40 Jahre Gorleben

Unter dem Titel“Rückbau statt Rückschau“ erinnert die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in dieser Woche an den Beginn der Diskussionen und des Widerstands gegen ein Atomendlager im Salzstock von Gorleben. Vor vierzig Jahren verkündete der damaligen niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht, Gorleben als Standort für den Atommüll aus den Deutshcen Atommeiler ausbauen zu wollen. Geplant war abe noch viel mehr. Im Wald hinter Kiefern versteckt, in unmittelbarer Nähe zur Grenze mit der damals noch existierenden DDR, in dieser Ausbuchtung der BRD nach Osten, im Wendland sollte neben dem Atommüll auch eine Wiederaufbereitungsanlage und eine Brennelementfabrik entstehen. Dem Engagement der Menschen im Wendland und den vielen Tausenden die immer wieder zu Demonstrationen hierher kamen ist es zu verdanken, dass es bis heute nicht zu diesem Atomaren-Komplex gekommen ist. Dennoch ist Gorleben auch jetzt nach einem beschlossenen Atomausstieg und einem Neustart der Suche nach einem sicheren Endlager für den bereits produzierten Atommüll frei vom strahlenden Dreck. Da gibt es in unmittelbaren Nachbarschaft zum Salzstock eine Pilotkonditionierungsanlage, die den “heißen” Betrieb nicht aufgenommen hat. Es gibt ein Fasslager mit Rostfässern und die Castorhalle, in der 113 der 420 Stellplätzen besetzt sind. „Wir haben Geschichte geschrieben, Atom-Ausstiegsgeschichte. Doch es ist weiter Aufklärung und Widerstand nötig! Im Wendland ist eine Protestkultur gewachsen, die sich als soziale Bewegung verankert hat.“ schreibt Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, der BI auf deren Homepage. Noch während der gesamten Woche sind Aktionen geplant. Nähere Informationen gib es auf der Homepage der BI-Lüchow-Dannenberg

20.02.2017
Von: mn

Bunter Protest und jugendliches Engagemt