Ottmar Ilchmann, AbL Sprecher für Agrarpolitik kommentiert die Reaktionen auf die Eröffnungsrede von DLG-Präsident Hubertus Paetow auf der Agritechnica in Hannover:
„Wer das Scheitern des Green-Deal als Triumph über eine angeblich ideologiegetriebene Politik der Europäischen Kommission feiert übersieht, dass Hubertus Paetow in seiner Rede vollkommen zu Recht darauf verwiesen hat, dass die großen Herausforderungen des Klima- und Biodiversitätsschutzes nach wie vor ungelöst sind und dringend angepackt werden müssen. Dabei hilft es uns Bäuerinnen und Bauern nichts, dass die politische und gesellschaftliche Debatte hierbei zusehends andere Politikbereiche als die Landwirtschaft in den Blick nimmt. Im Gegenteil, dies sollte eher Anlass zur Sorge als zur Erleichterung sein. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund, dass ein beträchtlicher Teil der Einkommen von Bäuerinnen und Bauern in Deutschland und der EU aktuell aus öffentlichen Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union stammt. Wenn die GAP-Mittel wegbrechen, ohne dass die Landwirtschaft in der Lange ist am Markt höhere Erzeugerpreise durchzusetzen droht ein Strukturbruch. Nicht umsonst setzt sich Hubertus Paetow z.B. als Mitglied des Rates für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung dafür ein, dass das GAP-Budget in seiner jetzigen höhe erhalten bleibt und zukünftig für eine gezielte Förderung ökologischer Leistungen statt für pauschale Zahlungen genutzt wird.“
Hintergrundinformationen:
- Empfehlungen des "Rat für NACHHALTIGE Entwicklung" (RNE) zur GAP ab 2028 > hier



