Land und Wirtschaft - wer erntet?

Mittwoch, der 15. Januar, 18.00 bis 20.30 Uhr, Berlin

Agrar Koordination, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Heinrich-Böll-Stiftung und FIAN Deutschland laden ein zu einer Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion:

Land und Wirtschaft - wer erntet?
Wie wird durch die Ausrichtung deutscher und internationaler Entwicklungszusammenarbeit und die EU-Agrarpolitik eine bäuerliche und zukunftsfähige Landwirtschaft gestärkt? Welche Bedeutung hat die UN-Erklärung zur Stärkung der Bauernrechte?

Mittwoch, der 15. Januar, 18.00 bis 20.30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

18:00 Uhr
Eingangsstatements:
Herausforderungen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und der EU-Agrarpolitik:
•    Sandra Blessin, Agrar Koordination
•    Roman Herre, FIAN Deutschland
•    Nora Boehm, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbreit und Entwicklung (BMZ)
•    Berit Thomsen, AbL

18:45 Uhr Podium

  • Jan Wittenberg, Ackerbauer und im Bundesvorstand der AbL
  • Dr. Susanne Schlaack, Leiterin des Referates 622 „Welternährung, Internationale Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen, Fluchtursachenbekämpfung“, Bundeslandwirtschaftsministerium
  • Nora Boehm, Referentin für Landrechte, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Roman Herre, Agrarreferent, FIAN Deutschland
  • Sandra Blessin, Agrar- und Bildungsreferentin, Agrar Koordination
    Moderation: Ursula Gröhn-Wittern

Ende 20:30 Uhr und Führung durch die Fotoausstellung: "Land und Wirtschaft - wer erntet?". Getränke und Snacks.

Zum Hintergrund:
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt seit einigen Jahren verstärkt auf öffentlich-private Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit. Welche Auswirkungen dies konkret auf die Bevölkerung insbesondere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einiger Länder hat, zeigt das Beispiel des tansanischen Wachstumskorridors. Hier verlieren Menschen das Land, das ihnen Jahrzehnte zum Lebensunterhalt gedient hat zugunsten von großflächigen Agrarinvestitionen. In weiteren Beispielen wird deutlich, dass auch mithilfe deutscher Entwicklungsgelder für große Agrarinvestitionen in Sambia Bäuer*innen Land verlieren werden. Wie passt dies mit der Ende 2018 verabschiedeten UN Deklaration zum Schutz der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen?

Aber auch hier in Deutschland wird das Geld in der Landwirtschaft nicht dort ausgegeben, wo es der Mehrheit der Betriebe und der Gesellschaft als Ganzem hilft: Nämlich für die Stärkung einer Landwirtschaft, die sich für mehr Qualität, mehr Klimaschutz, artgerechte Tierhaltung und Erhalt der Artenvielfalt einsetzt. Wie kann die Reform der EU-Agrarpolitik für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und für eine wirtschaftliche Tragfähigkeit auf den Bauernhöfen genutzt werden?

15.01.2020