gentechnikkritischen Organisationen organisiert die AbL den Widerstand gegen die geplante Zulassung des Gentechnikmais 1507. Die AbL organisiert mit dem BUND und Greenpeace eine Strategie-Tagung zum weiteren Vorgehen der gentechnikkritischen Bewegung. Die AbL organisiert eine Rundreise im Bundesgebiet mit Professor Andreoli aus Brasilien über den Gentechnik-Sojaanbau und die Entwicklung der bäuerlichen Landwirtschaft in Brasilien. Die AbL ist aktiv gegen die Freihandelsabkommen USA/EU (TTIP) und KANADA/EU (CETA) und arbeitet aktiv im bundesweiten Bündnis TTIP-unfairhandelbar mit. Die AbL organisiert eine TTIP-Veranstaltungsrundreise mit der US-Agrarexpertin Shevalli Shama. Mit einigen anderen Organisationen machen wir eine Aktion und eine Kundgebung zu TTIP auf dem Pariser Platz in Berlin. Die AbL beteiligt sich am Einspruch gegen das Patent auf geköpften Brokkoli und am Einspruch gegen das Patent auf Paprika. Das 3-Jährige AbL-Projekt „Vom Acker in den Futtertrog“ in Nordrhein-Westfalen zur Förderung des Anbaus von Leguminosen wird für 2 Jahre verlängert. Der Koordinator Christoph Dahlmann ist gefragter Referent auf vielen Fachveranstaltungen. Die AbL nimmt an einer Verbände-Anhörung im Bundes-Landwirtschaftsministerium zum Thema Bodenpolitik teil und erneuert die Kritik am Vorgehen der BVVG. Die Junge AbL führt eine Trecker-Saatgut-Tour von Hannover nach Berlin und Brüssel durch und wird dabei von der AbL und der IG Nachbau unterstützt. Das Anliegen ist: „Saatgut-Vielfalt retten – Zukunft säen in Berlin und Brüssel“. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss gestoppt werden. Veranstaltungen, Kundgebungen und Gespräche mit verantwortlichen Politikern werden durchgeführt. Mit den NEULAND-Trägerverbänden führt die AbL eine Diskussion über die wichtige Bedeutung von NEULAND gegenüber anderen Label-Programmen. Ein Betrugsskandal bringt NEULAND in eine Krise. Die AbL stellt sich vor den ehrlich wirtschaftenden Bauern und erarbeitet zusammen mit dem BUND und dem Deutschen Tierschutzbund an einem neuen, transparenterem wirtschaftlichen Konzept. Die AbL macht die Agrarsubventionen an rechtmäßig unkorrekt umgewandelte Agrarbetriebe in Ostdeutschland öffentlich. Medien und verantwortliche Politiker zeigen erste Reaktionen.

2015

Am 14. Januar 2015 macht die AbL zusammen mit dem Bund Deutscher Milchviehhalter eine Aktion beim Milchindustrieverband wegen fallender Milchpreise. In Berlin stellt die AbL mit befreundeten Organisationen den „Kritischen Agrarbericht 2015“ vor. Der Schwerpunkt lautet: „Agrarindustrie und Bäuerlichkeit“.

Am 17. Januar 2015 demonstrieren 50.000 Menschen in Berlin auf der von der AbL mitorganisierten „Wir haben es satt“-Demonstration. Die Demonstration wird angeführt von 80 Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern. Sie fordern fairen Handel statt Freihandel, artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch, Förderung regionaler Futtermittelerzeugung, Recht auf Nahrung weltweit, gesundes und bezahlbares Essen für alle, faire Preise und Marktregeln für die Bauern, Freiheit für die Saatgutvielfalt. Diese Demonstration wurde stark unterstützt von der Bewegung gegen die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und mit Kanada (CETA). Erstmals gab es am Hauptbahnhof eine Gegenkundgebung mit dem Motto: “Wir machen Euch satt“. Sie wurde unterstützt von einzelnen Bauernverbänden sowie von Unternehmen der Agrarindustrie (Schlachthof Thönnis). Ca.1.000 Teilnehmer besuchten diese Veranstaltung.

Der Sprecherrat der IG Nachbau beschließt auf seiner Jahressitzung, die neuen rechtlichen Herausforderungen anzunehmen (geplante Pflicht zur Kundendaten-Weitergabe von Seiten der Saatgutaufbereiter an die Saatgut-Treuhand) und die politische Arbeit zur Reform des EU-Saatgutverkehrsrechts und des EU-Sortenschutzrechts fortzuführen. Die IG Nachbau konnte im Oktober ein Urteil am Oberlandesgericht Karlsruhe erstreiten, welches aus Wettbewerbsgründen die Landwirte-, Kundendatenweitergabe verneinte. Die auf der AbL-Bundes MV 2014 eingesetzte Satzungskommission nimmt ihre Arbeit auf und legt im Frühsommer einen Entwurf zur Beratung vor. Dieser Entwurf wird auf der Bundes MV 2015 diskutiert, aber noch nicht abgestimmt. In wenigen, aber grundsätzlichen Punkten gibt es noch weiteren Diskussionsbedarf.

Die AbL beteiligt sich am Nyeleni-Forum (Ernährungssouveränität). Im Frühjahr und im Herbst nimmt die AbL an den Plattform-Sitzungen zur EU-Agrarreform teil und erarbeitet unter Berücksichtigung der Diskussion im Bundesvorstand, im AbL-Beirat sowie in einer eingesetzten Arbeitsgruppe und in einem Diskussionsforum auf der Bundes MV 2015 einen ersten, groben Vorschlag für eine Agrarreform 2020, der die Interessen klein- und mittelbäuerlicher Betriebe sowie die gesellschaftlichen Leistungen der bäuerlichen Landwirtschaft in den Mittelpunkt stellt.

Am 13. und 14. Februar findet in Fulda die Frühjahrssitzung des AbL-Beirats statt und am 5. September findet in Kassel die Herbstsitzung des AbL-Beirats statt. Der AbL-Bundesvorstand stellt Strafanzeige wegen menschenverachtender Verunglimpfung eines ums Leben gekommenen Bauern seitens einer Tierschutzorganisation.

Im März findet die bundesweite Milchtagung in Hardehausen statt. Im März nimmt der AbL-Bundesvorstand an einer Milchmarktanhörung des Bundesministeriums in Berlin teil. Die AbL ist auch bei einer Mahnwache in Brüssel zur Beendigung der Milchquotenregelung dabei. Die Milchkrise ist auch Schwerpunktthema auf der Frühjahrs-Bund-Länder-Agrarministerkonferenz in Bad Homburg sowie auf der Herbst-Bund-Länder-Agrarministerkonferenz in Fulda. Die AbL beteiligt sich an den Aktionen und Kundgebungen, zusammen mit dem Bund Deutscher Milchviehhalter. Eine kurze Blockade der AbL im Juli vor dem Deutschen Milchkontor (DMK) bildet den Auftakt für eine ganze Reihe von Aktionen gegen die immer weiter sinkenden Milcherzeugerpreise. Die AbL beteiligt sich an vielen Aktionen vor allem in Norddeutschland sowie an der Milch-Trecker-Staffel von Ostfriesland und Schleswig-Holstein nach München (August 2015) sowie an einer Trecker-Staffel nach Brüssel (September 2015). Die AbL nimmt auch an der EMB-Mitgliederversammlung in Italien teil.

Mit Brot für die Welt, Misereor, Germanwatch, führt die AbL in Berlin eine Pressekonferenz zu Milchexporte durch, anschließend gibt es noch eine Aktion vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium zu „Exportgipfel“ von Bundesminister Schmidt.

Die AbL ist im November teilnehmende Organisation beim Runden Tisch Milch der Bund-Länder-Agrarminister-Konferenz. Zwei Milchtagungen werden im Allgäu und in Ostfriesland mit einer Bauernvertreterin aus Indien durchgeführt, die auch Gast auf der Bundes MV 2015 ist.

Die Junge AbL führt ihre Sommertagung in Schleswig-Holstein mit dem Schwerpunktthema „Bodenpolitik“ und die Wintertagung in Altenkirchen mit dem Schwerpunktthema „Agrarökologie“ durch.

Bei der Gentechnikdebatte dreht sich alles um die nationalen Verbotsmöglichkeiten der EU-Mitgliedstaaten. Durch eine Reihe von Aktivitäten (Gespräche, Aktionen) gelingt es der AbL, zusammen mit befreundeten Organisationen, dass die Bundesländer sich eindeutig für Verbotsmöglichkeiten aussprechen, die die Bundesregierung in der Verantwortung sieht. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Diskussion um neue Züchtungstechnologien. Durch ein gemeinsam mit anderen Organisationen angestrebtes Klageverfahren gelingt es der AbL, den Anbau von Cibus-Raps zu stoppen. In der Auseinandersetzung um Patente bei Pflanzen und Tieren kann die AbL einen weiteren Erfolg vermelden: Das Kuhpatent wird vor dem Europäischen Patentamt zurückgezogen.

Zum geplanten Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) veröffentlicht die AbL ein Hintergrundpapier. Im AbL-Verlag erscheint ein Plakat mit dem Motto: „TTIP und Gentechnik, bleibt uns vom Hof!“, das auf reges Interesse stößt. Die AbL beteiligt sich aktiv an der Unterschriftensammlung der Europäischen Bürgerinitiative, die über 3.000.000 Unterschriften in Europa sammelt. Die AbL ist aktiv in der Vorbereitung und in der Organisation der bundesweiten Großdemonstration gegen TTIP und CETA am 10. Oktober 2015 in Berlin, an der sich über 200.000 Menschen beteiligen.

Eine kleine Delegation der AbL und vor allem der Jungen AbL nimmt am Weltklimagipfel in Paris und an den dortigen Aktionen von Via Campesina teil.

2016

Die Zeitung der AbL, die „Unabhängige Bauernstimme“, kann in diesem Jahr ihr 40-Jähriges Jubiläum feiern. In den monatlichen Ausgaben der Zeitung wird auf die jahrzehntelange Arbeit hingewiesen, die aktuellen Themen stehen aber natürlich im Vordergrund. Am 25. und 26. Juni 2016 feiern wir das Jubiläum auf dem Hof der „AbL-Urgesteine“ Heike Schäfer-Jacobi und Josef Jacobi in Körbecke (Westfalen).

In Berlin stellt die AbL mit befreundeten Verbänden den „Kritischen Agrarbericht 2016“ der Presse vor. Das Schwerpunktthema ist: „Wachstum“.

Die AbL beteiligt sich mit „Meine Landwirtschaft“ an einer Demo-Vorabaktion vor dem Reichstag, bei der ein Fuder Mist abgekippt wird unter dem Motto „Agrarindustrie ist Mist“.20.000 Menschen beteiligen sich an der „Wir haben es satt“-Demonstration. Angeführt wird die Demonstration dieses Mal von 130 Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern und Anhängern. Die Demonstration wie auch der Treckerzug werden von der AbL zusammen mit „meine Landwirtschaft“ organisiert. Auch dieses Mal gibt es eine Gegenkundgebung vor dem Hauptbahnhof, an der sich ca. 1.000 Menschen beteiligen. Landesbauernverbände, Landfrauenverbände und Landjugendverbände haben im Vorfeld starke Kritik an der „Wir haben es satt“-Demonstration geäußert („Demonstration gegen die Landwirtschaft“) und für eine sehr starke Beteiligung der Kundgebung am Hauptbahnhof geworben.

In Brandenburg gelingt es der Aktionseinheit gegen Massentierhaltung, das notwendige Quorum für ein Volksbegehren (80.000 Unterschriften) mit über 103.000 Unterschriften weit zu übertreffen, obwohl die Landesregierung zusammen mit dem Landesbauernverband stark dagegen getrommelt haben.

Vor dem Europäischen Patentamt in München wird der Monsanto-Patentantrag zur Melone zurückgezogen. Die AbL gehörte mit befreundeten Verbänden zu den einsprechenden Parteien.

Die AbL trifft sich mit befreundeten Verbänden in Kassel, um ein eventuell gemeinsames Vorgehen zu den Agrarsozialwahlen 2017 und die Aufstellung gemeinsamer Listen zu diskutieren.

Auf der Frühjahrs-Beiratssitzung diskutiert der AbL-Bundesvorstand mit den Landesvorständen und der Jungen AbL ausführlich die katastrophale Entwicklung auf dem Milchmarkt und legt die Strategie dazu fest. Ein weiteres inhaltliches Schwerpunktthema ist die Reform der Europäischen Agrarpolitik 2020.

Milchbäuerinnen und Milchbauern der AbL und des BDM blockieren mit ihren Treckern die Zufahrt des Käsewerks in Edewecht (Niedersachsen), das zur größten Molkerei Deutschlands – Deutsches Milchkontor – gehört. In der vierstündigen Blockade fordern die AbL-Verantwortlichen eine Reduzierung der Milchmenge mit einem Bonus-/Malussystem, um kurzfristig eine Preiserholung erreichen zu können. Ein Gespräch mit der Vorstandsspitze der DMK wird den Blockierern zugesichert. Die AbL führt eine gut besuchte bundesweite Milchtagung in Hadehausen durch. Die EU-Kommission und auch die Bund-Länder-Agrarminister-Konferenz geben grünes Licht für die Umsetzung der AbL-Vorschläge, die Molkereien verweigern die Umsetzung.

Vor der Frühjahrs-Bund-Länder-Agrarminister-Konferenz in Mecklenburg-Vorpommern macht die AbL zusammen mit Aktion Agrar und Attac eine spektakuläre Aktion vor dem Landwirtschaftsministerium in Schwerin: Es werden mehr als hundert Gummistiefelpaare vor dem Ministerium aufgestellt, um das Höfesterben zu symbolisieren. Diese Aktion findet in den (Agrar-) Medien bundesweit hohe Beachtung.

Die AbL verstärkt ihre Informations- und Pressearbeit zum Thema Milchkrise. Die AbL beteiligt sich an vielen Aktionen der Milchbäuerinnen und Milchbauern, u.a. auch an Aktionen des Bund Deutscher Milchviehhalter in Berlin und München. AbL-Brief an Molkereien in Deutschland angesichts der anstehenden Trinkmilch-Verhandlungen mit dem Lebensmittel-Einzelhandel.

Veröffentlichung einer neuen Comic-Broschüre von Germanwatch, Brot für die Welt, BDM, Misereor und AbL mit dem Titel „Mensch. Macht. Milch. Wie Konzerne unsere bäuerliche Landwirtschaft verpulvern“.

Usseln/Willingen, 20 jähriges Jubiläum der Upländer Bauernmolkerei.

Das ganze Jahr über intensivste Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Milchkrise.

Die AbL wird Mitglied in der Klimaallianz. Der AbL-Bundesvorstand verabschiedet Positionspapiere zur Rinderhaltung und zu Glyphosat.

Die AbL begrüßt das Urteil des Landgerichts Magdeburg, das das Verfahren gegen die Gentechnik-Feldbefreier in der Genbank Gatersleben einstellt. Die AbL veröffentlicht ein Hintergrundpapier zu neuen Gentechnik-Züchtungstechnologien und organisiert mit befreundeten Verbänden eine Klausur zu diesem Thema. Die AbL verstärkt die Auseinandersetzung um ein bundesweites Gentechnik-Anbauverbot (optout). Mehrere Briefaktionen und Gespräche mit Politiker/innen in Berlin. Die AbL übergibt mit befreundeten Verbänden Unterschriften gegen die Zulassung des Gentechnik-Raps Cibus.

Die AbL ist Mitveranstalter des ersten TTIP-Basis-Kongresses in Kassel, wo sich über 500 Teilnehmer/innen einfinden. Die AbL ist Mitorganisator der regionalen TTIP/CETA-Großdemonstration in Hannover, die von 33 Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern angeführt wird und an der mehr als 80.000 Menschen teilnehmen. Die AbL ist ebenfalls Mitorganisator der 7 Demonstrationen in verschiedenen Städten Deutschlands gegen TTIP und CETA, an der sich über 300.000 Menschen beteiligen. Gemeinsame Erklärung von Bauernorganisationen aus Kanada, den USA und AbL für Deutschland gegen TTIP und CETA.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Insolvenz der KTG AGRAR.

Mitarbeit der AbL an einer Studie zum Fleischmarkt USA/EU.

Die Saatgut-Treuhandverwaltung startet eine Großaktion gegen die Bauern. Über 85.000 Briefe werden von der STV versendet und es wird mit Klageverfahren bzw. Strafverfahren gedroht, wenn die Bauern keine vollständige Auskunft über ihren Anbau der Ackerfrüchte erteilen und wenn sie keine Nachbaugebühren bezahlen. Die von der AbL gegründete Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren leistet umfassende, telefonische und schriftliche Beratung und setzt weiter auf Widerstand und Selbsthilfe. Die IG Nachbau gewinnt ein wichtiges Klageverfahren vor dem Oberlandesgericht in Karlsruhe, bei dem es um die Saatgutaufzeichnungs-verordnung geht. Die STV legt Revision ein, so dass es zur Verhandlung um dieses Thema (Kundendatenweitergabe der Saatgutaufbereiter) vor dem Bundesgerichtshof am 19. Januar 2017 kommen wird.

Teilnahme des AbL-Bundesvorstands an Verbände-Dialoggesprächen im Bundeslandwirtschaftsministerium.

5-Punkte-Forderungskatalog für bäuerliche Landwirtschaft vom BUND, Deutscher Tierschutzbund und AbL.

Die AbL führt zusammen mit „Meine Landwirtschaft“ und Bauern der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall eine Aktion vor der Bayerzentrale in Leverkusen gegen die geplante Fusion von Bayer und Monsanto durch.

Die AbL unterstützt und beteiligt sich am „Wir haben es satt“-Kongress in Berlin. Der AbL-Herbstbeirat befasst sich mit aktuellen agrarpolitischen Themen.

Die AbL-Bundesversammlung verabschiedet u.a. mit einer großen Mehrheit eine neue Satzung und wählt turnusgemäß einen neuen Bundesvorstand.

2017

In Berlin stellt die AbL im AgrarBündnis den „Kritischen Agrarbericht 2017“ der Presse vor. Das Schwerpunktthema ist: „Wasser“.

Die AbL beteiligt sich mit „Meine Landwirtschaft“ an einer Demo-Vorabaktion vor der Bayer-Zentrale in Berlin wegen der geplanten Fusion Bayer/Monsanto.

Die AbL ist sehr aktiv im Vorbereitungsteam für die Demonstration „Wir haben es satt“ am 21. Januar 2017. 18.000 Menschen beteiligen sich an dieser Demonstration. Angeführt wird die Demonstration von 130 Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern und Anhängern, koordiniert von der AbL. Sowohl bei der Auftakt- als auch bei der Abschlusskundgebung sprechen AbLer/innen. Auch dieses Mal gibt es eine Gegenkundgebung vor dem Hauptbahnhof, an der sich ca. 500 Menschen und 50 Treckerfahrer beteiligen. A

m 19. Januar findet das Klageverfahren vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe wegen der Saatgutaufzeichnungsverordnung statt. Die IG Nachbau und die AbL sind mit 66 Bauern im Gerichtssaal vertreten. Urteilsverkündung ist am 27. April 2017.