Anbau und Freisetzung
Freisetzungen
Neben dem kommerziellen Anbau finden immer wieder so genannte Freisetzungen im Rahmen des Zulassungsprozesses statt. Gerade auch gegen die Freisetzungsversuche regt sich vor Ort und bundesweit erheblicher Widerstand, weil die Sicherheitsvorkehrungen keinesfalls ausreichen und der Freisetzungszweck oft der Produktentwicklung – nicht etwa der Risikobewertung dienen. Deshalb verfassen wir zusammen mit anderen Organisationen Einwendungen gegen die Freisetzungsveruche.
Einwendung gegen KWS-Zuckerrüben-Freisetzungsversuche vom 2.2.2012 (272 KB) (H7-1), die KWS Saat AG möchte 2012 bis 2018 im vereinfachten Verfahren erneut Glyphosat-resistente gv-Zuckerrüben zu Versuchszwecken freisetzen. Ein breites Bündnis hat dagegen eingewendet
(Presseerklärung vom 7.02.2012). (31 KB) Desweiteren finden Sie den
Genehmigungsbescheid des BVL vom 16.03.2012 (3.8 MB) und das
Schreiben an das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt vom 28.03.2012 (47 KB).
Einwendung gegen die Freisetzung von GV-Zuckerrüben (55 KB) (H7-1) der Firma PLANTA GmbH (100%ige Tochter der KWS), an 4 Standorten: Dreileben (Sachsen-Anhalt), Northeim und Wetze (Niedersachsen), Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) für den Zeitraum 2008 bis 2011, GV-Zuckerrübe mit Resistenz gegen Glyphosat.
Stellungnahme und Einwendung zum geplanten Freisetzungsversuch mit GV-Weizen (211 KB) der Universität Rostock in Thulendorf (Kreis Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern) und Üplingen (Bördekreis, Sachsen-Anhalt) für den Zeitraum 2008 bis 2010, GV-Weizen mit Resistenz gegen Weizenflugbrand. Ein breites
Bündnis (45 KB) von über 130 Landwirtschaftsorganisationen, Züchtern, Saatguterzeugern, Mühlen, Bäckereien, anderen Verarbeitungsunternehmen, Ärzte-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie Stiftungen haben gegen die Freisetzung Einwendungen erhoben.
Einwendung gegen die Freisetzung einer GV-Pharmaerbse (83 KB) der Firma Novoplant GmbH in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) für 2007. Die GV-Erbsen sollen ein Medikament gegen Durchfallerkrankungen bei Schweinen produzieren und direkt im Futter eingesetzt werden.
Hintergrundpapier (384 KB) des Umweltinstituts München.
Stellungnahme und Einwendung gegen die Freisetzung von GV-Weizen (212 KB) des Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) auf dem Gelände der Genbank in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) für den Zeitraum 2006 bis 2008, GV-Weizen mit verändertem Proteingehalt und Herbizidtoleranz. 100 Bäcker, Mühlen, Zulieferbetriebe, Züchter sowie Landwirtschafts- und Umweltverbände haben gegen die Freisetzung Einwendungen erhoben
1 (34 KB).
Hintergrundpapier zur Freisetzung von GV-Sommerraps (149 KB) der Universität Rostock in Groß Lüsewitz / Gemeinde Sanitz für den Zeitraum 2006 bis 2008, GV-Raps mit Gen zur Resveratrol-Bildung, Reduktion des antinutritive Sinapins sowie Herbizidresistenz.
Anbau
In Deutschland darf im Jahr 2010 nur die GVO-Kartoffel Amflora angebaut werden. Sie ist in Zepkow (Mecklenburg-Vorpommern) auf 20 Hektar angemeldet. Amflora ist die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel der BASF. Amflora ist am 2. März 2010 von der EU-Kommission trotz gesundheitlicher, ökologischer und ökonomischer Risiken zum Anbau zugelassen worden. Die erste Anbauzulassung für eine GVO-Pflanze in der EU seit 12 Jahren. Nirgendwo sonst auf der Welt werden gentechnisch veränderte Kartoffeln kommerziell angebaut. Entsprechend fehlen auch jegliche Erfahrungen mit dem kommerziellen Anbau von GV-Kartoffeln. Die Stärkeindustrie hat sofort nach der Zulassung Bedenken angemeldet. Dir Regierung in Österreich hat den Anbau von Amflora bereits verboten.
aktuelles Hintergrundpapier "Amflora" (April 2010) (1.0 MB)
ausführliches Hintergrundpapier zur "Amflora" (2009) (5.6 MB)

