Tierhaltung tierwohlgerecht auf vielen Bauernhöfen weiterentwickeln. Jeder Hof zählt!

Staatliche Haltungskennzeichnung und Finanzierung auch laufender Kosten sind essentiell für erfolgreichen Umbau

Heute veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ihr neues Positionspapier Tierhaltung tierwohlgerecht auf vielen Bauernhöfen weiterentwickeln. Jeder Hof zählt!. Das Papier enthält Vorschläge zur Ausgestaltung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes auf Grundlage des jüngsten Referentenentwurfs des BMLEH und zu den notwendigen wirtschaftlichen Perspektiven auf den Höfen.

AbL-Vorsitzender Martin Schulz sagt:

„Die AbL begrüßt den Referentenentwurf zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz des BMLEH. Damit wird uns tierhaltenden Betrieben ernsthafte Bereitschaft signalisiert, das Gesetz weiterzuentwickeln und auch im März 2026 endlich anzuwenden. Als Verbesserung fordern wir, dass Stufe 4, also die höchste konventionelle Tierwohlstufe, nicht geschliffen wird. In der Stufe muss befestigte Bodenfläche und Stroh verpflichtend sein. Das Gesetz darf für uns Betriebe nicht zu mehr Verwaltungsaufwand führen, weshalb Registrierung und Kontrolle in bestehenden Qualitätssicherungsprogrammen eingebunden sein müssen. Allerdings sind Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten einheitlich auszugestalten, regelmäßig und nicht nur anlassbezogen durchzuführen. Auch muss die Kennzeichnung für Verbraucher:innen klar und deutlich mit einem sichtbaren Logo erfolgen. Bei der Ausgestaltung des Gesetzes ist es wichtig, dass das Vertrauen der Verbraucherschaft nicht gefährdet wird, dass der Bürokratieaufwand für uns Betriebe so gering wie möglich ist und es sich für uns wirtschaftlich lohnt. Neben den investiven Kosten, ist besonders die Förderung der laufenden höheren Arbeitskosten für mehr Tierwohl notwendig. Das Bundesprogramm Umbau Tierhaltung (BUT) ist dafür ein wichtiger Einstieg. Die AbL fordert, dass Bundesminister Rainer die vorzeitige Abschaffung des Bundesprogramms wieder zurücknimmt.

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  • AbL-Position: Tierhaltung tierwohlgerecht auf vielen Bauernhöfen weiterentwickeln. Jeder Hof zählt! – hier

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Berit Thomsen
AbL-Referentin für Tierhaltung und Marktpolitik
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