Kommentar der AbL e.V.: "Aus bäuerlicher Sicht ist die Freisetzung von gentechnisch veränderten Mikroorganismen (GVM) in offene sensible Systeme wie unsere Umwelt oder unsere Böden und Gewässer höchst riskant und deshalb abzulehnen. Einmal freigesetzt sind sie nicht rückholbar. Stattdessen können sie sich potenziell in vielen Ökosystemen auch großflächig ausbreiten wie Böden, Wasser, Mikrobiome bei Pflanzen, Tieren und Menschen. Die Effekte eines Eingriffs in die sensiblen komplexen Systeme mit der Freisetzung von GVM sind unbekannt – sie können harmlos sein aber eben auch gravierend. Bisher gibt keinerlei Erfahrungen mit der Freisetzung von GVM und kaum Grundlagen- und Risikoforschung. GVM sind biologisch aktive, sich selbst replizierende Einheiten, die zu schnellen Mutationen und einer globalen Ausbreitung fähig sind. Sie sind in viele grundlegende Stoffkreisläufe wie bspw. den Stickstoffkreislauf involviert und haben wesentlichen Anteil u.a. an der Bodengesundheit. Boden, Wasser und unsere Umwelt aber sind unsere Lebensgrundlagen. Deshalb lehnt die AbL den geplanten EU-Gesetzesentwurf ab, der auf eine erleichterte und beschleunigte Zulassung von GVM abzielt. Er ist wissenschaftlich nicht begründbar und würde gegen das EU-Vorsorgeprinzip verstoßen.“
Link zur Stellungnahme an das Bundeslandwirtschaftsministerium (LInk).



