Fahrt aufnehmen für eine gerechte Agrarpolitik!

Auf die Trecker zur Demo am 19.1.2019 in Berlin!

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Die Dürre im letzten Sommer zeigte es!

Wir Bäuerinnen und Bauern sind die ersten, die vom Klimawandel direkt betroffen sind. Mit den Folgen kämpfen wir auf unseren Höfen vielfach noch heute. Existenzsicherungsbeihilfen für wenige Betriebe lösen das Problem nicht. Wir fordern konsequenten Klimaschutz, von den Marktpartnern faire Preise und eine Agrarpolitik,  die unsere konkreten Leistungen für Gemeinwohl und Umwelt unterstützt!

 

Auch der Bodenmarkt braucht wirksame Regeln!

Seit Jahren kündigen Bund und Länder neue Regeln an, doch der Ausverkauf an Kapitalanleger geht ungebremst weiter und führt zu einer fatalen Landkonzentration. Pauschale an der Betriebsfläche orientierte EU-Direktzahlungen heizen diese Entwicklung noch an. Die Bodenpreise sind mit guter Landwirtschaft nicht mehr zu bezahlen. Bund und Länder müssen endlich handeln!

Tierschutz, Insektenschutz, sauberes Grundwasser!

Wir Bauern und Bäuerinnen sind zu vielen Veränderungen bereit. Aber wir brauchen Klarheit und Verlässlichkeit. Politik muss die verschiedenen Interessen zusammenbringen und sich mit Landwirtschaft und Gesellschaft auf eine handfeste Nutztierstrategie und Ackerbaustrategie verständigen. Die EU-Fördergelder müssen so eingesetzt werden, dass konkrete Leistungen unserer Betriebe für den Schutz von Tieren, Umwelt und Klima gezielt honoriert werden. Anreize schaffen, Leistungen belohnen – das steht bei der EU-Agrarreform jetzt an!

Schluss mit Wachsen oder Weichen!

Jahrzehntelang hat die Agrarpolitik im Bund und der EU auf Wachsen oder Weichen gesetzt. Allein in den letzten 10 Jahren vernichtete diese Agrarpolitik die Existenz von über 100.000 Höfen in Deutschland. Profitiert haben nur wenige, vor allem in der exportorientierten Agrarindustrie, deren Billigexporte auch noch bäuerliche Familien in anderen Kontinenten die Existenz zerstören.

Es ist höchste Zeit umzusteuern!

Für eine Tierhaltung, die Tierschutz praktisch umsetzt und mit höheren Erzeugerpreisen fair bezahlt. Für einen Ackerbau, der für Artenvielfalt, vielfältige Fruchtfolgen und klimaschonenden Humusaufbau honoriert wird. Für einen internationalen Handel, der gute Qualität nicht unterläuft, sondern achtet und stärkt.

Europa kann das. Dafür kämpfen wir!

Europas Zukunft wird auch auf dem Land entschieden. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, für eine gute Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel auf die Straße zu gehen. Und wir rufen dazu auf, auch bei den anstehenden Europawahlen klar Gesicht zu zeigen gegen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenhass und Unterdrückung. Stadt und Land Hand in Hand, für ein demokratisches Miteinander.

19.01.2019
Von: Berit Thomsen

Dateien:
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