Workshops I

Freitag, 6. November 2026

15.45-17.45 Uhr

I.1: GAP – bäuerliche Ansätze als Schlüssel aus der
agrarpolitischen Krise 

Wir stehen vor einem historischen Wendepunkt in der GAP. Erkennt die Politik noch die Zeichen der Zeit und versteht, dass die politische und monetäre Bedeutung
der Agrarpolitik nur gesichert werden kann, wenn sie sich endlich wieder für Bäuerinnen und Bauern statt für Industrieinteressen einsetzt? Im Workshop diskutieren
wir, wie die neue Förderperiode im Sinne von uns national ausgestaltet werden kann. Vorgestellt werden außerdem zwei neue AbL-Studien, erstellt von der HAW
Kiel, zu den Folgen wegfallender GAP Mittel für Regionen und Betriebstypen.

Inputs zu EU Verhandlungen, sowie ein Austausch zwischen euch Bäuer*innen, Prof. Uwe Latacz-Lohmann (HAW Kiel), Angelika Lischka* (BMLEH) und Maria Noichl (MdEP, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, SPD) runden das Programm ab. 


I.2: Klimafolgen in der Landwirtschaft: Der Sommer 2026 und was daraus folgt 

Der Sommer 2026 hat extreme Hitze und Dürre gebracht – und das wird zunehmend zur Normalität. Wie gehen unsere Höfe damit um? Neben einem wissenschaftlichen
Impuls bietet der Workshop Raum für den Austausch über den Sommer 2026 und einen gemeinsamen Blick nach vorn: Wie können sich Betriebe auf
2027 vorbereiten, und welche Aktionen kann die AbL entwickeln?

Von & mit: Dr. Martin Schädler (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)) und Emma André (AbL-Referentin für Klimaschutz).


I.3: Frauen auf dem Hof - Voller Einsatz und nur halb abgesichert? 

Wer auf einen Hof dazukommt, geht bezüglich der Absicherung oft ein großes Risiko ein. Was passiert, wenn die Arbeitskraft wegfällt, der Ehepartner verstirbt oder im Scheidungsfall? Der Workshop gibt einen Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Absicherungen und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, darüber hinaus eigenständig für dir Zukunft vorzusorgen. Der
Workshop richtet sich an alle Geschlechter. Denn auch wenn klassischerweise nach wie vor die Frau auf den Hof einheiratet – das muss erstens nicht immer der Fall sein und zweitens geht die soziale Absicherung aller auf dem Hof alle was an.

Von & mit: Wiebke Müller (Soziökonomische Beraterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen).


I.4: GeRechte Agrarpolitik - wie umgehen mit rechter Vereinnahmung?

Die AbL stellt sich deutlich gegen Rechts. Sie tritt "aktiv für die Menschenrechte und für die Demokratie ein" (Satzung §13) und bezieht auch in der "Stellungnahme gegen rechtes Gedankengut und Hetze" (Juli 2020) klar Position. Agrarpolitische Grundpositionen der AbL, z.B. zu Themen wie Bodenspekulation, Gentechnikfreiheit, Regionalität uvm. werden jedoch immer wieder von rechten Kräften übernommen, vereinnahmt und instrumentalisiert. Wir müssen damit umzugehen wissen und darauf reagieren. In diesem Workshop analysieren
wir deshalb, wie rechte Akteur*innen agrarpolitische Forderungen der AbL vereinnahmen und entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien dagegen.

Von & mit: Carolin Brodtmann (Universität Wien), Manuel Wagner (junge AbL)


I.5: AbL – wieso, weshalb, warum, wohin?
Wir werden einen Überblick über aktuelle agrarpolitische Themen und AbL-Positionen geben sowie über aktuelle interne Entwicklungen. Uns interessiert sehr, was euch auf den Höfen bewegt. Es wird daher viel Zeit für Austausch geben. Dieser Workshop richtet sich an Alle, die Fragen haben, die Ideen, Anregungen oder Kritik einbringen wollen. Die vielleicht neu in der
AbL sind und eintauchen wollen in Debatten und Hintergründe oder die schon lange dabei sind und schon immer mal was loswerden wollten.

Mit: Martin Schulz (AbL-Bundesvorsitzender), Anne Monika Spallek (AbL -Vorstand), Xenia Brand (AbL-Bundesgeschäftsführerin), Bernd Schmitz (Stv. AbL-Bundesgeschäftsführer).