Positionspapier: Agrarökologie stärken. Für eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme

Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise - hunderte Millionen von bäuerlichen Erzeuger*innen sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger*innen und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In dem Positionspapier "Agrarökologie stärken. Für eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme" fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in der Praxis hinlänglich erprobt und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Darüber hinaus werden in dem Papier zehn gleichberechtigte Elemente formuliert, die die Unterzeichner*innen des Papiers als Kernbestandteile von Agrarökologie erachten.

Das Positionspapier "Agrarökologie stärken" wird getragen von folgenden 56 Organisationen: Agrar Koordination, Agrecol, Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), ARA, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), Aurelia Stiftung, Biokreis Anbauverband, Bioland, Bluepingu, Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Bündnis Junge Landwirtschaft, Bürger für regionale Landwirtschaft & Ernährung (BIONALES), Christliche Initiative Romero (CIR), Deutscher Naturschutzring (DNR), Die Agronauten - Forschungsgesellschaft für Agrar- und Ernährungskultur, Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung, ECOVIN, Ernährungsrat Berlin, Ernährungsrat Frankfurt, Ernährungsrat Nürnberg und Umgebung, FIAN Deutschland, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Forum Fairer Handel, Forum Umwelt und Entwicklung, Gen-ethisches Netzwerk, GEPA - The Fair Trade Company, Germanwatch, Grüne Liga, Handwerk mit Verantwortung, IFOAM - Organics International, INKOTA-netzwerk, junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL), Meine Landwirtschaft, Mellifera, MISEREOR, NaturFreunde Deutschland, Naturland, Naturschutzjugend (NAJU), Netzwerk solidarische Landwirtschaft, Nyéléni.de, Oxfam Deutschland, Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany), Sarah Wiener Stiftung, Seeds Action Netork (SAN) Deutschland, Slow Food Deutschland, Slow Food Europa, Stadtbienen, TransFair (Fairtrade Deutschland), Treemedia, Weltladen-Dachverband, World Future Council, WWOOF-Deutschland, Zukunftsstiftung Landwirtschaft

18.01.2019
Von: Berit Thomsen