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Presse

04.12.16

Verbände fordern: Bundesregierung muss „Gen-Drive“ Moratorium und wirksame Maßnahmen gegen unkontrollierte Ausbreitung von GVO erwirken

01.12.16

TTIP und CETA bedrohen die bäuerliche Landwirtschaft

Unabhängige Bauernstimme

Mensch Macht Milch

Kampagne

Handelsbündnis

10/2016 Bauern lehnen Gentechnik-Flickenteppich ab

Anfang Oktober hat Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt seinen 3. Entwurf zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes vorgelegt mit dem Ziel, die opt/out-Richtlinie der EU in nationales gesetz umzusetzen. Die AbL begrüßt, dass es in der Bundes­re­gierung nun wieder Bewegung gibt in dieser Frage. Allerdings wird das Ziel, den Schutz der gen­tech­nikfreien Land- und Lebensmittelwirtschaft, der Imkerei und der Saatgutzüchtung sicherzustellen, damit nicht erreicht. Bundes­weite Anbauverbote, werden entgegen der Ankündigungen durch den Entwurf nicht gesichert. Vielmehr will der Bund die Verantwortung sowohl in Phase 1 und 2 letztendlich wieder einmal auf die Länder abschie­ben.

Die AbL-Stellungnahme lesen Sie_ hier (163 KB).

Einen Artikel dazu in der Bauernstimme_ hier (87 KB).

Unsere Pressemeldung_ hier.

10/2016 Geplante Anbauzulassungen verhindern

Die EU-Kommission plant, noch in diesem Jahr drei GV-Maissorten zum Anbau in der EU zuzulassen. Die Abstimmung der Mitgliedstaaten findet voraussichtlich am Mitte November statt. Wird bei der Abstimmung – wie eigentlich üblich – keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Anbau erzielt, kann die Kommission über den Anbau allein entscheiden. 

Es handelt sich um drei alte GV-Mais-Sorten, die längst nicht mehr in amerikanischen Saatgutkatalogen auftauchen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass ihre Eigenschaft - eine Insektengiftigkeit - nicht funktioniert. In Europa nimmt der eh schon sehr geringen Gentechnik-Anbau ab - in Spanien im letzten Jahr um minus 18%.

Die AbL hat Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt, Umweltministerin Hendricks und Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, die Zeichen der Zweit erkennen und bei der geplanten europaweiten Zulassung mit Nein stimmen! Enthaltung reicht nicht, weil die EU-Kommission ein klares Signal braucht: Den Schutz der gentechnikfreien Land- und Lebensmittelerzeugung, Imkerei und Saatguterzeugung erreichen wir nur, wenn der Anbau in Europa (und weltweit) verhindert wird.

Ein ausführlicher Artikel zu den neuen GV-Maissorten und warum Deutschland mit Nein stimmen muss finden Sie  hier (172 KB).

9/2016 Neue Gentechniken durch die Hintertür abgeleht

Bislang hat die EU-Kommission ihre schon für letztes Jahr angekündigte rechtliche Einschätzung der sog. "Genome Editing"-Verfahren immer wieder verschoben. Ein Grund könnte sein, dass die Kommission zumindest eine der neuen Techniken als Gentechnik eingestuft hat. Dagegen haben die europäische und amerikanische Saatgutindustrie aber auch US-Regierungsvertreter lobbyiert, was interne Kommissionsberichte zeigen. Mehr dazu  hier (96 KB).

Bei einer Fachtagung zu den neuen Techniken im Bundestag hat die AbL dargelegt, dass die neuen Züchtungstechniken aus wissenschaftlicher und rechtlicher Sicht als Gentechnik einzustufen sind. Zum Vortrag  hier (111 KB). Weitere Vorträge des Fachforums  hier

Langfristig sind keine vitalen Pflanzen durch Gentechnik, auch nicht durch die neuen Gentechnik-Verfahren möglich. Dies zeigt Hans-Joachim Barnier am Beispiel Apfelzüchtung in der Bauernstimme auf  hier (184 KB).

Was unterscheidet die neue von den alten Gentechniken? Warum ist präzise nicht sicher? Mehr dazu  hier (94 KB) und  hier (125 KB). 

Neue Gentechnik-Verfahren bei Nutztieren_ hier (125 KB).

8/2016: CETA - Der Versuch Landwirtschaft weiter zu globalisieren, bäuerliche Märkte zu zerstören und Gentechnik hoffähig zu machen

In den geplanten Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) und Kanada (CETA) spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle. Bei den Verhandlungen um TTIP zeigen bisherige Texte und Studien, dass sowohl der Fleisch- als auch der Milchmarkt in Europa massiv unter Druck geraten werden, aber auch wertvolle europä­i­sche Standards auf dem Spiel stehen.  

In der Gentechnik-Politik dies- und jenseits des Atlantiks gibt es grundlegende Unterschiede im Umgang mit gentechnisch verän­der­ten (GV) Pflanzen, wie etwa das Vorsorge- versus dem Nachsorge­prin­zip. Mit CETA soll ein Dialog für den Bereich Biotechnologie etabliert werden, in dem Gesetzes­vor­haben vorab besprochen werden sollen mit dem Ziel, „handelsschädigende Auswirkun­gen von Regulie­rungsverfahren zu minimieren“. Dies wird die Vertragspartner in Zukunft daran hindern, strengere Schutzstandards eigen­ständig zu entwickeln. Davon profitiert die Gentechnikindustrie in der EU und in Amerika.

Zur ausführlichen AbL-Analyse des CETA-Vertrags an den Beispielen Marktzugang, Geographische Herkunftsangaben udn Gentechnik_ hier (336 KB).

Kippt CETA das Vorsorgeprinzip? Mehr dazu_ hier (114 KB).

8/2016: Die Welt braucht keinen „Goldenen Reis“, sondern gerechten Zugang zu Ressourcen

Gemeinsame Gegenstellungnahme umwelt-, landwirtschaftlicher- und entwicklungspolitischer Organisationen der AG Landwirtschaft und Ernährung des Forum Umwelt und Entwicklung zum Brief der Nobelpreisträger zur Unterstützung der Präzisions-Landwirtschaft (Genetisch Modifizierte Organismen, GMOs) vom Juni 2016

Wäre Hungerbekämpfung in erster Linie durch eine globale Mengensteigerung möglich, wie die Chemiker*innen, Physiker*innen und Mediziner*innen suggerieren, müsste heute niemand mehr Hunger leiden. Denn wir produzieren schon heute mehr Kalorien, als für die Ernährung der Weltbevölkerung nötig wären. Die  gemeinsame Gegenstellungnahme (471 KB) stellt einige Punkte klar.  

6/2016 Verbreitung von Gentechnik-Raps stoppen

Bundesländer müssen Flächen mindestens 20 Jahre überwachen

In einer gemeinsamen Presseerklärung und Briefen fordern die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die IG-Saatgut und das Gen-ethische Netzwerk die zuständigen Ministerien der betroffenen Bundesländer auf, die mögliche Verbreitung von gentechnischen Verunreinigungen durch die Aussaat von gentechnisch verunreinigtem Winterrapssaatgut zu stoppen.

In acht Bundesländern sind im Rahmen von Sortenprüfungen gentechnisch verunreinigter Winterraps ausgesät worden. Der Herbstaufwuchs und der Frühjahresdurchwuchs sind beseitigt worden. Entscheidend ist nun, dass die Bundesländer dafür sorgen, dass die Nachkontrollen auf den betroffenen Standorten für 20 Jahre sicher gestellt werden. Die ersten Antworten auf unsere Briefe sind unzureichend. AbL, IG-Saatgut und das GeN fordern die verantwortlichen Politiker auf, für eine konsequente und strenge Nachkontrolle zu sorgen. 

Zur Pressemeldung_ hier (101 KB).

Zur Übersicht der von der Verunreinigung betroffenen Standorte und Maßnahmen der Bundesländer  hier.  (88 KB)

6/2016: McIntyre Bericht ablehnen!

Am 7. Juni wird das Europaparlament über den sogenannten McIntyre-Bericht abstimmen. Den hat die AbL kritisiert und in einem gemeinsamen Brief die Europaabgeordneten aufgefordert, den Bericht abzulehnen. Anders als der Titel vermuten lässt, bringt der Bericht keine nachhaltigen Lösungen für die Landwirtschaft und Ernährung zukünftiger Generationen, sondern empfiehlt eine weitere Technikorientierung und Rationalisierung in der Landwirtschaft. Auch der vermehrte Einsatz von neuen, gentechnischen Züchtungsmethoden wird gefordert, deren Risiken noch nicht erforscht sind. Der Bericht plädiert für eine Nichtregulierung der neuen gentechnischen Methoden, statt die Risiken genau zu prüfen, sie zu erfassen und zu regulieren.

Der gemeinsame Brief findet sich  hier (232 KB). 

Der McIntyre-Bericht über technische Lösungen für die nachhaltige Landwirtschaft in der EU (A8-0174/2016) findet sich  hier.

2/2016: Keine Gentechnik durch die Hintertür! Neue Gentechnik-Verfahren sind als Gentechnik einzustufen und zu behandeln.

 

In den letzten 10 bis 15 Jahren wurden verschiedene neue molekulare Techniken für die Pflanzen- und Tierzucht entwickelt. Die daraus entstehenden Produkte beginnen auf den Markt zu drängen, etwa der herbizid­resistente Raps des US Biotech-Unterneh­mens CIBUS. Dabei wird mit unterschiedlichen Techniken auf molekularer Ebene auf neuartige Weise in das Erbgut und in den Stoffwechsel von Organismen eingegriffen unter Bedingungen, die natürlicherweise nicht vorkommen. Dies kann Verän­derungen in den Nukleinsäuren der Gene, aber auch in den Methylgruppen einzelner Nukleinsäuren bewirken. Die Grenzen der Machbarkeit haben sich deutlich erweitert und erfordern einen klaren regulatorischen und politischen Rahmen.

In ihrem  aktuellen Positions- und Hintergrundpapier (248 KB) kommt die AbL zu der Auffassung, dass die neuen Verfahren sowohl rechtlich als auch naturwissenschaftlich als Gen­technik einzustufen sind. Dies machen auch zwei Rechtsgutachten von Prof. Dr. Ludwig Krämer und Prof. Dr. Dr. Tade Matthias Spranger deutlich. Mit den neuen Verfahren wird auf molekularer Ebene auf neuartige Weise in das Erbgut und den Stoffwechsel von Organismen eingegriffen. Zum Teil handelt es sich um die alten Risiken der klassischen Gentechnik, es kom­men aber auch ganz neue Risiken hinzu. Es ist viel zu wenig über die mittel- und langfristigen Folgen der Techniken sowohl im verän­derten Organismus als auch in Interaktion mit der Umwelt oder in der Nahrungskette bekannt. Selbst die Entwickler geben zu, dass sie die genauen Mechanismen nicht verstehen. Besonders im Medizinbereich werden die neuen Techniken „als Revolution“ angesehen, gleichzeitig wird darauf verwiesen, dass es erheb­lichen Forschungsbedarf gibt, weil Unklarheiten bezüglich der Selektivität, Zielgenauigkeit und Sicher­heit der neuen Techniken bestehen. Forschung, Entwicklung und vor allem Anwendung stehen noch ganz am Anfang – Auswirkungen der Technik und der Art der Insertion sind völlig unklar. Diese Unsicherheiten gelten genauso für die Erzeugung von Lebensmitteln und sollten ernst genommen werden. 

Zum AbL-Positions- und Hintergrundpapier:  hier (248 KB)

Bewertung der neuen Gentechniken: Dr. Ricarda A. Steinbrecher: Gentechnik bei Pflanzen und die "Neuen Züchtungstechniken" (NZT)_ deutsche Übersetzung (227 KB)_  Englische Version (251 KB).  

Gemeinsames Verbände-Hintergrundpapier (3/2015)_ E hier (96 KB)

IG-Saatgut zu neuen molekularbiologischen Verfahren (3/2015)_ E hier (106 KB)

Hintergrund Testbiotech synthetische Biologie (1/2015)_ E hier (470 KB) 

Rechtsgutachten: 

Prof. Dr. Ludwig Krämer: Legal questions concerning new methods for changing the genetic conditions in plants_  hier  (133 KB)

Prof. Dr. Dr. Tade MAtthias Spranger: Legal Analysis of the applicability of Directive 2001/18/EC on genome editing technologies_ hier  (217 KB)

 

AbL-Positionspapier zu Glyphosat

AbL fordert: Wirkstoff Glyphosat nicht wieder zulassen

Beratung und Ausbildung muss alternative ackerbauliche Methoden bevorzugen

 Positionspapier (186 KB)

1/2016 Patente auf Leben stoppen!

Patente auf Leben stoppen!

Justiz-Minister Maas muss Patente auf Leben stoppen - jetzt!

Bündnis startet Kampagne

Aufgrund einer umstrittenen Rechtspraxis des Europäischen Patentamts (EPA) droht 2016 eine Welle von Patenten auf Pflanzen und Tiere. Dies befürchten zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung und Verbraucherschutz. Am 18. Januar haben wir eine gemeinsame Kampagne gegen Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere gestartet: Campact, Kein Patent auf Leben, IG-Saatgut und die AbL. Wir fordern Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) auf, im Verwaltungsrat des EPA eine klare Entscheidung gegen derartige Patente zu erwirken. Bereits im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, dass bestehende Patentierungsverbot auf konventionelle Züchtungsverfahren durchzusetzen und die einschlägigen europäischen Vorschriften zu präzisieren. Die unsägliche Patentierungspraxis und der Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen muss gestoppt werden. Minister Maas muss jetzt tätig werden.

Mitmachen: Aufruf an Minister Maas  hier!

Eine aktuelle Recherche im Auftrag von „Keine Patente auf Saatgut!“ zeigt, dass allein in 2015 etwa hundert Patentanmeldungen auf konventionell gezüchtete Pflanzen eingereicht wurden - darunter Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis, Soja, Kartoffeln aber auch Tomaten, Kohlpflanzen und Zwiebeln. Hier gehts zur Kurzfassung und zum E ausführlichen Patentbericht.

12/2015: Gentechnisch verunreinigter Raps ausgesät und vernichtet

Ende Oktober wurde bekannt, dass in England und Schottland konventioneller Winterraps mit gentechnischen Verunreinigungen ausgesät wurde.Mittlerweile ist bekannt, dass dies auch in anderen Mitgliedstaaten Europas passiert ist.

Es handelt sich um kleine Parzellen. Auf diesen Flächen hatte eine französische Saatzuchtfirma Prüfungen für die Sortenregisteranerkennung ihrer konventionellen Winterrapssorte durchgeführt – Europaweit sollen es 150 Parzellen sein!

Auch Deutschland ist betroffen. Insgesamt 48 Parzellen mit jeweils 10 m² verteilt auf 10 Standorte. Betroffen sind die Bundesländer Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Laut BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) haben die zuständigen Landesbehörden aller 8 Länder Maßnahmen veranlasst, die betroffenen Parzellen zu zerstören. Zudem sind Kontrollmaßnahmen angeordnet worden, so dass auch nachfolgend kein GV-Raps zur Blüte gelangen soll. Wo die Flächen sind, ob die Nachbarn informiert worden sind, welche Schritte die Landesbehörden unternehmen, um weitere Verunreinigungen auszuschließen, dass hat die AbL zusammen mit der IG-Saatgut und dem Gen-ethischen Netzwerk bei den Landwirtschaftsministern der jeweiligen Länder abgefragt. Bislang haben wir noch keine Antwort erhalten.

Verunreinigt ist eine konventionelle Winterrapssorte mit dem Raps-Event OXY-235 von Bayer Crop Science (Herbizidresistenz gegen Bromoxynil). Dieser GV-Raps ist in Europa weder für den Anbau noch für den Import zugelassen. Die französische Saatgutfirma RAGT rätselt anscheinend selber, wie die Verunreinigung passiert sein kann, sie habe nie mit GV-Sorten gearbeitet. Alle 150 Parzellen seien zerstört worden und sämtliche Saatgutreste der Hybrid-Sorte sowie beide Elternlinien seien zerstört worden, so der Direktor.

Entwickelt hat das trait Rhone-Poulenc. Das Patent gehört Bayer Crop Science. Bayer ist an der Aufklärung beteiligt. Der GV-Raps OXY-235 hat lediglich eine Anbauzulassung in Kanada und Japan, allerdings sei er nur 2000 und 2001 vermarktet worden, da sich die Eigenschaft nach kurzer Zeit als wenig interessant entpuppt hatte. Derzeit wird untersucht, ob das frühere französische Züchtungsunternehmen Serasem, das 2011 von RAGT aufgekauft wurde, Versuche mit OXY-235 durchgeführt hat. Angemeldet waren diese gewesen.

Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Gentechnik nicht koexixtenzfähig ist. Selbst durch Versuchsanbau, der aus Behördensicht "sicher" ist, kann Gentechnik auskreuzen. Bei Raps ist das besonders problematisch, da sein Pollen Kilometerweit fliegt, Insekten die gelben Blüten umschwärmen und das Saatgut mindestens 15 Jahre lang keimfähig im Boden lagern kann.

11/2015: 17 plus 4: Kein Gentechnik-Anbau!

17 der 17 Mitgliedstaaten und 4 Regionen, die ein opt/out bei der EU-Kommission beantragt haben, dass auf ihrem Territorium der Anbau der zur Zulassung anstehenden GV-Maissorten ausgeschlossen wird, haben die Zustimmung der betreffenden 3 Konzerne bekommen. Nach Griechenland und Lettland sind es auch Frankreich, Österreich, Kroatien, Ungarn, Polen, Niederlande, Litauen, DEutschland, Zypern, Slowenien, Bulgarien, Italien, Dänemark, Luxemburg und Malta. Auch die 4 Regionen Wallonien, Nord-Irland, Schottland und Wales sind ausgenommen. Ein Erfolg der gentechnikfreien Bewegung in den Mitgliedstaaten!

Eine aktuelle Zusammenstellung der Staaten, die opt/out nutzen wollen und die Reaktion der Konzerne finden Sie  hier (93 KB). Zur Karte gehts  hier (463 KB).    

11/2015 update: 9 von 17 Mitgliedstaaten und 4 Regionen bekommen Zustimmung der Konzerne

9 der 17 Mitgliedstaaten, die ein opt/out bei der EU-Kommission beantragt haben, dass auf ihrem Territorium der Anbau der zur Zulassung anstehenden GV-Maissorten ausgeschlossen wird, haben die Zustimmung der betreffenden 3 Konzerne bekommen. Nach Griechenland und Lettland sind es auch Frankreich, Österreich, Kroatien, Ungarn, Polen, Niederlande und Litauen. Auch die 4 Regionen Wallonien, Nord-Irland, Schottland und Wales sind ausgenommen. Offen ist die Konzernentscheidung bei 8 Mitgliedstaaten: Zypern, Slowenien, Deutschland, Bulgarien, Italien, Dänemark, Luxemburg und Malta.

Eine aktuelle Zusammenstellung der Staaten, die opt/out nutzen wollen und die Reaktion der Konzerne finden Sie  hier (93 KB). Eine Karte  hier (463 KB).    

10/2015 17 EU-Staaten und 4 Regionen wollen keine Gentechnik! Bislang 5 Mitgliedstaaten erfolgreich

17 von 28 EU-Mitgliedstaaten (Lettland, Griechenland, Kroatien, Frankreich, Österreich, Un­garn, Polen, Niederlande, Litauen, Zypern, Slowenien, Deutschland, Bulgarien, Italien, Däne­mark, Luxemburg, Malta) und 4 Regionen (Schottland, Nordirland, Wales und Wallonien) aus zwei weiteren Staaten wollen den Anbau von Gentechnik in ihrem Territorium verhindern. Deshalb haben sie einen entsprechenden Antrag an die Kom­mission gestellt. Darin werden die betreffenden Konzerne aufgefor­dert, das entsprechende Hoheitsgebiet von der bean­tragten europaweiten Zulassung ihrer Gentechnik-Maissorten auszunehmen. Genutzt haben die Mitglied­staaten die Übergangsphase der neuen EU-opt/out Richtlinie, die am 3. Oktober endete. Damit haben sich 21 Mitgliedstaaten und Regionen politisch entschieden, dass sie faktisch keine Gentechnik in ihrem Hoheitsgebiet anbauen wollen. Das ist ein großer Erfolg der gentechnik-kritischen Bewegung in den Mitgliedstaaten. 

Die Anträge werden von der EU-Kommission an die betroffenen Gentechnik-Konzerne Mon­santo, DuPont und Syngenta weitergeleitet. Diese können innerhalb von 30 Tagen ent­schei­den, ob sie diese Mitgliedstaaten von der erwünschten europaweiten Anbaugenehmi­gung ihrer ursprünglich acht GV-Pflanzen streichen. Die AbL lehnt diese Phase 1 ab. Georg Janßen, AbL dazu: „Dieses Vorgehen ist kritisch zu sehen, da die Kon­zerne nicht verpflichtet sind, den erwünschten Anbauverboten der Mitgliedstaaten nach­zukommen. Darüber hinaus erteilt man den Konzernen ein formalisiertes Mitsprache­recht beim Zulassungsprozess. Das  untergräbt die Souveränität der Staaten und ist ein Vorgeschmack auf immer weiter reichende Konzernrechte, wie sie auch bei den geplanten Freihandels­ab­kom­men TTIP und CETA vorgesehen sind.“  

Auf der Internetseite der EU ist zu lesen, dass die Konzerne bislang bei Griechenland, Lettland, Frankreich, Österreich und Kroatien reagiert haben. Die Territorien dieser Länder sind bei den geplanten GV-Mais-Anbau-Zulassungen ausgenom­men. Monsanto hatte dies bereits im August für Griechenland und Lettland angekündigt. Die anderen Anfragen sind erst später eingereicht worden und sollen fallweise geprüft werden. Ob die Konzerne dem Verbots-Ansinnen aller Mitgliedstaaten nachkommen, klärt sich voraussichtlich bis Anfang November.

Derweil hat der Schweizer Gentechnik-Konzern Syngenta zwei seiner vier beantragten GV-Maissorten zurückgezogen. Dies betrifft einerseits den Bt-Mais MIR 604 (Resistenz gegen Maiswurzelbohrer) sowie eine Kreuzung aus drei GV-Maissorten (Bt 11 x MIR 604 x GA 21), der neben der Insektengiftigkeit auch resistent gegen die Wirkstoffe Glyphosat und Glufosinat ist. "Die Entscheidung zum Rückzug wurde als Teil der Neubewertung des kommerziellen Potenzials dieser Produkte in Europa gemacht", begründete ein Sprecher des Schweizer Unternehmens den Schritt. Die Zulassungsanträge für die anderen beiden GV-Maissorten G21 und Bt11 hält Syngenta aufrecht. 

Deutschland hat – genauso wie die anderen Mitgliedstaaten - beantragt, dass das gesamte Hoheitsgebiet ausge­nom­men wird. Anders als die anderen Mitgliedstaaten hat das BMEL zudem alle 16 Bundesländer aufgeführt. Deutschland ist das einzige Land, welches inhaltliche Begründungen für ihre Aufforderung an die Konzerne auflistet. Deutschland ist auch der einzige Mitgliedstaat, der Forschungszwecke mit den betroffenen GV-Maissorten ausdrücklich erlauben will. Mehr zum Brief aus Deutschland finden Sie  hier.

Sollten die Konzerne dem Verbots-Ansinnen der Mitgliedstaaten nicht nachkommen, können diese in der sog. Phase 2, nach erteilter Anbauzulassung, ein Verbot erlassen. Dies muss begrün­det sein. Zudem bedarf es einer Umsetzung der EU-opt/out-Richtlinie in ein nationa­les Gesetz. Bislang haben erst Österreich und Frankreich ein solches Gesetz umgesetzt. In Deutschland gibt es weiterhin Streit, wer die Verbotskompetenz erhalten soll – der Bund oder die Länder.

Eine aktuelle Zusammenstellung der Staaten, die opt/out nutzen wollen und die Reaktion der Konzerne finden sie  hier (93 KB). 

Zur Karte geht es  hier.

 Hier ein Kommentar zu opt/out-Brief aus Deutschland

9/2015: Positionspapier: Glyphosat verbieten, Zulassungsverfahren für Pestizide grundlegend reformieren, nicht-chemischen Pflanzenschutz verstärkt fördern!

 

Glyphosat, der meistverkaufte Pestizidwirkstoff weltweit - und ein milliardenschwerer Markt - 5,46 Mill US-Dollar Umsatz im Jahr 2012. Glyphosat ist offenbar doch nicht so harmlos, wie lange behauptet. Dies macht die Einschätzung der International Agency for Research on Cancer (IARC), der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO), deutlich. Die IARC stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ und damit in die zweithöchste Gefahrenstufe ein E (Link zur Monographie). Zahlreiche wissenschaftliche Studien deuten zudem darauf hin, dass von Glyphosat weitere gravierende Gesundheitsgefahren ausgehen.

Bislang hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das im Auftrag der EU die Risikobewertung für Glyphosat durchführt, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in seiner Bewertung nicht  berücksichtigt. Eine aktuelle E Untersuchung des Toxikologen Peter Clausing im Auftrag des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN) und der Organisationen Campact zeigt, dass das BfR in seinem Bericht wichtige unabhängige Studien, die die Glyphosat-Gefahren benennen, nicht berücksichtigt oder fehlerhaft auswertet. Der BfR-Bericht ist  wesentliche Grundlage für die Entscheidung, ob Glyphosat in der EU für weitere zehn Jahre oder länger zugelassen wird. Die Zulassung läuft Ende 2015 aus, Glyphosat durchläuft gerade einen Wiederzulassungsprozess. Der E BUND zeigt in seiner Analyse das Verfahren der Pestizidzulassung auf - aber auch die enge Verzahnung der Zulassungsbehörde mit der Pestizidindustrie.

In einem  gemeinsamen Positionspapier (236 KB) fordert die AbL in einem breiten Bündnis, dass das Pestizid-Zulassungsverfahren grundlegend reformiert wird und Glyphosat im Sinne des Vorsorgeprinzips verboten werden muss. Alternativen gilt es zu stärken.

 

7/2015 AbL-Bewertung des überarbeiteten Entwurfs des BMEL zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes (opt-out im Anbau)

Flickenteppich weiterhin vorprogrammiert – Verantwortlichkeiten bleiben ungeregelt

Anfang Juni 2015 hat das BMEL einen überarbeiteten Entwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes vorgelegt. Vorgesehen ist nun, dass weiterhin vorrangig die Bundesländer für Einschränkungen des GVO-Anbaus zuständig sein sollen, aber nun könnte auch die Bundesregierung Anbauverbote erlassen. Zudem soll ein „Anbau­ausschusses“ eingerichtet werden.

In einer ausführlichen Analyse kommt die AbL zu dem Schluss, dass auch der überarbeitete Gesetzentwurf auf einen Anbauflickenteppich hinauslaufen würde. Er würde nicht zu einer entschlossenen Erteilung bundesweiter Anbauverbote durch den Bund führen, sondern würde diesen gerade im Wege stehen. Das würde die Rechtssicherheit von Anbauverboten nicht erhöhen, sondern schwächen. Auch der vorgesehene Anbauausschuss fördert nicht die gesetzgeberische Stringenz, sondern hindert sie.

 AbL-Analyse zum 2. BMEL-Gentechnik-Gesetzentwurf (224 KB)

 Kommentar: "Die Gentechnikkanzlerin"

 Artikel in der Bauernstimme: "Schmidt zuckt - mehr nicht"

6/2015 Bundesweite vom Bund erteilte Anbauverbote durchsetzen

Nach wie vor sind die Bundesressorts im Streit darüber, wie die opt/out Richtlinie der EU umgesetzt werden soll. Insbesondere darüber, wer die Kompetenz haben soll, die Anbauverbote zu erteilen. Während Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt den Bundesländern diese Aufgabe übertragen will, plädiert das Bundesumweltministerium für bundeseinheitliche, vom Bund erteilte Anbauverbote.

Aktuell bekommt die festgefahrene Debatte Auftrieb, weil zwei neue Rechtsgutachten erschienen sind, die das BfN in Auftrag gegeben hat. Ein Drittes Gutachten haben 6 Bundesländer in Auftrag gegben. Alle drei Gutachten legen dar, dass bundesweite Gentechnik-Anbauverbote möglich und auch zielführender sind.  

Winter, G. (2015): E Nationale Anbaubeschränkungen und -verbote für gentechnisch veränderte Pflanzen und ihre Vereinbarkeit mit Verfassungs-, Unions- und Völkerrecht 

Willand, A., Buchholz, G., Meyer-Schwickerath, M. (2015)E Rechtsfragen einer nationalen Umsetzung der Opt-out-Änderungsrichtlinie 

Willand, A., Buchholz, G. (2015):  Spielräume für ein rechtssicheres Verbot des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) (436 KB)

 

 

Die Bauernstimme hat mit dem Umweltrechtlers Prof. Winter ein Interview geführt. Darin führt er eine Reihe von Verbotsgründen auf, die seiner Einschätzung nach „eigentlich ausschließlich durch bundesweite Maßnahmen umgesetzt werden können“. Das seien insb. umweltpolitische, agrarpolitische, sozio-ökonomische und ethische Gründe. „Zu den sozio-ökonomischen Gründen gehören insbesondere die erheblichen Kosten, die durch den Anbau von Gentechnik und die deshalb notwendige Koexistenzpolitik entstehen würden“, so der Wissenschaftler. Auch die langfristige Bewahrung der Wahlfreiheit für die Verbraucher sei ein zwingender Grund. Ein agrarpolitischer Verbotsgrund nach der EU-Richtlinie sei es, „den Trend zur Industrialisierung der Landwirtschaft aufzuhalten und stattdessen die bäuerliche und biologische Landwirtschaft zu fördern“.

Das vollständige Interview mit Prof. Winter kann hier  online oder  als pdf (93 KB) eingesehen werden. 

4 / 2015: Verbände fordern von Minister Schmidt: Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren!

27 Organisationen haben einen gemeinsamen Aufruf gegen den Anbau von Raps der Firma Cibus gestartet. Dieser Raps, der in seinem Erbgut so verändert ist, dass er dem Einsatz von Herbiziden widersteht, wird vom Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nicht ‚als gentechnisch verändert im Sinne des Gentechnikgesetzes‘ eingestuft. Bleibt es bei dieser Einstufung, könnten mit der RTDS-Technik veränderte Rapspflanzen in Deutschland ohne Sicherheitsprüfung, ohne Regulierung und ohne Kennzeichnung angebaut werden.

Bei der von der US-Firma Cibus entwickelten „Rapid Trait Development System“ (RTDS) wird das Erbgut von Pflanzen durch die Einführung kurzer, synthetischer DNA-Sequenzen (Oligonukleotide) verändert. Damit handelt es sich auch gemäß der EU-Gentechnikrichtlinie 2001/18 eindeutig um ein gentechnisches Verfahren. Risiken können derzeit nicht ausgeschlossen werden, es wird nicht einmal im Detail verstanden, wie die RTDS-Technik ihre Wirkung im Erbgut entfaltet. Deshalb fordern die Verbände Minister Schmidt auf, neuen Gentechnik-Verfahren keinen Freifahrtschein zu erteilen, den Bescheid des BVL zu widerrufen und die Freisetzung zu stoppen.

Zur  Unterschriftenliste und unseren Forderungen als pdf (732 KB) und zur  Möglichkeit online zu unterschreiben

Unterschriftenlisten können  hier bestellt werden.

  • gemeinsames Verbände-Hintergrundpapier (3/2015)_ hier (96 KB)
  • IG-Saatgut zu neuen molekularbiologischen Verfahren (3/ 2015)_ hier (106 KB)
  • Hintergrund Testbiotech synthetische Biologie (1/2015)_ hier (470 KB)

3/2015 Wir fordern klare Signale der Bundesländer:

JA zu einem bundesweiten, vom Bund erlassenen Gentechnik-Anbauverbot! 

Wir brauchen bundesweite, vom Bund erlassene Anbauverbote, wenn wir die gentechnikfreie konventionelle und ökologische Lebensmittelerzeugung – vom Saatgut über den Anbau bis zur Verarbeitung – und damit auch die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig sicherstellen wollen! Die Rechtssicherheit der Anbauverbote würde durch 16 womöglich unterschiedliche Umsetzungen des EU-Rechts in den Bundesländern nicht erhöht, sondern geschwächt. Dazu darf es nicht kommen. 

Gemeinsamer Verbändebrief an die Agrarminister Bund/Länder  hier (870 KB)

3/2015 Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren!

Verbände und Unternehmen legen Widerspruch gegen die unkontrollierte Freisetzung von genmanipuliertem Raps ein und veröffentlichen gemeinsame Forderungen  

„Verfahren, bei denen künstliches Erbgut zur Manipulation der Gene von Pflanzen oder Tieren ein­ge­setzt wird, sind nach EU-Recht eindeutig als Gentechnik einzustufen. Das Bundesamt für Verbraucher­schutz und Lebensmittelsicherheit muss seinen Bescheid, in dem es einen herbizidresistenten Raps der Firma Cibus nicht als Gentechnik einstuft, zurücknehmen - aus Vorsorgegründen und zum Schutz der gentechnikfreien konventionellen und ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft. Raps kreuzt in der Natur sehr schnell aus und kann seine Eigenschaften an andere Kulturpflanzen und Wildkräuter weiter geben, aber auch selbst zum Unkraut werden. Diese manipulierten Pflanzen sind weder kontrollierbar noch rückholbar. Landwirtschaftsminister Schmidt muss umgehend handeln“, sagt Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. im Namen der Verbände und Betroffenen.

Hier gehts zur  gemeinsamen Pressemeldung (54 KB) und hier zum  gemeinsamen Forderungspapier (661 KB)

2/2015 Alles klar für Clearfield-Raps? AbL und IG-Saatgut fordern Anbauverbot

Auf 26.000 Hektar wird mittlerweile Clearfield®-Winterraps (CL-Raps) angebaut. Wo genau die Flächen liegen, ist nicht bekannt und die BASF gibt hierzu auch keine Auskunft.

Clearfield

Das Clearfield®-System besteht aus Rapssorten mit einer Resistenz gegen den Wirkstoff Imazamox (ALS Hemmer, der die Acetolactat-Synthase hemmt). Dieser Wirkstoff ist zusam­men mit anderen Wirkstoffen im Herbizid Clearfield®-Vantiga D formuliert. Nach Aussagen der BASF ist die Resistenz beim CL-Raps mit Hilfe eines konven­tionellen Züchtungs­ver­fahrens (chemisch induzierte Mutagenese) in die Pflan­ze eingebracht worden.  

Resistenzentwicklung

Raps ist eine Kulturpflanze mit großem Ausbreitungs- und Auskreu­zungs­po­tenzial. Vor allem Ausfallraps ist bereits heute in fast allen Kulturen ein Problem. In Kulturen wie Getreide, Kartoffeln oder Mais können nach Anbau von CL-Raps gängige Spritzmittel gegen Ausfallraps nicht mehr verwendet werden, da die Präparate ebenfalls ALS-Hemmer enthalten. Bei Zuckerrüben ist der Anbau von CL-Raps noch problematischer, da die hol­zigen Raps-Stängel die Zerkleinerungsan­lagen der Zuckerrübenfabriken stilllegen können. Deswegen hat die Südzucker AG in ihrem Einzugsgebiet eine Branchenvereinbarung getroffen, dass die Landwirte dort auf den Anbau von CL-Raps verzichten.

Herbizidresistente Pflanzen fördern Resistenzen

Erfahrungsgemäß führt der Anbau von herbizidresistenten Pflanzen nicht zu weniger son­dern zu mehr Herbizideinsatz. Treten herbizidresistente Unkräuter oder Durchwuchs auf, werden andere und mehr Herbizide eingesetzt. Weltweit sind derzeit über 600 Fälle von Resistenzen gegen verschiedene Wirkstoffe bzw. -mechanismen bekannt. An absoluter Spitze stehen Un­krautarten, die gegen ALS-Hemmer resistent sind: 151 Arten! In Deutschland sind es bereits 13 Arten. Für die betroffenen Landwirte ist die Situati­on dramatisch: in den letzten 30 Jahren wurde kein neuer Wirkmechanismus bei Herbiziden entwickelt. Da keine Aussicht auf neue Präparate besteht, sollte zurückhaltend mit Spritzmitteln umgegangen werden, statt auf Züchtungen zu setzen, die auf den Herbizid-Einsatz ausgerichtet sind.

CL-Raps darf nicht angebaut werden

Anlässlich einer Anhörung zu Herbizidresistenten Pflanzen hat die AbL gemeinsam mit der IG-Saatgut und dem BUND eine kritische Stellungnahme zu Clearfield-Raps verfasst. Aufgrund der massiven Auskreuzungsgefahr fordern sie, dass der Anbau von CL-Raps bereits für die nächste Aussaat 2015/2016 verboten werden muss.

Hier gehts zur  AbL-Stellungnahme (148 KB) sowie zum  Technikfolgenbericht Clearfield (359 KB).

1 / 2015 AbL-Analyse: Rechtssichere Gentechnik-Anbauverbote oder schwacher Kompromiss?

Kritische Analyse des Kompromisstextes (vom 10. Dez. 2014) zur Änderung der Richtlinie 2001/18  (voraussichtliche Abstimmung vom EP am 13. Januar 2015 und kurz darauf der EU-Ministerrat)  

Über vier Jahre wurde in Brüssel eine sogenannte „Ausstiegsklausel“ (opt / out) verhandelt. Mit die­ser sollen Mitgliedsstaaten mehr Möglichkeiten bekommen, den Anbau einer für Europa zuge­las­senen gen­tech­nisch ver­änderten (GV) Pflanze auf ihrem Hoheitsgebiet ganz oder in Teilen verbieten zu kön­nen.

Die AbL-Analyse des Kompromisstextes zeigt:

• der Gesetzestext und die nun folgende Umsetzung in den euro­päischen Mitgliedstaaten wird kaum aus­­­rei­chen, um absehbaren Konzernklagen Stand zu halten

• eine Stärkung der Rechtssicherheit indem die Verbotsmöglichkeiten, wie vom Parlament gefordert, auf eine andere Rechtsgrundlage ge­stellt werden (Umweltrecht Art. 192) oder durch eine dezidierte Liste von Verbotsgründen, ist abgelehnt worden

• Positiv ist, dass GVO´s jederzeit verboten wer­den kön­nen – auch Gruppen von GVO´s (also Kulturen oder Eigenschaften)

• auch umweltpolitische Gründe können angeführt werden, diese können die Bewertung durch die Europäische Lebensmittelsicher­heits­­be­hör­de EFSA allerdings nur ergänzen

• Kritisch ist, dass Kon­zer­ne wei­terhin im Entschei­dungs­prozess beteiligt sind - zwar nicht mehr (wie vom Rat vorgesehen) verpflichtend - aber sie haben ein formalisiertes Mit­spracherecht im Zulassungs­pro­zess. Das ist bislang ein­malig. Ein Vorgeschmack auf vermehrte Konzern­rechte bei den geplan­ten Freihan­delsab­kommen TTIP und CETA? 

• die Einführung verpflichtender, wirksamer und sofort umzusetzender Koexistenzmaßnahmen sowie ein verpflichtendes Haftungsregime, die die Verursacher in die Pflicht nehmen, hat der Rat verhindert

• Zwar wird anerkannt, dass die GVO-Risikoprüfung zu verbes­sern ist, allerdings soll dies erst nach 2 Jahren geschehen und auch nur „wo nötig“. Deshalb verlangen Kritiker zu Recht einen Zulassungsstopp, mindestens bis zu einer tatsächlichen Verschärfung der Umweltrisikoprüfung.

Lesen Sie hier die  ausführliche AbL-Analyse (262 KB).

 EU-Änderungs-Richtlinie opt/out vom 13.03.2015 (Amtsblatt) (305 KB)

Ein von der AbL gefordertes europaweites Anbauverbot konnte bis­lang nicht politisch durchgesetzt werden. Umso wichtiger ist es also, dass es nicht - unter dem Deckmantel nationaler Verbote - zu einer Zu­las­sungsflut von neuen gentech­nisch veränder­ten Pflanzen kom­mt. Um einen euro­päi­schen Flickenteppich zu vermeiden, dürfen die Zu­lassungs­an­träge der Gen­technik-Konzer­ne nicht durchlaufen. Gerade die Bundes­re­gierung ist aufge­fordert, bei zu­künf­tigen Zulassungs­abstim­mun­gen mit einem klaren „Nein“ zu stimmen. 

11/2014 Erst zulassen… und dann verbieten? Nationale Gentechnik-Anbauverbote – zwischen Souveränität und Konzernabhängigkeit

AbL-Hintergrundpapier zu nationalen Gentechnik-Anbauverboten

Derzeit wird in Brüssel die so genannte Ausstiegs-Klausel („opt/out“) verhandelt. Mit dieser sollen Mit­glieds­staaten der EU mehr Möglichkeiten bekommen, den Anbau einer in der EU zugelassenen gentechnisch ver­änderten Pflanze auf ihrem Hoheitsgebiet oder in Teilen davon verbieten zu können. Wird so das eingefor­derte Selbstbestimmungs­recht der Mitgliedsstaaten erfüllt oder wird uns der „Wolf im Schafspelz“ verkauft und mit „opt/out“ die Türen für mehr Gentechnik-Anbau in Europa geöffnet? Das AbL-Hintergrundpapier bewertet den aktuellen Rats- und Parlamentsvorschlag zur Ausgestaltung des Gesetzestextes. Zwischen beiden Positionen soll sich bis Mitte Januar geeinigt werden. Gezeigt wird auch, was auf dem Spiel steht.

zum  Hintergrundpapier (292 KB)

Mitmachen: Mail-Aktion an BUndeslandwirtschaftsminister Schmidt

In diesen Tagen wird die Bundesregierung ihre Position zu nationalen Gentechnik-Anbauverboten festgelegen.Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt muss sich positionieren: Für Konzernmitenscheidung und unsichere Anbauverbotsgründe - oder Ausschluss des Konzerneinflusses und rechtssichere Verbote!Schreiben Sie an Herrn Schmidt:  Hier geht es zur gemeinsamen Aktion mit Campact  

 

11/2014 Keine neuen gentechnischen Verfahren in der Landwirtschaft

Industrie plant Welle von neuen Produkten - Verbände warnen vor Gentechnik ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung!

Zusammen mit anderen Verbänden (Testbiotech, GeN, IG-Saatgut, Save our Seeds, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Greenpeace, BUND etc) fordert die AbL neuere Gentechnik-Züchtungsverfahren ebenso zu regulieren wie die Gentechnik-Pflanzen, da diese Verfahren radikale Veränderung des Erbgutes erlauben.

Die neuen Verfahren wurden bereits an Pflanzen, Nutztieren und auch Insekten getestet. Viele Beobachter erwarten hier in den nächsten Jahren eine regelrechte Welle neuer Produkte, insbesondere aus der Pflanzenzüchtung. Eingesetzt werden u.a. die Oligonukleotidtechnik (die Einfügung von kurzen, synthetischen DNA-Abschnitten), Nukleasen oder „Gen-Scheren“ mit denen das Erbgut an einer bestimmten Stelle verändert werden kann. Andere Methoden greifen direkt in die Genregulierung ein. Diese Techniken sind auch deswegen besonders brisant, weil in den letzten Jahren auch die Verfahren zur künstlichen DNA-Synthese laufend weiter entwickelt wurden: So können DNA-Sequenzen im Labor synthetisiert und übertragen werden, die in der Natur nicht vorkommen. Risiken und Nebenwirkungen sind nicht umfassend untersucht.

Gemeinsam fordern die Verbände: „Die umstrittenen neuen Züchtungsverfahren dürfen nicht eingeführt und entsprechende Produkte nicht freigesetzt werden. Die Risiken müssen umfassend bewertet werden. Keinesfalls dürfen die ohnehin nicht hinreichenden Zulassung- und Kennzeichnungsregeln in der Gentechnik umgangen werden.“ Sie warnen zudem davor, dass die neuen Freihandelsabkommen mit Kanada oder den USA (CETA und TTIP) dazu missbraucht werden könnten, derartige Produkte gegen den Willen der Bevölkerung in der EU einzuführen.   

Hier finden Sie die  gemeinsame Stellungnahme (96 KB) un die  Pressemeldung.

 

10/2014 Verhandlung am Europäischen Patentamt: Freiheit für Brokkoli und Tomate!

Am 27. Oktober 2014 demonstrierte ein breites Bündnis von Organisationen anlässlich der Anhörung der Großen Beschwerdekammer zu zwei Präzedenz-Patenten. AbL-Bäuerin Anna Adlberger aus dem Landkreis Ebensberg parkte mit Trecker neben einer riesigen Tomate und einem 3 Meter hohem Brokkoli vor dem Europäischen Patentamte (EPA) in München, wo die Anhörung stattfand. Geklärt werden sollte, ob Saatgut, Früchte, Pflanzen und Tiere aus der konventionellen Züchtung so wie technische Erfindungen patentiert werden können. „Wir fordern Freiheit für Tomate und Brokkoli, für Verbraucher und Landwirte! Die Politik muss den Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen stoppen,“ fordert Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL e.V.. Ruth Tippe von "Kein Patent auf Leben" berichtete nach der Anhörung: "Alle beteiligten Parteien, also die Patentinhaber von Brokkoli und Tomate und der Opponent gegen das Brokkoli-Patent (Syngenta) stellen sich auf den Standpunkt, dass sich die Gesetzgebung seit der ersten Anhörung nicht verändert hätte. Nach Meinung der Industrievertreter und dem Patentamt, was auch an Patenten verdient, seien Patente zwar nicht auf Sorten oder Rassen erteilbar, wohl aber auf Pflanzen, Tiere, Saatgut, Nachkommen und die Ernte aus konventioneller Zucht. Das Parlament, was am Gesetzestext beteiligt war, legt es anders aus und will, dass es keine Patente auf Produkte konventioneller Zucht geben soll. Diese Lücken müssen endlich geschlossen werden. Da die Große Beschwerdekammer keinen Mumm hat, muss jetzt die Politik endlich einschreiten. Parlamentarische Beschlüsse sind wichtig, dem müssen aber auch Taten folgen!".

Gemeinsame  Presseerklärung als  pdf (1.8 MB)

Zum aktuellen  Patentbericht "Europäische Patente auf Pflanzen und Tiere" von "No Patents on Seeds"

9/2014 Neue Runde Saatgutverkehrsgesetz

Nachdem das Europäische Parlament Anfang März den Vorschlag der EU-Kommission zur Novellierung des Saatgutrechts zurückgewiesen hatte, rückt das Thema nun erneut auf die Agenda der EU-Kommission. Sie forderte die beteiligten Interessensvertreter der Industrie, NGOs aber auch die Bauern und Bäuerinnen auf, erneut Eingabe bei der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher der EU-Kommission (DG Sanco) zu machen, wie denn ihrer Meinung nach eine Regelung zum Markt für Saatgut aussehen sollte. Neben Via Campesina als europäischer Dachverband für bäuerliche Interessen, sowie einem Bündnis aus deutschen NGOs dem sich auch die AbL anschloß, gab die AbL maßgeblich durch die Arbeit der jAbL auch als Einzelverband eine Stellungnahme in Brüssel ab.

Hier die  Stellungnahme der AbL und jAbL. (93 KB) 

6/2014 Clearfield: Alte Probleme mit neuen Pflanzen

„Clearfield“ - der klingende Name verspricht einen „sauberen“ Acker ohne Unkraut (engl. „gereinigtes Feld“). Hinter der Marke Clearfield® verbirgt sich ein vom Agrar- und Chemiekonzern BASF entwickeltes Produktionssystem aus Saatgut und dazu „passendem“ Herbizid. Der in Deutschland seit 2012 angebaute Clearfield®-Raps ist gegen das Herbizid Vantiga D mit dem Wirkstoff Imazamox (Gruppe der ALS-Hemmer) resistent. BASF stellt den Züchterhäusern das genetische Material mit der Resistenzeigenschaft zur Verfügung, damit diese sie in ihr Sortenprogramm einkreuzen können. Bei Winterraps beteiligen sich derzeit u. a. die Norddeutsche Pflanzenzucht, Deutsche Saatveredelung, Monsanto, Pioneer und Bayer CropScience. Herbizidresistente Winterrapssorten haben ihre Zulassung 2011 in England erhalten und sind seither über die EU-Sortenliste auch in Deutschland vertriebsfähig. Angebaut wurde Clearfield®-Raps in Deutschland erstmals 2012 auf 3.000 Hektar. 2013 wurde der Raps laut Angaben der BASF bereits auf 9.000 Hektar angebaut. Wo genau diese Flächen liegen, verrät die BASF auf Anfrage der AbL und der IG Saatgut nicht.

Zum Weiterlesen:  Artikel in der Bauernstimme (86 KB)

E Papier der Landwirtschaftskammern

Wenn es Erfahrungen mit dem Anbau von Clearfield-Raps in Ihrer Region gibt,  melden Sie sich gerne bei der AbL, Tel: 04131/400720.  

4/2014 Freihandel statt fairer Handel?

Werden bäuerliche und Verbraucher-Interessen beim geplanten Freihandelsabkommen USA/EU untergepflügt?

Die Diskussion um das geplante Freihandelsabkommen USA/EU (TTIP) schlägt immer höhere Wel­len. Wie ist die Debatte um Hormonfleisch, Gen­technik, Klonfleisch und Arbeits­bedin­gun­gen einzuschätzen? Wie steht es um Sonderklagerechte für Konzerne, Transparenz und demokratische Mitbestimmungsrechte?

Um diesen Fragen nachzugehen und zu diskutieren hat die AbL die US-amerikanische Landwirtschafts- und Freihandelsexpertin Shefali Sharma auf eine Rundreise nach Deutschland eingeladen. Sie arbeitet in Washington am Institut für Landwirtschafts- und HAndelspolitik (IATP). Stationen waren: Dresden (Mittwoch, 9. April), Allgäu (Donnerstag, 10. April), Fulda (Freitag, 11. April), Bekond (Sonntag, 13. April), Westerstede (14. April) und Elmshorn (15. April).

Berichterstattung:  

Mai 2014. unabhängige bauernstimme: "Amerikanischer Blick auf das Freihandelsabkommen EU/USA"_ Bericht (167 KB)

18.04. oeins: Lokalfenster: "Europäisches Freihandelsabkommen - Diskussion in Westerstede" (Minute 1 bis 5)  link 

17.04. Informisten e.V.: "Freihandel statt fairer Handel? Öffentliche Diskussion zum Freihandelsabkommen (TTIP)"  Video  

16.04. Trierer Volksfreund: "Das geht auf Kosten der Bauern und Verbraucher"_ link

14.04. Osthessen News: "Interessen untergepflügt? US-Expertin Shefali SHARMA in ALMENDORF"_ link

10.04. Freie Presse: "Deutsche misstrauen Freihandelsplänen"_ link 

Unsere Pressemeldung dazu finden Sie  hier (36 KB).   

 10 gute Gründe, TTIP zu stoppen (186 KB) (von Shefali Sharma).

Zum  Interview mit Shefali Sharma (106 KB) in der unabhängigen Bauernstimme. 

 Referat Shefali Sharma (660 KB) während der Rundreise

 AbL-Position zum geplanten Freihandelsabkommen EU/USA (144 KB). 

Weitere Informationen zum Freihandelsabkommen  hier.

 

Wir bedanken uns bei den finanziellen Unterstützern der Rundreise sowie den Veranstaltern vor Ort. Unterstützt wurde die Rundreise in Deutschland von:   

11-12/2013: Erfahrungen aus Brasilien - Vortragsreise mit Antonio Andrioli

Brasilien ist der wichtigste Lieferant gentechnikfreier Soja für Europa, gleichzeitig werden dort in großem Stil gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut. Wie sind die aktuellen Entwicklungen in der Debatte?

Der renommierte Agrarexperte Prof. Antônio Andrioli berichtet bei seiner Vortragsrundreise vom 25.11. bis 11.12.2013 aus erster Hand über die Kontroversen in Brasilien und zeigt Alternativen in seinem Land auf: Die Förderung bäuerlicher Familienbetriebe und Weiterentwicklung agrar-ökologischer Anbaumethoden.

 

Berichterstattung:

Unabhängige Bauernstimme, 1-2014: "Südbrasilien gründet erste Bauernuniversität -Gentechnik schafft mehr Probleme als Lösungen"  Link (208 KB)

Landwege e.V., 26.11. "Prof. Andrioli: Agro-Gentechnik heißt, Pflanzen zu verschlechtern!":  Link 

Ostfriesische Nachrichten, 28.11. "Gentechnik führt zu stärkerem Einsatz von Pestiziden":  Link Printausgabe vom 29.11.2013, S.1 und S. 2

SWR info Global, 29.11. "Grüne Gentechnik durch die Hintertür: Der Fall Brasilien":  Link

Südkurier, 3.12. "Professer Antônio Inácio Andrioli sprach in Lippertsreute über Gentechnik und Agrarökologie":  Link

Infodienst Keine Gentechnik, 3.12. "Schlecht beraten: Brasilianische Landwirte und die Gentechnik":  Link

Video der Veranstaltung vom 4.12. der Gentechnikfreien Region Märkisch-Oderland: Gentechnik bald wieder in MOL? Erfahrungsbericht zum GVO-Anbau in Brasilien"  Link zu youtube    

Trierischer Volksfreund, 5. 12. "Gentechnik contra konventionelle Landwirtschaft":  Link

Radio Mondale Lübeck, 5. und 13.12.: "Brasilien – Großgrundbesitz und Gentechnik oder bäuerliche Landwirtschaft, ein Land im agrarpolitischen Wandel":  Link

Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID, 6.12.:"Europa muss nicht wiederholen, was in Brasilien nicht funktioniert":  Link

Bericht Veranstaltung in Uffenheim, 6.12., Kreisverband Bündnis 90/ Die Grünen,  Neustadt-Aisch "20 Jahre Gentechnik – und jetzt ?! - Prof. Antônio Andrioli in der Stadthalle in Uffenheim"  Link

Bericht Gentechnik-Vortrag mit Prof. Andrioli in Wolpertshausen, 10.12.:  Link

Fränkische Landeszeitung, 11.12.: "Landwirtschaft ohne Gentechnik":  Link (1.5 MB)

Koasa Bote, 11.12.: "Es braucht Verständnis für Zusammenhänge in der Natur":  Link (764 KB) 

Bayerischer Rundfunk, 12.12.: "Bauern kämpfen gegen Genmais":  Link  

Schweizer Bauer, 13.12.2013: "Brasilien - Forscher warnt: «Gentechnik ist ein Rückschritt»"  Link

Video der Veranstaltung vom 11.12. in Lengdorf: "Welche Folgen hat die Gentechnik für Mensch und Tier in Brasilien udn bei uns"  Link zum Video

Dorfener Anzeiger, 14.12.: "Andrioli: Industrie will Landwirte blenden"  Link  (1.2 MB)

Mission Eine Welt: 20.12.:"20 Jahre Gentechnik – und jetzt?"  Link

Münchener Wochenanzeiger, 21.12.: "Vortrag über Gentechnik in Brasilien - Betrifft uns das auch?"  Link

 

Die Rundreise durch Deutschland und Österreich wurde organisiert von der AbL e.V. und Brot für die Welt. Wir danken unseren Partnern vor Ort. Die Rundreise wurde unterstützt von: Stiftung GEKKO * Bündnis für gentechnikfreie Land­wirt­schaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg * Die Bäcker. Zeit für Geschmack e.V. * Effenberger Vollkorn-Bäckerei * Gentechnikfreie Regionen in Deutschland * GLS-Bank * IG-Nachbau * MOIN Biologische Backwaren * Oelmuehle BRÖKELMANN + Co * Rapunzel Naturkost * Springer Bio-Backwerk * tegut...  

7 / 2013 Breites Bündnis fordert Umsteuern bei der Neufassung des EU Saatgutrechtes: Pflanzenvielfalt auf Äckern und in Gärten bedroht

Konzernmacht über Saatgut – Nein danke!

EU-Gesetzesreform braucht eine radikale Richtungsänderung -
das Menschenrecht auf vielfältiges Saatgut und Nahrung steht auf dem Spiel! 

„Konzernmacht über Saatgut? – Nein danke!“ Zu diesem Fazit kommen Vielfalts-Erhalter, Bio-Züchter, Verbraucher- und Umweltorganisationen bei ihrer Analyse des Reformvorschlages der EU-Kommission zum Saatgutrecht. Unter diesem Titel veröffentlichen sie heute eine Stellungnahme und fordern eine radikale Richtungsänderung der Saatgut-Gesetzgebung.

Mit überstrengen Zulassungsregeln hat das EU-Saatgutrecht über bald fünf Jahrzehnte den Verlust der genetischen Vielfalt auf dem Acker gefördert und zur massiven Ausweitung der Marktmacht von wenigen Saatgutkonzernen beigetragen. Am 6. Mai dieses Jahres hat die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Reform des Gesetzes vorgelegt, der nun von vielen Verbänden kritisiert wird, da er die Gelegenheit zum Umsteuern verpasst. „EU-Ministerrat und
EU-Parlament müssen nun klare Zeichen setzen und den Gesetzesvorschlag für die Erzeugung und Vermarktung von Saat- und Pflanzgut von Grund auf neu ausrichten“, sind sich die unterzeichnenden Organisationen einig.  

zur gemeinsamen  Presseerklärung (356 KB)

zum  Forderungspapier (299 KB)

 

01/2013: Fortuna bringt der BASF kein Glück

Ein weiterer schöner Erfolg für die gentechnikfreie Bewegung – die BASF erklärte, dass die Zulassungsprozesse für ihre Kartoffelprojekte „Fortuna“ (eine Kraut- und Knollenfäule resistente GV-Pommeskartoffel) sowie „Amadea“ und „Modena“ (zwei in ihrer Stärkezusammensetzung veränderte GV-Industriekartoffeln) in ganz Europa gestoppt werden. In einer Pressemeldung vom 29.01.2013 erklärte sie, dass„weitere Investitionen aufgrund der Unwägbarkeiten im regulatorischen Umfeld und drohender Feldzerstörungen nicht gerechtfertigt werden können.“ Ein Unternehmenssprecher ergänzte gegenüber der Bauernstimme: „Hintergrund war, dass sich die BASF Business-Optionen offen halten wollte. Allerdings haben wir keinen Partner gefunden, der Interesse an GV-Kartoffeln hat - auch weil die Kartoffeln rein für den europäischen Markt ausgerichtet waren.“ Vor genau einem Jahr hat die BASF Plant Science ihre Gentechniksparte in die USA verlegt und ihr Prestigeobjekt, die gv Stärkekartoffel Amflora, aufgegeben. Diese hatte es sogar in den Koalitionsvertrag der CDU/CSU/FDP- Bundesregierung geschafft. Ursache für den Stopp war, dass „die Wertschöpfungskette aufgrund mangelnder Akzeptanz den Schritt mit Amflora nicht gewagt hat,“ so der Unternehmenssprecher aktuell gegenüber der Bauernstimme. Neben den GV-Kartoffeln will die BASF ebenfalls ihre Forschungs­tä­tigkeiten für GV-Futtermais mit veränderten Nährstoffen in den USA einstellen. Letzter Hoffnungstropfen der BASF ist jetzt eine Kooperation mit Monsanto. Zusammen wollen sie pilz- und stresstolerante Mais- und Sojapflanzen für Nord- und Südamerika entwickeln.

 AbL-PE: Fortuna bringt der BASF kein Glück (32 KB)

 Hintergrundinterview Fortuna (1017 KB)

11/2012: Gentechnik-Weizen stoppen

Das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) will einen gentechnisch veränderten (GV) Speiseweizen in den Jahren 2012 bis 2014 im Schaugarten Üplingen freisetzen. Der Weizen ist gentech­nisch so verändert, dass sich seine Eiweißanteile zugunsten des sog. Kle­bereiweiß­anteils ver­schoben ha­ben. Diese Eiweißanteile sind wesentlich für die Qualität von Brotweizen und für die Nudel­pro­duktion. Der komplexe Eingriff in die inhaltliche Zusam­men­setzung des GV-Speise­weizens und mögliche Veränderungen des Stoffwechsels sind nicht untersucht worden, obwohl es Hin­weise darauf gibt. 

In einem  Brief hat die AbL Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (41 KB) aufgefordert, die ge­plante Frei­set­zung des GV-Speiseweizen in Üplingen (Sachsen-Anhalt) zu stoppen. Das gebietet die Sicherstellung eines dauerhaft gentechnikfreien Weizenanbaus in Deutschland. 

Fristgerecht haben wir gemeinsam mit anderen Verbänden einen  rechtlichen Einwand (112 KB) an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestellt. 

07/2012: Gentechnikfreie Futtermittel - und es geht doch!

„Gibt’s nicht mehr“ - „zu teuer“ - „reine Biosache“, diese und andere Antworten hören Bauern oft, wenn sie gentechnikfreie Futtermittel beziehen wollen. Dass es eben doch geht und es in Deutschland ausreichend Futtermittelanbieter gibt, die das Marktsegment „ohne Gentechnik“ bedienen können, zeigen wir in der  Studie: "Gentechnikfreie Fütterung und es geht doch" (1.9 MB) von der AbL. Zudem hat die AbL eine Liste von Futtermittelanbietern erstellt, die gentechnikfrei liefern können. Beides findet sich auf der Homepage:  www.gentechnikfreie-fuetterung.de

10/2012: Keine Akzeptanz für Agro-Gentechnik an Schulen

Das Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Greenpeace Hannover haben im Oktober 2012 eine Studie zum Schulprojekt „HannoverGEN“ vorgestellt, einem von der Landesregierung initiierten und finanziell unterstütztem Modellprojekt. In der Studie werden erhebliche Defizite aufgezeigt, die darauf hinauslaufen, dass mit Steuermitteln in Schulen Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik betrieben wird. Das Bündnis und Greenpeace fordern die Landseregierung Niedersachsen auf, die Ausweitung des Projektes auf NiedersachsenGEN zu stoppen. 

 PM_Keine Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik an nds. Schulen!   (59 KB)

 Hintergrundstudie_Keine Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik in den Schulen! (Hrsg. Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg) (978 KB)

Klare Ansage: 79 Prozent der Niedersachsen lehnen den Anbau von gv-Pflanzen ab. 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass eine landesweite Einrichtung von Gentechnik-Laboren in Schulen zu einseitigem Unterricht führen würde. Dies hat eine repräsentative  forsa-Umfrage (56 KB) ergeben, die im Auftrag von Greenpeace durchgeführt wurde. Hier die  PM mit den Ergebnissen (68 KB). 

02/2012: Einwendung gegen KWS-Zuckerrüben-Freisetzungsversuche

  Einwendung gegen KWS-Zuckerrüben-Freisetzungsversuche vom 2.2.2012 (272 KB) (272 KB) (H7-1), die KWS Saat AG möchte 2012 bis 2018 im vereinfachten Verfahren erneut Glyphosat-resistente gv-Zuckerrüben zu Versuchszwecken freisetzen. Ein breites Bündnis hat dagegen eingewendet   (Presseerklärung vom 7.02.2012). (31 KB) (31 KB) Desweiteren finden Sie den   Genehmigungsbescheid des BVL vom 16.03.2012 (3.8 MB) (3.8 MB) und das   Schreiben an das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt vom 28.03.2012 (47 KB) (47 KB).  

01/2011: Agro-Gentechnik in den USA - Fluch oder Segen?

Bill Freese
Troy Roush

Vom 25. Januar bis 3. Februar 2011 hat die AbL eine bundesweite Rundreise organisiert. Zu Gast waren Troy Roush und Bill Freese. Troy Roush ist Farmer in Indiana und baut auf 2.200 ha Mais, Soja, Weizen und Tomaten an - und er ist Vizepräsident der "American Corn Growers Association". Bill Freese ist wissenschaftlicher Analyst beim Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit (Centre for Food Safety, CFS) in Washington DC.

Die beiden berichteten beeindruckend von den Folgen der Einführung von Gentechnik-Pflanzen in die amerikanische Landwirtschaft. Angefangen von Patent-Auseinandersetzungen, die Monsanto gegen Farmer führt, über die Auswirkungen der breiten Patentnutzung - auch auf konventionelle Sorten. Das führte zur Konzentration der Saatgutbranche auf wenige Konzerne mit der eingehenden mangelnden Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Saatgut.

Im Folgenden Links auf Presseberichte - lesen Sie selbst: 

 Monsanto kämpft gegen Bauern, Unabhängige Bauernstimme, 1.02.2011

 Der Griff nach dem Monopol, Südwest-Presse, 28.01.2011

E Agro-Gentechnik in den USA: Fluch oder Segen?, Landwirtschaftliche Zeitung Rheinland, LZ 5, 2011

 Gentechnikfolgen: Horseweed und Pigweed bedrohen die USA, 28.01.2011, Zivilcourage Vogelsberg

 Diskussion: Fluch oder Segen von Gentechnik in der Landwirtschaft, Fuldaer Zeitung, 27.01.2011  

 Agro-Gentechnik in den USA - Dürfen die Fehler der Amerikaner nicht wiederholen, Fuldainfo.de, 28.01.2011

 Volles Haus: Rund 250 Zuhörer bei Gentechnik-Kritikern aus den USA, Fuldaer Zeitung, 28.01.2011

 "Heißes Eisen!" Traum und Albtraum Gentechnik - US-Farmer schildert Lage, Osthessen-news, 28.01.2011 und Video  

 Grüne Gentechnik: Leere Worte statt Superernten, SWR: Wissen / Umwelt, 11.02.2011

 Saatgut ohne Gentechnik in USA kaum erhältlich, Lautenbacher Anzeiger, 29.01.2011

 Grüne Gentechnik in der Kritik (50 KB), Ausschnitte aus dem Manuskript, Sendung UNSER LAND, 4.2.11

 Für ein gentechnikfreies Europa (Ausschnitt), Passauer Neue Presse, 7.02.2011  (gesamter Artikel) (77 KB) 

 Nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft – Konzepte statt Barrieren, www.kws.de, 3.02.2011

 US-Landwirten fehlt es an gentechnikfreien Sorten, Einbecker Morgenpost, 4.02.2011 (gleicher Artikel auch im Gandersheimer Kreisblatt)

 Grüne Gentechnik: Chance oder Risiko?, NDR, 4.02.2011 

 Gentechnikfreier Kreis: Viele Unterstützer, aber auch Bedenken, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 5.02.2011

Die AbL bedankt sich bei organisatorischen und finanziellen Unterstützern der bundesweiten Rundreise: 

AK gegen Gentechnologie Göttingen, Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg, Aktionsbündnis keine Agro-Gentechnik auf Hessens Feldern und Tellern, Aktionsbündnis Sachsen gentechnikfrei, Allos GmbH, Bäuerliche Gesellschaft e.V., Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, Biobäckerei Schomaker, Bioland Landesverband Niedersachsen e.V., Biosphärenreservat Rhön, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Bündnis gentechnikfreies Hohenlohe, Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen – Bremen - Hamburg, Bürgerinitiative für ein gentechnikfreies Südniedersachsen, Demeter NRW, Dreschflegel e.V., Eickernmühle GmbH, Fachschule für ökologischen Landbau Kleve – Haus Riswick, FaNaL e.V., Gäa e.V. - Vereinigung ökologischer Landbau, Gentechnikfreie Anbauregion Rhön, Gentechnikfreie Regionen in Deutschland, Gentechnikfreie Region Unterer Niederrhein, Grell Naturkost, Großschlachterei Thönes e.K., Initiative gentechnikfreies Norddeutschland, Interessengemeinschaft Nachbau, Jurafleisch, KLJB Diözesanverband Freiburg, Kornkraft Naturkost GmbH, Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld, kws-gentechnikfrei.de, Landwirtschaftliche Bezugs- und Verwertungsgenossenschaft (LBV), Märkisches Landbrot GmbH, Maschinenring Blaufelden, Moin - Biologische Backwaren, Molkerei Witzwort, Naturkost Elkershausen, Naturkost Nord Großhandels GmbH, Naturkost Schniedershof, Naturland e.V., Neuland e.V., Neumarkter Lammsbräu, Ölmühle Brökelmann, Ölmühle Solling, Raiffeisen Saerbeck, Regionalgruppe Südniedersachsen ökologisch wirtschaftender Betriebe, PEMA Vollkorn-Spezialitäten, Riedenburger Brauhaus, Schwarzwaldmilch, Stiftung GEKKO, tegut... gute Lebensmittel, TU-Umweltinitiative, Vereinigung der hessischen Direktvermarkter e.V. - Landmarkt, Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen, Verlag Unabhängige Bauernstimme, Vorwerk Podemus, Zivilcourage Neumarkt e.V., Zivilcourage Rottal-Inn, Zivilcourage Vogelsberg, Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

05/2010: Neue Hintergrundbroschüre "Risiken und Nebenwirkungen..."

Die  Hintergrundbroschüre "Risiken und Nebenwirkungen - die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen" (870 KB) (870 KB) zeigt Brisantes aus Verwaltungs- und Prozessakten zu den Vorgängen rund um den riskanten Gentechnik-Weizen-Freisetzungsversuch in der Genbank Gatersleben. Die Broschüre kann auch beim   ABL-Verlag bestellt werden unter: http://www.bauernstimme.de/broschueren.html 

Einwendung zum geplanten Freisetzungsversuch mit GV-Weizen

  Stellungnahme und Einwendung zum geplanten Freisetzungsversuch mit GV-Weizen (211 KB) (211 KB) der Universität Rostock in Thulendorf (Kreis Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern) und Üplingen (Bördekreis, Sachsen-Anhalt) für den Zeitraum 2008 bis 2010, GV-Weizen mit Resistenz gegen Weizenflugbrand. Ein breites   Bündnis (45 KB) (45 KB) von über 130 Landwirtschaftsorganisationen, Züchtern, Saatguterzeugern, Mühlen, Bäckereien, anderen Verarbeitungsunternehmen, Ärzte-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie Stiftungen haben gegen die Freisetzung Einwendungen erhoben.  

04/2010: Hintergrundpapier zur GV-Kartoffel Amflora

2010 darf in Deutschland nur die GVO-Kartoffel Amflora angebaut werden. Sie ist in Zepkow (Mecklenburg-Vorpommern) auf 20 Hektar angemeldet. Amflora ist die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel der BASF. Amflora ist am 2. März 2010 von der EU-Kommission trotz gesundheitlicher, ökologischer und ökonomischer Risiken zum Anbau zugelassen worden. Die erste Anbauzulassung für eine GVO-Pflanze in der EU seit 12 Jahren. Nirgendwo sonst auf der Welt werden gentechnisch veränderte Kartoffeln kommerziell angebaut. Entsprechend fehlen auch jegliche Erfahrungen mit dem kommerziellen Anbau von GV-Kartoffeln. Die Stärkeindustrie hat sofort nach der Zulassung Bedenken angemeldet. Dir Regierung in Österreich hat den Anbau von Amflora bereits verboten.

  aktuelles Hintergrundpapier "Amflora" (April 2010) (1.0 MB) (1.0 MB)

  ausführliches Hintergrundpapier zur "Amflora" (2009) (5.6 MB) (5.6 MB)  

02/2008: Einwendung gegen die Freisetzung von GV-Zuckerrüben

  Einwendung gegen die Freisetzung von GV-Zuckerrüben (55 KB) (55 KB) (H7-1) der Firma PLANTA GmbH (100%ige Tochter der KWS), an 4 Standorten: Dreileben (Sachsen-Anhalt), Northeim und Wetze  (Niedersachsen), Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) für den Zeitraum 2008 bis 2011, GV-Zuckerrübe mit Resistenz gegen Glyphosat.  

03/2007: Einwendung gegen GV-Pharmaerbse

  Einwendung gegen die Freisetzung einer GV-Pharmaerbse (83 KB) (83 KB) der Firma Novoplant GmbH in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) für 2007. Die  GV-Erbsen sollen ein Medikament gegen Durchfallerkrankungen bei Schweinen produzieren und direkt im Futter eingesetzt werden.   Hintergrundpapier (384 KB) (384 KB) des Umweltinstituts München.   

2006: Stellungnahme gegen die Freisetzung von GV-Weizen

  Stellungnahme und Einwendung gegen die Freisetzung von GV-Weizen (212 KB) (212 KB) des Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) auf dem Gelände der Genbank in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) für den Zeitraum 2006 bis 2008, GV-Weizen mit verändertem Proteingehalt und Herbizidtoleranz. 100 Bäcker, Mühlen, Zulieferbetriebe, Züchter sowie Landwirtschafts- und Umweltverbände haben gegen die Freisetzung Einwendungen erhoben   1 (34 KB) (34 KB).  

2006: Keine Freisetzung von GV-Raps

  Hintergrundpapier zur Freisetzung von GV-Sommerraps (149 KB) (149 KB) der Universität Rostock in Groß Lüsewitz / Gemeinde Sanitz für den Zeitraum 2006 bis 2008, GV-Raps mit Gen zur Resveratrol-Bildung, Reduktion des antinutritive Sinapins sowie Herbizidresistenz.