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Presse

21.03.17

AbL fordert von Schmidt, Gentechnik-Anbauzulassungen in Europa zu stoppen

17.03.17

Bauern-Aktionen in Kassel und Kiel zur erstmaligen Wahl in der Landwirtschaft

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Kampagne

Handelsbündnis

17.07.2013

Pressemitteilung

AbL fordert vom Bund die Neuordnung des BVVG-Bodenverkaufs

Aktion von Betroffenen vor BVVG-Zentrale in Berlin belegt erneut

Handlungsbedarf

Aus Anlass der heutigen Aktion von Jungbäuerinnen und Jungbauern vor der Berliner Zentrale der bundeseigenen BVVG (Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH) erneuert die AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) ihre langjährige Forderung nach einer grundlegend anderen Ausrichtung des Verkaufs und der Verpachtung von landwirtschaftlichen Nutzflächen, die sich im Eigentum des Bundes und auch der ostdeutschen Bundesländer befinden.

„Die bisherigen politischen Vorgaben zur Vergabe der bundeseigenen Agrarflächen und die Umsetzungspraxis der bundeseigenen Gesellschaft BVVG haben ganz wesentlich dazu beigetragen, dass in Ostdeutschland nach der Wende der Aufbau einer vielfältigen bäuerliche Landwirtschaft aktiv verhindert worden ist. Es ist höchste Zeit, diese für die ländlichen Entwicklung fatale politische Ausrichtung zu stoppen und grundlegend zu ändern.“ Das sagte heute der AbL-Vorsitzende Bernd Voß.

Der AbL-Beauftragte für Ostdeutschland und Bauer in Mecklenburg-Vorpommern Dr. Jörg Gerke ergänzt: „Nach der Wende waren in den ostdeutschen Bundesländern ursprünglich circa 40 Prozent der Agrarflächen in der Hand des Bundes. Weitere rund acht Prozent gehörten den Bundesländern und Kommunen. Alle Bundes- und Landesregierungen seit der Wende haben die Regeln für Verpachtung und Verkauf dieser Flächen ganz gezielt so gesetzt, dass der allergrößte Teil dieser Flächen von öffentlicher Hand an die Agrarfunktionäre der ehemaligen DDR-Großbetriebsstrukturen gegangen ist. Dem Wiedereinstieg und der Neugründung von privaten bäuerlichen Betrieben ist bewusst der Boden entzogen worden“, so Dr. Jörg Gerke.

Laut AbL bildet die daraus resultierende extreme Landkonzentration in Ostdeutschland die wesentliche Grundlage dafür, dass außerlandwirtschaftliche Investoren sich hier große Landkomplexe aneignen. „Eine breite Streuung der Nutzflächen in einer vielfältigen bäuerlichen Agrarstruktur ist der beste Schutz vor dem Ausverkauf des Bodens. Wir fordern Bundes- und ostdeutsche Landesregierungen daher dringend zu einer grundlegenden Änderung in der Flächenvergabe auf. Ziel muss der Aufbau einer vielfältigen bäuerlichen Landwirtschaft sein“, fordert der AbL-Vorsitzende Bernd Voß.