Deutscher Raiffeisenverband (DRV) zum Freihandelsabkommen TTIP

„Auf dem kaufkräftigen US-Markt für Lebensmittel bestehen aus Sicht des DRV gute Absatzchancen für deutsche und europäische Lebensmittel. Die USA sind ein wichtiger Lieferant von Rohstoffen, die die europäische Agrarwirtschaft vor allem im Futtermittelsektor dringend benötigt.“ so schreibt es der Deutsche Raiffeisenverband in der Einleitung zu seinem Positionspapier zum derzeit diskutierten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA. Während bei Futtermitteln, Getreide und dem Ölsaatenhandel schon jetzt die Einfuhrzölle der EU und den USA auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau lägen erhofft sich der Verband vor allem für Milchprodukte einen Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse, zum Beispiel der Notwendigkeit einer Zusätzlichen Zertifizierung der Molkerei nach dem US-Standard „GradeA“. Bedenken formuliert der Raiffeisenverband beim Rindfleisch, wo die USA mit ca. 2,5 Mio t, um 30 % über der EU-Erzeugung liegen. Um den europäischen Markt zu schützen sollten die Zollquoten derart ausgestaltet werden, dass nicht nur Edelteile exportiert werden können. Stark fühlt man sich beim Schweinefleisch - die EU produziert doppelt soviel wie die USA - hat aber bedenken vor Hormonen aus der US-Produktion. Weiter Handlungsfelder sind Obst, Gemüse und Wein. Keine wirkliche Verbesserung erwartet der Verband in der Frage gentechnisch veränderte Organismen. Kritisiert werden die nach Auffassung des DRV schleppenden Zulassungsverfahren der EU sowie die daraus entstehenden Unsicherheiten beim Handel.

23.06.2015
Von: mn

Schinken für Amerika

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