Nah am Wasser

Die Septemberausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Auf den Schwerpunktseiten geht es diesmal um das Thema Wasser als Grundlage des Lebens und Wirtschaftens auf dem Land. Der Umgang damit ist ganz schön herausfordernd. In ihrem Kommentar geht Lilli Haulle, Landwirtin auf einem Bio-Betrieb in Brandenburg mit Ackerbau und Rinderhaltung, darauf ein, wie sich dieses Jahr die Niederschlagsverteilung auf dem Hof auswirkt – ein Hin und Her. Deutlich macht sie so, wie direkt die Landwirtschaft die Folgen des Klimawandels erlebt. Das Thema politisch hinten anzustellen, weil andere Diskussionen hochkochen, sei keine Lösung der Probleme. Welche Herausforderungen und Lösungsansätze für die Höfe bestehen, wird in einem Übersichtsartikel und zwei Eindrücken von Höfen deutlich: Die Extreme nehmen zu. Niederschlag fällt zunehmend ungünstig verteilt. Wasser verfügbar zu halten, erfordert Aufwand und kann nicht auf Kosten des Grundwasserspiegels gehen.

Als weiteren Aspekt greift ein Artikel den Gewässerschutz auf: Es ist gesellschaftliche Aufgabe und Anspruch die Gewässer sauber zu halten – auch die Landwirtschaft ist in der Verantwortung, mögliche Einträge durch Dünger und Pflanzenschutzmittel zu verringern und zu vermeiden. Doch wie kann ein praxistaugliches Vorgehen aussehen, das die Handhabung auf den einzelnen Betrieben auswertet und verursachergerecht Einträge reduzieren hilft, ohne dass die Angst vor Papierkramfluten bedenkenswerte Ansätze davon spült?

Weiterhin lohnt immer ein Blick auf die Agrarmärkte. Zu oft sind Bauern und Bäuerinnen dort nur Zuschauer. Mehr Transparenz durch handfeste und übersichtliche Informationen können diese Position schon mal etwas verbessern. Im Gespräch mit Dr. Hendrik Mahlkow vom Kieler Institut für Weltwirtschaft geht es um die Bedeutung von Getreideimporten aus der Ukraine. Marktbeobachter Hugo Gödde wirft einen kritischen Blick auf den Milchmarkt, bei dem sich Standards auflösen und so eine Situation entsteht, in der Preise undurchsichtiger werden.

Außerdem kommt der große Rahmen für die europäische Landwirtschaft wieder verstärkt ins Blickfeld, weil die nächste Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) naht. Die gerade veröffentlichten neuen Gesetzesvorschläge der EU-Kommission zum EU-Haushalt und zur GP nach 2028 erklärt Henrik Maaß, Referenz für EU-Agrarpolitik bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Die September-Ausgabe der Unabhängigen Bauernstimme.