Presse

25.01.12

Eiweißstrategie braucht echte Anreize zum Anbau

21.01.12

Demo „Wir haben es satt“: 23000 Menschen verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik

Mitgliedschaft & Spenden

Die Arbeit für eine bäuerliche Landwirtschaft

unterstützen Sie hier

Bauernstimme

Hier geht es zu unserem

 ABL-Verlag

Keine faulen Kompromisse bei der Gentechnik!

Wer die Nulltoleranz kippt – rüttelt an der Wahlfreiheit

Keine Kontaminations-Schwellenwerte für nicht zugelassene GVO

Der Gentechnik-Reisskandal LL601 und der aktuelle Gentechnik-Leinsamenskandal zeigen, genauso wie die Verunreinigungen bei den Futtermittelimporten, dass die Gentechnik-Industrie bewusst Kontaminationen verursacht bzw. nichts im Griff hat und die sogenannte „Koexistenz“ unmöglich ist. Bauern- und Umweltverbände fordern die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, an der in der EU gesetzlich vorgeschriebenen Nulltoleranz nicht zu rütteln. Den gezielt gestreuten Fehlinformationen der Agrarindustrie, deren Kampagne sich zum Ziel gesetzt hat, die EU-Gesetzgebung auszuhöhlen, dürfen die Politiker in Deutschland und in Europa nicht länger auf den Leim gehen. Stattdessen erwarten wir, dass sie sich klar und deutlich für das Recht auf eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft einsetzen und somit eine tatsächliche Wahlfreiheit für Bauern und Bürger sicher stellen. 

Das von der Agrarindustrie gepushte Szenario, wenn die EU nicht endlich die Nulltoleranz für nicht zugelassene GVO aufheben würde, drohe der Futtermittelnotstand, hält einer Überprüfung nicht stand wie das  aktuelle Hintergrundpapier zur Beibehaltung der Nulltoleranz (446 KB) der gentechnikkritischen Bauern- und Umweltverbände zeigt: Es gibt nur wenige Fälle und geringe Mengen von verunreinigten Futtermitteln. 90% der Verunreinigungen haben nur ein Land als Verursacher: die USA. Brasilien und Argentinien - nach den USA die Nummer zwei und drei im Anbau von gentechnisch veränderter Soja - haben keinerlei Verunreinigungen mit nicht zugelassenen GVO verursacht. Der Anteil der US-Soja-Lieferungen in die EU spielt nur eine untergeordnete Rolle. Entgegen den Szenarien liefert die USA weiter in die EU. Und: Auch die USA ihrerseits ist nicht gewillt, von ihren Behörden nicht zugelassene GVO ungeprüft ins Land zu lassen.

Gentechnikfreie Futtermittel

Gentechnikfreie Futtermittel: gibt’s nicht – haben wir nicht - zu teuer!  

Diese oder ähnliche Antworten bekommen Bäuerinnen und Bauern, die bei ihrem Landhandel nach gentechnikfreier Soja fragen. Dabei kann alleine Brasilien nach wie vor Europa mit gentechnikfreier Soja beliefern – sofern es denn nachgefragt wird.  

Hier fordern wir den Raiffeisenverband seit Jahren auf, endlich eine faire Informationspolitik zu fahren und auch gentechnikfreie Soja anzubieten. Werbung betreiben die wenigsten Werke, eine  Futtermittelliste des Raiffeisenverbandes (54 KB) macht aber Mut – in jedem Werk lieferbar.  

Am besten ist es, die Nachfrage vor Ort zu bündeln und Einkaufsgemeinschaften zu gründen. Hiermit haben Berufskollegen gute Erfolge erzielt, plötzlich sind ihnen Futtermittelwerke, für die es nach Anfrage nicht möglich erschien hinterhergelaufen, sobald andere Futtermittellieferanten hier zugänglicher waren. Also nicht abschrecken lassen sondern fordern.  

Hier haben wir auch eine globale Verantwortung. Wir wollen keine Gentechnik auf dem Acker - weder hier noch in Übersee!

Gewusst wo - Bezugsquellen GVO-freie Futtermittel

Sie möchten Ihre Tiere ohne GVO-Pflanzen füttern, wissen aber nicht ob und wo Sie entsprechendes Futter beziehen können? Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft hat es für Sie in Kooperation mit Greenpeace herausgefunden. Im November 2004 haben wir eine Umfrage zu Futtermitteln in ganz Deutschland gestartet - rund 180 Futtermittelhändler und -hersteller wurden befragt, ob sie ungekennzeichnete Futtermittel fest im Angebot haben oder auf Nachfrage liefern können. Für Bayern haben wir die Ergebnisse einer schriftlichen Umfrage des Bund Naturschutz Bayern e.V. zu Grunde gelegt.

Alle Ergebnisse haben wir für Sie sortiert nach Liefergebiet zusammen gestellt. Die Angaben beruhen auf mündlichen Aussagen. Die Listen sind nicht mehr top aktuell, bieten aber einen guten Anhaltspunkt, wo man gentechnikfreie Futtermittel beziehen kann. Auch andere Futtermittelwerke in der Region sollten angefragt werden.

Bezugsquellen für Rinder-, Schweine- und Geflügelfutter ohne GVO-Kennzeichnung sortiert nach Liefergebiet:

 Liefergebiet Region Nord (194 KB) (Schleswig Holstein, Mecklenburg Vorpommern, Niedersachsen, Nordbrandenburg)

 Liefergebiet Region Süd (215 KB) (Bayern, Baden-Würtemberg)

 Liefergebiet Region Ost (193 KB) (Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg Vorpommern)

 Liefergebiet Region West (151 KB) (Nordrhein-Westfalen, Rheinlandpfalz, Saarland, Hessen)

Eine Liste der Anbieter für Öko-Futtermittel finden Sie unter: www.oekolandbau.de

Wir nehmen gerne weitere Adressen auf

Sie sind Futtermittelhändler und können Futtermittel ohne GVO-Pflanzen anbieten, finden Ihre Firma aber nicht auf unseren Listen?

Melden Sie sich bei:

AbL e.V., Annemarie Volling, Tel: 04131/400720, Fax: 04131/407758,
mail:  gentechnikfreie-regionen[at]abl-ev.de