Ein Verlust für die Agrarpolitik

AbL zum Rücktritt von Werner Schwarz

Trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen Blickwinkel und Positionen auf die Landwirtschaft und Agrarpolitik sieht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. im Rücktritt von Schleswig-Holsteins Agrarminister Werner Schwarz einen Verlust für eine sachorientierte und verbindende Agrarpolitik.

Kirsten Wosnitza von der AbL Schleswig-Holstein kommentiert:

„Werner Schwarz war in agrarpolitischen Auseinandersetzungen bereit auch Positionen außerhalb der eigenen Klientel einzunehmen. Als wichtiger Akteur der Zukunfts-Kommission Landwirtschaft hat er frühzeitig Brücken zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft gebaut. Mit dem erst kürzlich gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Umweltminister Goldschmidt veröffentlichten Papier zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2027 hat er aus Sicht der AbL zudem unter Beweis gestellt, dass es ihm mit den Empfehlungen der Zukunfts-Kommission Landwirtschaft für eine fortschrittliche GAP ernst ist. Auch wenn Werner Schwarz und die AbL in vielen agrarpolitischen Auseinandersetzungen z.T. sehr gegenteilige Ansichten vertreten haben, verdient er hierfür Respekt und Anerkennung. Dies gilt in Zeiten zunehmend populistischer und sich zuspitzender politischer Debatten außerhalb von Sachfragen ganz besonders. Die AbL wünscht Werner Schwarz persönlich alles Gute und setzt darauf, dass Schleswig-Holstein, zukünftig vertreten durch Cornelia Schmachtenberg, in der bundesweiten agrarpolitischen Debatte um die Zukunft der GAP weiterhin eine konstruktive und zukunftsgerichtete Rolle einnimmt."  

Hintergrundinformationen:

  • Eckpunkte Schleswig-Holsteins zur Ausgestaltung der GAP nach 2027 > hier