AbL-Mitteldeutschland vergibt „Heuschrecke des Jahres 2019“

Bauern und Bäuerinnen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) überreichen am 26. Juni 2019 den Schmähpreis „Heuschrecke des Jahres 2019“ an Markus Hercher, Autohausbesitzer und Agrarinvestor, in einem seiner Autohäuser in Leipzig. „Die Heuschrecke des Jahres wird verliehen an außerlandwirtschaftliche Investoren, die sich unter Umgehung des Grundstücksverkehrsgesetzes landwirtschaftliche Betriebe samt deren Flächen angeeignet haben, obwohl ihnen seit nunmehr 100 Jahren hierzulande der direkte Kauf dieser Flächen untersagt ist“, teilt die AbL mit. Der Autohändler Markus Hercher, Eigentümer etlicher Autohäuser in Mitteldeutschland und mittlerweile auch von mindestens 8 landwirtschaftlichen Großbetrieben in Sachsen-Anhalt und Thüringen, hat sich nach Ansicht der AbL in diesem Jahr diesen Preis verdient, weil er im Gegensatz zu anderen Akteuren mit Landwirtschaftsbetrieben handelt, wie mit Gebrauchtwagen: er kauft und verkauft sie je nach Marktlage. Und das alles üppig subventioniert aus Steuergeldern! „Wir wollen mit dieser Preisverleihung die Bevölkerung und die Politik auf die massive Übernahme von Flächen durch außerlandwirtschaftliches Kapital aufmerksam machen, weil dies eine existenzielle Bedrohung für den Fortbestand einer bäuerlichen und regional verwurzelten Landwirtschaft bedeutet. Hier muss die Politik endlich einen gesetzlichen Riegel vorschieben!“, so Michael Grolm, Landesvorsitzender der AbL Mitteldeutschland.
22.06.2019
Von: FebL/PM

Die "Heuschrecke des Jahres 2019" der AbL Mitteldeutschland. Foto: AbL Mitteldeutschland