USDA will mehr Kompetenz bei Gentechnik-Tieren

Der geschiedene US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue hatte Mitte Januar eine Absichts­er­klä­rung unterzeichnet, wonach bestimmte Kompetenzen für die Regulierung einiger gentechnisch entwickelter landwirtschaftlicher Nutztiere von der Behörde für Lebensmittelsicherheit (FDA) zum US-Landwirtschaftsministerium (USDA) verlagert werden sollen. Geplant ist, dass das USDA für die gesamte Überwachung der Lebensmittelsicherheit von der Entwicklung bis nach dem Inverkehrbringen von Lebensmitteln aus GV-Tieren zuständig sei. Auch eine schnellere Zulassung solle ermöglicht werden. Bis voraussichtlich zum 26. Februar läuft eine 60-tägige öffentliche Kommentierungsfrist. Der nationale Verband der Schweinehalter (NPPC) verspricht sich mehr Innovationen und einen leichteren Zugang der Produzenten zur Technologie. Der Verband bekenne sich zu strengen Richtlinien, doch die FDA-Regularien hätten zu einem unpraktischen, langwierigen und teuren Zulassungsverfahren geführt. Hingegen befürchtet das global agierende US-Zuchtunternehmen Genesus negative Effekte auf den Schweinefleischverbrauch und den Export. Auch die nachgelagerten Stufen bis hin zu den Supermärkten und Fast-Food-Ketten würden diese Bedenken teilen und hätten keine Lust, den Verbrauchern den Verzehr von Gentechnik-Schweinen schmackhaft zu machen. Bei Verbrauchsrückgängen bestehe die Gefahr sinkender Schweinepreise. Genesus rät dem NPPC und der gesamten Branche dazu, sich lieber auf die Förderung und Steigerung des heimischen Pro-Kopf-Verbrauchs von Schweinefleisch zu konzentrieren.

05.02.2021
Von: Meldung Bauernstimme av