Die Folgen des Hitzesommers sind auf den Höfen weiterhin spürbar, doch politisch bewegt sich bislang wenig. Heute Vormittag appellierte die AbL in einer gemeinsamen Bildaktion vor dem Kanzleramt erneut gemeinsam mit dem breiten „Hitze-Bündnis“ aus Landwirtschaft, Zivilschutz, Gesundheit, Sozialem, Mieterschutz sowie Umwelt- und Klimaschutz an die Bundesregierung, jetzt beim Klimaschutz zu handeln. In dem gemeinsamen Appell „Rekord-Hitze, Rekord-Versäumnisse – jetzt gegen Extremwetter wappnen“ wird die fehlende politische Reaktion der Bundesregierung scharf kritisiert und wirksamer Klimaschutz sowie eine verlässliche Finanzierung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen gefordert.
Bernd Schmitz, Landwirt aus Nordrhein-Westfalen und stellvertretender AbL-Bundesgeschäftsführer, kommentiert:
„Die aktuelle Untätigkeit der Bundesregierung wird für die Landwirtschaft und die Gesellschaft gravierende Folgen haben. Wir Bäuerinnen und Bauern sind direkt betroffen und kämpfen noch immer mit den Folgen dieses Sommers. Wir brauchen Lösungen, die die Betriebe in Krisen nicht alleine lassen. Das wird aber nicht mit Geld für Düngemittel und höheren Flächenprämien erfolgen. Die größte Gefahr ist, dass wir uns immer weiter in einen kontraproduktiven Kurs hineinbewegen, statt Resilienz aufzubauen. Das wäre fatal für die Zukunft unserer Höfe. Viele haben sich bereits auf den Weg gemacht, mit vielfältigen Fruchtfolgen, Maßnahmen zum Wasserrückhalt und mehr Bäumen auf dem Hof. Doch die Arbeit von Bäuerinnen und Bauern droht ins Leere zu laufen, wenn die Ursache nicht adressiert wird. Ohne Klimaschutz kann unsere Lebensmittelproduktion nicht gewährleistet werden. Wir brauchen jetzt einen politischen Kurswechsel, denn Klimaschutz ist auch Ernährungssicherung.“
Links:
- Fotos zur Aktion finden Sie hier
- Aktueller Appell des Bündnisses vom 3. September 2026 hier
- Erster Appell des Bündnis, 5. August 2026, Forderungen Hitzegipfel



