Erfrischend anders und zukunftsweisend - AbL begrüßt das Zukunftsbild Landwirtschaft der Jugendverbände

Zur Veröffentlichung einer Gemeinsamen Vision zur Landwirtschaft von BDL und BUNDjungend

Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) und die BUNDjugend haben gestern Abend eine gemeinsame  Zukunftsvision der Landwirtschaft vorgestellt. Dieses entstand im Rahmen der von  Bundeskanzlerin Merkel eingerichteten Zukunftskommission Landwirtschaft.

Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL kommentiert:
 „Das Zukunftsbild Landwirtschaft der Jugendverbände ist erfrischend anders, weil es die Gemeinsamkeiten von Landwirtschaft und Gesellschaft nach vorne stellt. Es formuliert klare Zukunftswege, wie ökonomisch und ökologisch ein agrarpolitisch verantwortlicher Rahmenplan für eine vielfältige Landwirtschaft und für viele landwirtschaftliche Betriebe aussehen muss. Es ist ein deutlicher politischer Weckruf an alle landwirtschaftlichen Verbände, an die Nichtregierungsorganisationen, an die Wissenschaft, an die Verantwortlichen in der Wirtschaft und der Politik: Hört auf mit den Grabenkämpfen zwischen „immer weiter so“ auf der einen Seite und  mit immer strengeren politischen Auflagen vielen Betrieben die Luft zum Atmen zu nehmen auf der anderen Seite. Die Jugendverbände haben eine hohe Wertschätzung für die Landwirtschaft und für die Erzeugung gesunder Lebensmittel. Sie muss sich  in Erzeugerpreisen ausdrücken, die gesellschaftliche Teilhabe, Betriebsabsicherung und Altersvorsorge ermöglichen. Klima-, Umwelt-, Tierschutz, Erhalt der Artenvielfalt werden in dem Positionspapier nicht als Bedrohung für die Landwirtschaft dargestellt, sondern als natürliche und wichtige Voraussetzungen sich wirtschaftlich am Markt behaupten zu können, wo einseitige Oligopol- und Monopolbildung verhindert werden müssen. Verbraucher*innen und Landwirt*innen sind gemeinsam aufgefordert, Lebensmittel neu wertzuschätzen und dabei den weltweiten Zugang zu Lebensmitteln einzufordern, um den Hunger zu beenden. Dazu werden faire Handelsstrukturen über die gesamte Lieferkette als Notwendigkeit benannt. Politisch überzeugend auch der Blick der Jugend auf die EU-Agrarpolitik, wo die öffentliche Mittel nur für öffentlich erbrachte Leistungen im Sinne des Gemeinwohls zur Verfügung gestellt werden sollen."

Die AbL beglückwünscht die Jugendverbände zu diesem Konsenspapier. Sie fordert zudem alle Mitglieder der Zukunftskommission auf, sich bei der jetzt anstehenden intensiven Diskussion über den mit Spannung erwarteten Endbericht, den Tunnel der Einzel- und Verbandsinteressen zu verlassen. Wer dem Jugendpapier zustimmt, muss sich im Endbericht der Kommission dafür stark machen, einen mutigen, für Landwirtschaft und Gesellschaft tragfähigen Zukunftskompass vorzulegen, der die agrarpolitische Grundlage für die neue Bundesregierung  sein muss.