Zusätzliche Fördersumme aus dem Kernhaushalt ab 2027 für Umbau Tierhaltung bereitstellen

Bäuerinnen und Bauern ratlos. In drei Monaten endet Antragsfrist für Bundesprogramm Umbau Tierhaltung

Nur noch bis August sollen schweinehaltende Betriebe Anträge für investive Förderung beim einzigartigen bundesweiten Programm für den Umbau Tierhaltung (BUT) stellen können. Die Regierung und der Bundestag dürfen die vielen Betriebe nicht hängen lassen und dadurch das Vertrauen in die Politik weiter gefährden. Vor allem die laufenden Mehrkosten müssen die nächsten Jahre gefördert werden. Deshalb fordert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) anlässlich der Haushaltsdebatte die Bundesregierung auf, eine entsprechende zusätzliche Fördersumme aus dem Kernhaushalt auch für das Jahr 2027 für das Bundesprogramm Umbau Tierhaltung bereitzustellen. 

Martin Schulz, AbL-Bundesvorsitzender und Schweinehalter, sagt:

„Die schweinehaltenden Betriebe haben sich auf die Politik verlassen, dass sie bis 2030 Fördersummen für mehr Tierwohl und den damit verbundenen höheren Arbeitsaufwand erhalten. Die Betriebe dürfen nicht den unsicheren Einzelentscheidungen der Bundesländer bezüglich der Finanzierung ausgeliefert werden. Deshalb müssen Regierung und Bundestag die anstehende Haushaltdebatte nutzen, und zusätzliche Mittel aus dem Kernhaushalt 2027 und für die Folgejahre für das Bundesprogramm bereitstellen. Nur dann ist die Weiterführung des Programms für die Folgejahre gesichert. Allen voran sauenhaltende Betriebe stehen vor immensen Umbauaufgaben und brauchen jetzt eine klare Linie der Politik. Neben den investiven Kosten gilt es mit diesen zusätzlichen Mitteln vor allem die laufenden Mehrkosten weiterzufinanzieren. Das sind die höheren permanten Arbeitskosten, die den Betrieben entstehen, die mehr Tierwohl umsetzen. Ohne diese werden zu wenige Betriebe umbauen und in mehr Tierwohl investieren können und die Gräben zwischen Gesellschaft und Tierhaltern drohen zu vertiefen. Viele bäuerliche Organisationen unterstützen und fordern die Weiterführung des Bundesprogramms, wie unser jüngster gemeinsamer Appell verdeutlicht.“

Link:
Gemeinsamer Appell der landwirtschaftlichen Verbände zum BUT - hier

Kontakt:
Martin Schulz
AbL-Bundesvorsitzender
Mobil: 0175-7978479