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19.07.2010 Leben ist keine Ware – Pflanzen und Tiere dürfen nicht patentiert werden!

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Die Arbeit für eine bäuerliche Landwirtschaft

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Geschichte

Wer ist die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft?

Geschichtliche Entwicklung in Stichworten

Angefangen hat alles mit einem kirchlichen Bauernkreis, der sich mit Fragen der Dritten Welt beschäftigte und über diese Probleme auf die eigene Situation zu sprechen kam. So gründete sich bei Herrenberg in Baden-Württemberg

1973

der Arbeitskreis Junger Landwirte, um über die eigene Situation nachzudenken, ohne zu ahnen, welche Wellen die Arbeit schlagen würde. Er kümmerte sich um Fragen wie:

  • Ist der Bauer ein Unternehmer?
  •  Vertritt der DBV eigentlich uns, oder wen sonst?
  •  Wohin gehen die Subventionen?
  •  Welches Verhältnis besteht zwischen Bauern und Verbraucher?

Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden über Flugblätter und die Presse verbreitet und riefen regional ein großes Echo hervor.

1974

folgte die erste konkrete Aktion: Der Protest gegen zu niedrige Braugerstepreise. Es wurde erreicht, daß die Bauern im Gäu ihre Gerste zurückhielten und dadurch einen höheren Preis erzwangen. Hier wurde auch eine wichtige Erfahrung mit dem DBV gemacht, der sich von der Aktion distanzierte und die Bauern im Stich ließ.

1976

Um mehr Bauern in die Diskussion mit einzubeziehen, erschien im März 1976 die erste Ausgabe des "Bauernblattes". Die erste Zeitung von Bauern für Bauern! Es folgte dann eine unkonventionelle Absatzaktion für Äpfel: Die Arbeitskreisbauern wechselten sich beim Apfelverkauf vor Stuttgarter Betrieben und auf der Straße ab und konnten einen ordentlichen Preis für ihr Obst sichern.

1977

deckte der Arbeitskreis einen Millionenschwindel im Futtermittelhandel auf. Diese Aktion wirbelte durch die Prozesse, die geführt wurden einigen Staub auf. Der AK wurde über die Grenzen des Landes hinaus bekannt, und es stießen eine Landjugendgruppe aus Westfalen und Bauern aus Nordhessen zu der kleinen Bewegung.

1980

wurde gemeinsam ein Verein gegründet, mit dem Ziel, die Interessen der kleineren und mittleren Betriebe wahrzunehmen. Die Zeitung wird seither gemeinsam herausgegeben.

1981

Mitwirkung an dem Film "Drei Bauern unter einem Hut" (ARD). Inzwischen mehrfach wiederholt.

1983

Seit Jahresbeginn erschien das Bauernblatt monatlich; die Arbeitsgemeinschaft hat sich in der Zwischenzeit auf 20 regionale Arbeitskreise erweitert. Die Kontakte zu ähnlichen Vereinigungen in Österreich, Schweiz, Frankreich u.a. wurden gefestigt und es besteht heute eine rege Zusammenarbeit in der Coordination Paysanne Europénne (CPE) mit Sitz in Brüssel. Dezember: Die Mitgliederversammlung beschließt die Namensänderung. Künftig heißt der Verein Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bauernblatt e.V.

1984

Als Antwort auf die Milchmengengarantieverordnung der EG gründete die AbL mit anderen Organisationen die "Schutzgemeinschaft gegen Milchkontingentierung". Vor über 25.000 Bäuerinnen und Bauern wurden im Bundesgebiet Veranstaltungen durchgeführt und rechtliche Beratung gegeben. Im Herbst wurde von uns eine Verfassungsklage gegen die Quotenregelung eingebracht.

1985

Verbesserung der bundesweiten Vereinsarbeit durch Anstellung eines Geschäftsführers für die AbL.

1986

Erfolgreiche Kundgebung der AbL beim Geheimtreffen von Bundesregierung und Bauernverband (14.4.88 in Wetze, Niedersachsen). Während der Agrardebatte in Bonn haben wir mit Kühen vor dem Deutschen Bundestag demonstriert (24.4.88 in Bonn). Beteiligung der AbL an der Blockade des Hochtemperatur-Reaktors in Hamm-Uentrop. Pressekonferenz der AbL in Bonn. Vorlage eines agrarpolitischen Sofortprogramms (30.6.86).

1988

"Aachener Erklärung für eine neue Agrarpolitik" Gründung des Dachverbandes der Deutschen Agraropposition (Gründungsmitglieder BUND, BUKO-Agrarkoordination, Verbraucher Initiative, AbL)

1989

NEULAND-Projekt: AbL, Deutscher Tierschutzbund, BUND, BUKO, Verbraucher-Initiative schaffen ein Programm für umweltschonende und tiergerechte Haltung (mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet). "Altenkirchener Thesen" vorgelegt - Bäuerliche Landwirtschaft hat Zukunft. 1. Bauerntag der Deutschen Agraropposition in Melsungen (Hessen)

1990

Zahlreiche Informationsveranstaltungen für Bäuerinnen und Bauern in den neuen Bundesländern durchgeführt. Gemeinsame Autobahnblockaden mit Bauern aus den neuen Bundesländern wg. Preisverfall und landwirtschaftlicher Ausverkauf des Ostens. Gründung erster NEULAND-Erzeugergemeinschaften in Westfalen und Niedersachsen.

1992

Gemeinsames Inlandprojekt von WELTFRIEDENSDIENST/AbL für eine solidarische Agrarpolitik gegenüber Bauern in Ländern der 3. Welt.

1993

Gründung einer AbL Bauernblatt Verlags-GmbH. Buchveröffentlichungen (Kritischer Agrarbericht", "Lebendige Vielfalt"). Programmdiskussion.

1994

"Neue Agrarpolitische Positionen 94" vorgelegt. Gründung einer bundesweiten Kampagne für ein endgültiges Verbot des gentechnisch hergestellten Rinderwachstumshormons rBST. Inzwischen unterstützen über 250 Organisationen in Europa die rBST-Kampagne. "Wernauer Erklärung" für eine neue europäische Agrarpolitik (Bauernorganisationen aus Norwegen, Schweden, Österreich, Finnland und AbL).

1995

Im Auftrag des AgrarBündnis-Vorstands organisiert die AbL einen bundesweiten Bauerntag in Körle (Hessen). Zusammen mit der Ev.Kirche, der Kath. Landjugendbewegung , der Ev.Jugend auf dem Lande und dem AgrarBündnis veröffentlicht die AbL "10 Thesen zum Erntedank."

1996

Unsere monatliche Zeitung "Bauernstimme" feiert ihr 20jähriges Jubiläum. Die AbL organisiert eine Tagung in Münster mit vielen Vertretern ländlicher Regionalinitiativen aus dem Bundesgebiet. Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf wird auf der Bundes-MV zum neuen AbL-Bundesvorsitzenden gewählt. Er löst Josef Jacobi ab, der Aufsichtsrats-vorsitzender der von ihm mitgegründeten Upländer Bauernmolkerei wird und nach 10 Jahren Amtszeit als Vorsitzender der AbL auf eine Wiederwahl verzichtet.

1997

Der AbL-Bundesvorstand veröffentlicht Positionspapiere zur geplanten EU-Agrar und zur Milchmarktreform. Der AbL-Bundesvorstand führt ein Gespräch mit EU-Agrarkommissar Fischler. Die AbL führt zusammen mit der Coordination Paysanne Europeenne (CPE) in Würzburg eine europäische Bauerntagung zur EU-Agrarreform durch. Neueste Buchveröffentlichung der AbL ist der "Leitfaden zur Regionalent-wicklung", ein Buch über Regionalprojekte, Regionalinitiativen und Vermarktung. Die AbL organisiert mit regionalen Bauerngruppen im Allgäu eine Großveran-staltung mit EU-Agrarkommissar Fischler.

1998

Die AbL tritt vor den Bundestagswahlen mit einem breiten agraroppositionellen Bündnis für einen Politikwechsel in der Agrarpolitik ein. Die AbL veröffentlicht ein neues Positionspapier zur EU-Agrarreform und stellt dabei Arbeit und Umwelt in den Mittelpunkt der Forderungen. Die AbL veröffentlicht ein Positionspapier zum ökologischen Landbau. Die AbL führt ein Gespräch mit dem neuen Bundes-Landwirtschaftsminister Funke und legt für die Koaltionsverhandlungen zwischen SPD und Bündnis 90 /Die GRÜNEN Positionen und Vorschläge für einen Denk-und Richtungs-wechsel in der Agrarpolitik vor.

1999

Positionspapiere zur nationalen Umsetzung der AGENDA 2000 und zur Milchmarktreform. Bundesweite Tagungen zur genetischen Vielfalt und zum Bündnis für Arbeit in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum. Die AbL gründet eine bundesweite "Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren" beim Saatgut, führt Musterprozesse und setzt sich rechtlich und politisch mit den Machenschaften der Saatgut-Treuhand GmbH auseinander.

2000

AbL-Zukunftskonferenz in Hofgeismar. Mit dem Umweltbundesamt und der Stiftung EURONATUR beginnt die AbL ein Projekt zur EU-Agrarreform 2007. In Mecklenburg-Vorpommern wird der erste AbL-Landesverband in den neuen Bundesländern gegründet. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren wächst auf 600 Mitglieder und gewinnt Musterprozesse vor Oberlandesgerichten. Bestätigter BSE-Fall in Deutschland – AbL fordert Neuorientierung in der Agrarpolitik.

2001

Der AbL-Bundesvorstand begrüßt den Ministerwechsel in Berlin sowie die Einrichtung eines Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Die AbL legt Ministerin Künast Vorschläge zur Neuorientierung der Agrarpolitik vor. Die AbL erarbeitet eine gemeinsame Plattform zur EU-Agrarreform 2007 mit allen Umweltorganisationen in Deutschland. Die AbL organisiert eine Rundreise mit José Bové aus Frankreich. Veranstaltungen in Frankfurt, Berlin, Dannenberg, München und Saarbrücken. Jubiläumstagung und Feier der AbL zum 20jährigen Vereinsbestehen. Büroumzug der AbL-Bundesgeschäftsstelle von Rheda-Wiedenbrück nach Hamm (Westfalen). Unsere Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren gewinnt ihren Musterprozess vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

2002

Die AbL legt ein „Aktionsprogramm Bäuerliche Landwirtschaft“ vor. Die AbL gründet die Interessengemeinschaft Boden, die sich für eine gerechte Verteilung öffentlicher landwirtschaftlicher Flächen in Ostdeutschland einsetzt. Die IG Boden reicht gegen die Flächenverteilung Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Massive Pressearbeit anlässlich des Nitrofen – Futtermittel – Skandals. Großveranstaltung und Bauerntag in Waging am See. Verabschiedung der Waginger Erklärung als Prüfstein zu den Bundestagswahlen. AbL legt zum Midterm-Review-Bericht der EU-Kommission ein Positionspapier vor. Unmittelbar nach den Bundestagswahlen erarbeitet die AbL ein Strategiepapier zur zukünftigen Agrarpolitik. EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler diskutiert mit der AbL über die Reform der europäischen Agrarpolitik auf der AbL-Bundesmitgliederversammlung.

2003

Die AbL legt Aktionsprogramm bäuerliche Landwirtschaft vor. Für Ihre Mitglieder richtet die AbL eine Rechtsberatung ein. Zur EU-Agrarreform erarbeiten wir Positionspapiere und führen mehrfach Gespräche mit dem Bundesministerium. Im Rahmen der Gemeinsamen Plattform AGENDA 2007 kommt es unter unserer Mitträgerschaft zu gemeinsamen Positionen für eine soziale und ökologische EU-Agrarreform. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren gewinnt ihren Musterprozess vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxembourg, der-wie auch der BGH Karlsruhe-die pauschale Auskunfftspflicht der Bauern verneint. Auf dem Deutschen Kirchentag in Berlin ist die AbL mit einem Infostand vertreten. Mit Dritte-Welt-Organisationen gibt es eine gemeinsame Plakataktion zum Erntedankfest. Für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft arbeitet die AbL aktiv in einem bundesweiten Bündnis zusammen mit den Ökolandbauverbänden, BUND, Bundesverband der Verbraucherverbände, Greenpeace u.a. Wir organisieren eine Treckerdemonstration zum Bundeskanzleramt „Unser Saatgut muss sauber bleiben“. Auf einem Hof in Niedersachsen feiern wir den 15. Geburtstag von NEULAND. Wir organisieren eine Informationsreise nach Polen. Den AbL-Bauerntag 2003 veranstalten wir in Freiburg/Breisgau (Gäste u.a. Bundesministerin Renate Künast). Auf der AbL-Bundesversammlung stehen die EU-Agrarreform sowie die Preise für unsere Erzeugnisse im Mittelpunkt. Die Versammlung beschließt einstimmig eine Erklärung „Für faire Preise und eine sozialgerechte Agrarpolitik“.

2004

AbL-Bauerntag am Seddiner See in Brandenburg. Neues AbL-Projekt zur entwicklungspolitischen Neuorientierung der EU- Agrarpolitik, gemeinsames Projekt mit Germanwatch, unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren gewinnt den Aufbereiterprozess vor dem EuGH in Luxemburg Das AbL-Verlagsbuchprojekt „Verliebt Trecker fahren“ von unserem AbL-Mitstreiter Matthias Stührwoldt entwickelt sich zu einem Bestseller und erscheint in der zweiten Auflage. Die AbL ist aktiv bei einer Treckerdemonstration und Kundgebung anlässlich der Bund-Länder-Agrarministerkonferenz in Osnabrück und bei einer bundesweiten Großdemonstration für gentechnikfreie Landwirtschaft in Stuttgart. Ebenfalls Aktionen beim Futtermittelhandel für gentechnikfreie Futtermittel. AbL-Bundesvorstand legt Positiponspapier zur Reform der EU-Zuckermarktordnung vor.

2005

Die AbL startet Kampagne zur Rettung der beliebten Kartoffelsorte „Linda“. AbL-Bauerntag in Dresden AbL legt Klage beim Landgericht Berlin gegen die BVVG-Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH ein wegen ungerechter Flächenvergabe.

AbL erstellt zusammen mit Greenpeace eine Zusammenstellung der Futtermittelfirmen in Deutschland, die zertifiziert gentechnikfreies Futtermittel liefern können. AbL richtet ab Februar 2005 eine Betreuungs- und Beratungsstelle für gentechnikfreie Regionen in Deutschland ein. Dieses Projekt wird unterstützt vom Bundesamt für Naturschutz und läuft in Zusammenarbeit mit dem BUND und dem Institut für Arbeit und Wirtschaft in Bremen. „Aktion gentechnikfreier Maisacker“ mit Greenpeace vor dem Bundessortenamt in Hannover wegen drohender Zulassung von Genmaissorten. Aktion mit Futtermittelsäcken und Kühen vor der Raiffeisenzentrale in Bonn für gentechnikfreies Futter.

AbL unterstützt die Aktionen im Bundesgebiet für einen höheren Milchpreis. Ebenfalls aktive Unterstützung für das Projekt „Erzeugerfairmilch“ (5 Cent pro kg mehr für die Bauern) von der Upländer Bauernmolkerei. In der AbL-Bundesgeschäftsstelle wird die Koordinationsstelle für das Europäische Netzwerk der Milchviehhalter-Verbände eingerichtet.

AbL-Bundesvorstand legt Positionspapier zur internationalen Agrarhandelspolitik vor: „Fairplay im Agrarhandel“. Mit der Entwicklungshilfeorganisation German Watch bearbeitet die AbL das Projekt „Entwicklungspolitische Neuorientierung der Europäischen Agrarpolitik“. Mit „Brot für die Welt“ organisiert die AbL einen zweiwöchigen internationalen Landfrauenkongress.

Der AbL-Bundesvorstand legt nach den Neuwahlen zum Deutschen Bundestag ein AbL-Positionspapier zu den Koalitionsvereinbarungen vor.

Mit Banafair und attac führt die AbL eine Aktion vor der LIDL-Hauptzentrale in Neckarsulm durch: „Lidl verramscht Nahrung, Umwelt und Menschenrechte“. Im Dezember findet ein Gespräch mit LIDL-Chef Gehring statt, welches im Bereich Milch noch einmal vertieft werden soll.

2006

Zur Grünen Woche 2006 in Berlin veröffentlicht der AbL-Bundesvorstand den Aufruf „Die soziale Anbindung der Prämien-Zahlungen an den Faktor Arbeit jetzt durchsetzen!“ und fordert die Bundesregierung auf, die Verteilung der EU-Direktzahlungen an die Landwirtschaft offen zu legen. Die AbL beteiligt sich an der weltweiten Kampagne die „Terminator-Technologie“ beim Saatgut zu verbieten.Im März wird die „Bauernstimme“ 30 Jahre! Die AbL feiert ein schönes Jubiläumsfest auf dem Hof von Elli und Adi Lambke in Jameln (Wendland). Der AbL-Bundesvorstand führt Gespräche mit Bundesminister Seehofer und allen Staatssekretären. Die AbL führt zusammen mit dem LINDA-Freundeskreis eine medienmäßig sehr beachtete Kampagne zum Erhalt der Kartoffel „LINDA“ (u.a. Beitrag in den „tagesthemen“ und mehrfach Berichte in allen überregionalen Zeitungen. Die AbL feiert das 10-jährige Bestehen der „Upländer Bauernmolkerei“. Die Interessengemeinschaft Nachbau gewinnt vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg die rechtliche Auseinandersetzung um die Nachbaugebührenhöhe.

2007

Die Pressekonferenz des AbL-Bundesvorstands zu Beginn der Grünen Woche 2007 hat den Schwerpunkt „Bäuerliche Qualitätserzeugung hat seinen Preis“ und stößt bei den Medien auf breite Resonanz. AbL-Bundesvorstand nimmt am „Milchgipfel“ von Bundesminister Seehofer teil und tritt für höhere Preise und Mengenregulierung ein. AbL unterstützt bundesweiten Aktionstag vom Bund Deutscher Milchviehhalter. Über 25.000 Bäuerinnen und Bauern demonstrieren vor den Molkereien für faire Erzeugerpreise.

AbL ruft auf, die CMA-Abgabe zu boykottieren. Medien greifen die Arbeit der CMA kritisch auf. AbL-Bundesvorstand führt Gespräch mit Bundesminister Seehofer.

AbL beteiligt sich an Rostocker Großdemonstration zum G-8-Gipfel in Heiligendamm und ist am Internationalen Landwirtschafts-Aktionstag mit Rednern auf der Kundgebung vertreten.

Die IG Nachbau gewinnt Nachbaugebührenprozess vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Die Nachbaugebühren dürfen maximal 50 % der Lizenzgebühren betragen.

Die AbL ist auf der Pressekonferenz der Upländer Bauernmolkerei vertreten, wo die Upländer die Erhöhung des Milcherzeugerpreises auf 40 Cent pro Liter Milch bekannt geben. Die AbL ist auf der Großdemonstration des Bund Deutscher Milchviehhalter in München vertreten, über 10.000 Bäuerinnen und Bauern demonstrieren für höhere Milcherzeugerpreise und Mengenregulierung.

AbL und Misereor geben eine internationale Milchstudie heraus und fordern Abschaffung der Exportsubventionen. Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul unterstützt die Forderung.

AbL gründet mit mehreren gesellschaftlichen Organisationen die Transparenzinitiative, die Empfänger der EU-Subventionsgelder sollen veröffentlicht werden. Erfolg: Die EU hat vorgeschrieben, dass die Höhe der Gelder und die Empfänger offen gelegt werden müssen.

BVVG: Die AbL stellt Strafanzeige wegen Verdachts auf Veruntreuung staatlichen Vermögens. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat die Anzeige abgewiesen.

Stärkung der bäuerlichen Biogasnutzung: AbL, Naturschutzbund Deutschland und Deutscher Verband der Landschaftspflege machen gemeinsames Projekt.

CMA: Die AbL fordert weiter die Abschaffung der CMA. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird voraussichtlich 2008 über den Absatzfonds verhandeln.

EU-Agrarreform: AbL bezieht Position zu den neuen Vorschlägen der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarpolitik und fordert die Staffelung der Zahlungen sowie die Anbindung an Arbeit. Die Bündnisarbeit in diesem Bereich wird mit Verbänden der Landwirtschaft, Umwelt-, Verbraucher-, Tierschutz und Dritte Welt fortgesetzt (gemeinsames Projekt mit der Stiftung Euronatur).

Die internationalen Projekte mit Brot für die Welt (Schwerpunkt Milch) und mit German Watch (Agrarsubventionen) werden auch 2008 fortgesetzt.

Gentechnik: Auf über 100 Veranstaltungen im Bundesgebiet hat die AbL referiert. Teilnahme an Anhörungen, Gespräche mit Politikern, Aktionen vor Ort. Die Koordinierung der gentechnikfreien Regionen und der Aktionsbündnisse sowie die Beratung von Bäuerinnen und Bauern werden fortgesetzt.

2008

Gentechnik: Wieder viele Veranstaltungen mit AbL-Beteiligung. Kritische Positionen zum Gentechnikgesetzt, das im Frühjahr verabschiedet wird. AbL arbeitet weiter aktiv am Runden Verbändetisch-Gentechnik mit und stimmt sich mit anderen Organisationen ab. Positionspapier zur gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora von BASF und Teilnahme an Anhörung in Bonn.

AbL ist Organisator einer internationalen Demonstration und Kundgebung in Bonn anlässlich der UNO-Konferenz zur Biologischen Vielfalt. Teilnahme am internationalen Kongress Planet Diversity. T

agung der AbL zur Ländlichen Entwicklung in Ostdeutschland Biofach-Messe: AbL mit Infostand bei der Upländer Bauernmolkerei.

Internationale Gäste über das Brot für die Welt-Projekt zu Gast auf AbL-Höfen.

AbL und Misereor veranstalten internationale Kartoffeltagung in Hannover.

Aktion vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium zu der Staffelung der Direktzahlungen.

Milch: AbL ruft auf, sich an der BDM-Urabstimmung zum Milchlieferboykott und zur Mengenregulierung zu beteiligen. AbLer beteiligen sich an BDM-Großveranstaltung in Brüssel. AbL-Vorsitzender Graefe zu Baringdorf spricht vor 4000 Milchbauern. Im Mai startet erstmals in der Geschichte ein Milchlieferboykott, organisiert vom BDM, sehr viele Milchbäuerinnen und Milchbauern beteiligen sich. AbL steht ohne wenn und aber zum Milchlieferboykott. AbL-Bundesvorsitzende Maria Heubuch und AbL-Bundesvorsitzender Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf sprechen auf BDM-Großkundgebungen in Freising und Berlin. Zahlreiche Veranstaltungen, Treffen, Aktionen mit AbL-Beteiligung. Wir organisieren Unterstützung gesellschaftlicher Gruppen. Teilnahme an den Milchgipfelgesprächen mit Bundesminister Seehofer. Sonderdokumentation der Bauernstimme (Juli/August-Ausgabe).

In Hessen gründet sich AbL-Landesverband AbL-Bauerntag in Bayern(Wiesmühl an der Alz), vor den bayerischen Landtagswahlen.

Neue Buchveröffentlichung im AbL-Verlag: „Nehmt und Euch wird gegeben“-Das ostdeutsche Agrarkartell. Autor ist der AbL-Aktivist in Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Jörg Gerke.