Nachhaltigkeit der Milchviehhaltung jenseits des CO2-Fußabdrucks bewerten - Teil 2

17. Juni, 19.30 Uhr, online

Direkt zur Anmeldung: AbL e.V.: Klimabilanzierung.

Nachhaltigkeit der Milchviehhaltung jenseits des CO₂-Fußabdrucks bewerten: Die Rolle von Nahrungskonkurrenz und Grünland

Welche Indikatoren sind am relevantesten, um eine nachhaltige Tierhaltung zu fördern? In der ersten Veranstaltung wurden Klimabilanzen und deren Nutzung diskutiert. Pro Kilogramm Produkt betrachtet spielen der CO₂-Fußabdruck und Optimierungsmaßnahmen eine zentrale Rolle. Für sich allein betrachtet ist dies jedoch kein sinnvoller Indikator, um über die Zukunft der Tierhaltung zu diskutieren. Für eine bessere Abbildung der Nachhaltigkeit in der Milchproduktion braucht es zusätzliche Indikatoren. In dieser Veranstaltung werden wir die Relevanz von Nahrungskonkurrenz und Grünland zunächst anhand von Zukunftsszenarien für die Landwirtschaft und anschließend für die Bewertung von Milchviehbetrieben erörtern.

Als Folge der ersten Veranstaltung am 3. Juni und um das Thema Klimabilanz in der Milchproduktion weiter zu diskutieren, lädt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft herzlich zu einer Online-Abendveranstaltung am Mittwoch, den 17. Juni, von 19:30 bis 21:00 Uhr ein.

Catherine Pfeifer (Forschungsinstitut für biologischen Landbau - FiBL) wird anhand des Feed-no-Food-Szenarios, das eine ausschließlich grünlandbasierte Fütterung von Wiederkäuern modelliert, die Rolle des Grünlands aus einer systemischen Ernährungsperspektive vorstellen. Im Anschluss teilt Lorenz Maurer (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft - LfL) die Arbeit der LfL zur Einbeziehung von Nahrungskonkurrenz und Grünlandbewirtschaftung neben Klimabilanzen, um Perspektiven zur Reduzierung von Zielkonflikten zu eröffnen. Nach den Fachvorträgen wird gemeinsam darüber diskutiert, wie diese Indikatoren in Nachhaltigkeitsbewertungen berücksichtigt werden können und welche Rolle und Bedeutung dabei der Weidehaltung zukommt.

Organisatorisches

Fragen zum Thema können gerne bereits im Vorfeld per E-Mail eingereicht werden an: Emma André (Klimaschutzreferentin der AbL) – andre@abl-ev.de

Diese Veranstaltung ist die zweite einer Reihe zum Thema „Milchproduktion im Klimawandel: Vom CO₂-Fußabdruck zur gemeinwohlorientierten Praxis“. Der nächste und letzte Termin der Reihe wird voraussichtlich am 1. Juli stattfinden und widmet sich der Frage der Anerkennung und Bepreisung von Gemeinwohlleistungen zur Förderung einer nachhaltigen Milchproduktion.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

An den Veranstaltungen kann unabhängig voneinander teilgenommen werden. Der Zoom-Link wird rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt.