Bäuerliche Landwirtschaft ist unsere Zukunftslandwirtschaft

In den 90er Jahren hat der AbL-Bundesvorstand" Bäuerliche Landwirtschaft" so definiert:

"Bäuerlichkeit" - Bäuerliches Leben, Denken und Wirtschaften- bedeutet Verbundenheit mit Hof, Natur und Heimat, Verantwortung für Tiere, Boden und Pflanzen, weitgehend selbstverantwortliches Arbeiten, Denken in Generationen und Kreisläufen, Arbeiten im Zusammenhangmit der Familie oder anderen engen Sozialbeziehungen. Ziel bäuerlichen Wirtschaftens ist natürlich ein möglichst gutes Einkommen, aber stets vor dem Hintergrund des Erhalts von Arbeitsplatz und Hof - und nicht die kurzfristige Maximalrendite von Kapital ohne Rücksichten auf Inhalt und Standort der Produktion. Dies steht im Gegensatz zueiner agrarindustriellen Ausrichtung.

Der politische Anspruch der AbL

Diese grundsätzliche Bestimmung hat an Aktualität nichts verloren, sie ist für uns nach wie vor gültig. "Bäuerlichkeit" ist vor allem eine qualitative Beschreibung,die sich an Wertsetzungen orientiert und nur zum Teil inquantitativen Maßstäben zu fassen ist. Bäuerlichkeit wird von den Menschen vor Ort und in den Regionen gelebt, dabei regional durchaus unterschiedlich ausgeprägt - die Umsetzung bäuerlicher Werte in die Praxis ist abhängig von den räumlichen und zeitlichen Gegebenheiten und unterliegt daher einem stetigen Wandel, auch wenn die Wertsetzungen Bestand haben und wirksam bleiben ...