Reformvorschlag der AbL zur GAP 2020 der Ministerin vorgestellt

Gespräch des AbL-Landesvorstands mit Ministerin Heinen-Esser in Düsseldorf

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen (AbL NRW) wünscht sich von NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser klare Signale für die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft. In einem Gespräch mit der Ministerin in Düsseldorf am Mittwoch (04.07.2018) nannte der Landesvorsitzende der AbL Bernd Schmitz dringenden Handlungsbedarf bei der GAP 2020 im Bereich der Förderung. Anhand schon bei den Bauern erfasster Daten kann unbürokratisch eine echte Förderung an Kriterien öffentlicher Leistungen erfolgen. Es darf nicht noch mehr Bürokratisierung bei der Neugestaltung der Förderung für die Landwirtschaft geben, forderte Bernd Schmitz. Statt per Gießkanne aus Brüssel Gelder auf die Fläche zu verteilen und dann mit hohem Dokumentationsaufwand Greening aufzuerlegen, hat die AbL in ihrem Reformvorschlag Punkte aufgezeigt, die eine Orientierung an schon von den Betrieben erbrachten Leistungen ermöglicht.

Landesvorsitzender Schmitz nannte gegenüber der Ministerin die Notwendigkeit, mit einem 5ha Ziel in NRW der weiteren Versiegelung der landwirtschaftlichen Flächen entgegen zu wirken. Er bat die Ministerin, dies in die Landesregierung zu tragen und Wirtschaftsminister Pinkwart zur Änderung des Entfesselungspakets 2 zu bewegen. Gerade deshalb ist es wichtig, den 'Dialog Landwirtschaft und Umwelt' im MULNV wieder zu fortzuführen.

Die AbL sprach mit Ministerin Heinen-Esser auch über das vom Landesverband neu gestartete und von der Stiftung Umwelt und Entwicklung' finanzierte Projekt* zum Saatgut: Vielfalt in Bauern und Gärtnerhand.Saatgut ist die Basis aller Ernährung, das muss wieder allen bewusst werden.Weiteres Thema des Gesprächs waren mögliche Konsequenzen aus dem Verzicht auf das Schwänze-Kupieren bei Ferkeln und die Möglichkeiten, die die AbL in ihrem Papier zur Schweinehaltung festgehalten hat.

Der Dialog wird fortgesetzt werden, denn die Reformen müssen für die bäuerlichen Betriebe in NRW endlich etwas Zählbares und auch dringend notwendige Vereinfachungen bringen.

04.07.2018