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Gentechnik-Alarm in der EU

Das Europaparlament kann den inakzeptablen Gesetzessentwurf zu Neuen Gentechniken stoppen!

Die kontroversen Diskussionen auf europäischer Ebene über einen geplanten Gesetzesentwurf zu neuen Gentechnik-Pflanzen sind aktuell in der finalen Phase. Das sehr knappe Votum des EU-Rats am 21. April 2026 zeigt einmal mehr die sehr unterschiedlichen Positionen der Mitgliedstaaten. Nun haben es die Europaparlamentarier in der Hand, diesen inakzeptablen Gesetzesentwurf zu stoppen. Deshalb müssen wir jetzt laut werden und unseren Forderungen Gehör verschaffen!

Warum ist das geplante Gesetz zu Neuen Gentechniken so problematisch und deshalb so inakzeptabel?

Das Gesetz sieht vor, dass für über 90 Prozent der Neuen Gentechnik-Pflanzen die bewährten Gentechnik-Regelungen abgeschafft werden sollen. Obwohl auch Neue Gentechnik-Pflanzen klar Gentechnik sind und auch diese bewiesenermaßen Risiken bergen. Trotzdem sollen Neue Gentechnik-Pflanzen ohne Sicherheitschecks, ohne Rückverfolgbarkeit, ohne Schutzmaßnahmen vor Gentechnik-Verunreinigungen, ohne Haftungsregelungen und ohne Kennzeichnungspflicht auf unsere Äcker und Teller gelangen. Das heißt für alle Bereiche der Züchtung und Landwirtschaft, dass die gentechnikfreie Erzeugung extrem schwierig wird. Auch der zu erwartenden Patentflut durch Neue Gentechnik-Pflanzen soll kein Riegel vorgeschoben werden. Das dient einseitig den Interessen der Gentechnik-Konzerne. Während globale Unternehmen wie Bayer für Patente lobbyieren, sind sie ein massives Problem für mittelständische und kleine Züchter. Denn Patente versperren faktisch den freien Zugang zu Saatgut, das aber ist die Grundlage, um Sorten weiter zu entwickeln. Patente behindern also Innovationen. Die AbL fordert das Europaparlament auf, wirksame Patent-Verbote für Pflanzen, deren Produkte und genetische Eigenschaften umzusetzen und den inakzeptablen Gesetzesentwurf zu neuen Gentechnik-Pflanzen abzulehnen.

Voraussichtlich Mitte/Ende Juni 2026 wird das Europaparlament über den Gesetzesentwurf abstimmen. Deshalb sind wir alle gefordert: Bäuerinnen und Bauern, Gärtner:innen, Züchtende, Verarbeitende und wir alle als Verbraucher:innen. Werdet laut und wendet euch an die Europaparlamentarier. Fordert euer Recht auf gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung, fordert wirksame Verbote von Patenten und das Recht auf selbstbestimmte Entscheidungen!

Was könnt Ihr und Sie tun?

  • Bitte wendet Euch / wenden Sie sich direkt an die Europaparlamentarier im eigenen Wahlkreis und im Bundesland. Bittet sie um zeitnahe Gesprächstermine. Zeigt auf, was der inakzeptable Gesetzesentwurf für die Züchtung und Euren Betrieb, aber auch für Eure Entscheidung beim Einkauf bedeuten würden. Fordert sie auf, den Gesetzesentwurf grundlegend zu verbessern oder ihn abzulehnen! Mehr Infos hier.
  • Unterschreibt unseren Sammelbrief von Bäuer:innen, Gärtner:innen, Züchtenden und Lebensmittelherstellenden und leitet ihn an Berufskollegen und euch bekannte Unternehmen weiter. Wir wollen diesen mit möglichst vielen Unterzeichnenden vor der Endabstimmung an die Europaparlamentarier übergeben. Mehr Infos hier.
  • Bündnis-Aktion um Wahlfreiheit und Kennzeichnung zu sichern (Link). Hier ein Plakat für Hofläden.

Danke fürs Mitmachen und Euer Engagement!

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