Endokrine Wirkung von Glyphosat

Ist Glyphosat ein endokriner Disruptor und schädigt die menschliche Gesundheit durch seine Wirkung auf das Hormonsystem? In diesem Fall könnte das Mittel nicht Zugelassen werden. Wenn es nach dem Willen der Kommission geht so Glyphosat indes möglichst schnell, noch im März, für weiter 15 Jahre zugelassen werden. Allerdings liegen derzeit noch nicht alle für einen Nachweis der Unbedenklichkeit notwendigen Unterlagen vor. Das allerdings scheint die Zulassungsbehörde nicht zu verstören. Sie erteilt den Antragstellern eine Frist zur Nachreichung bis im Herbst (1.August). Die Zulassung könnte aber trotzdem schon jetzt erteilt werden. Dabei geht es bei den zu erbringenden Unbedenklichkeitsnachweisen darum sicher zu stellen, dass Glyphosat nicht über das Hormonsystems die Gesundheit schädigt. Die Funde des Totalherbizids in quasi der gesamten Nahrungskette lassen bei einem Großteil der Bevölkerung zu Recht die Forderung aufkommen, dass zumindest die Unbedenklichkeit sichergestellt sein muss. Viele Bürger sind ohnehin gegen eine erneute Zulassung des Herbizids, dessen Spuren jetzt auch im Bier gefunden wurden. Bei einer Mailaktion des BUND unterschrieben binnen zwei Wochen 30.000 Menschen und forderten das Mittel nicht wieder zu zulassen.

In einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt vermisst der BUND Vorsitzende dessen Engagement und bedauert das Minister Schmidt die Besorgnis der Bevölkerung nicht erst nimmt.

04.03.2016
Von: mn
Dateien:
BUND_GLyphosat.pdf172 Ki