Niedersachsen stellt Mittel für Existenzgründungsprämie bereit – Agrarjugendverbände in NRW fordern Landtag und Ministerin auf mitzuziehen

Gemeinsame Pressemitteilung Ring der Landjugend Westfalen-Lippe, Junge AbL, Junges Bioland e.V.

Mit der Verabschiedung der sogenannten politischen Liste haben SPD und Grüne in Niedersachsen kürzlich ihre Schwerpunkte für das Haushaltsjahr 2025 definiert. In dem Gesamtpaket mit einer Höhe von insgesamt 85 Millionen Euro ist auch der Posten „Existenzgründung landwirtschaftlicher Betriebe“ enthalten. Mit dem zur Verfügung stehenden Budget von 2,2 Millionen Euro soll ein Pilotprojekt, mit einer Existenzgründungsprämie und der Förderung von Beratungsleistungen in Niedersachsen, aufgelegt werden.

Während das Landwirtschaftsministerium in NRW die seit 2021 von den landwirtschaftlichen Jugendverbänden gemeinsam vorgetragenen Forderungen und Vorschläge zur Einführung einer Existenzgründungsprämie in NRW immer wieder übergeht, macht Niedersachsen damit innerhalb kürzester Zeit Nägel mit Köpfen.

Für den im November 2024 neu gewählten Vorsitzenden des Rings der Landjugend Westfalen-Lippe, Sebastian Stens, zeigt das Beispiel Niedersachsen:

Wenn der politische Wille da ist, geht es. Ministerin Gorißen und die regierungstragenden Landtagsfraktionen von CDU und Grünen in NRW müssen sich Niedersachsen zum Vorbild nehmen und endlich aktiv an der Umsetzung einer Existenzgründungsprämie für NRW arbeiten anstatt immer neue Gründe dafür zu suchen, warum gerade NRW keine Existenzgründungsprämie einführen kann.“

Andreas Maaß vom Jungen Bioland e.V. ergänzt:

“Während sich die politisch Verantwortlichen im Bund und der EU mit Beteuerungen, wie wichtig die Förderung der Jugend sei überbieten, laufen wir als Jugendverbände hier in NRW seit Jahren ins Leere. Wen kann es da noch wundern, dass in der jungen Generation Frust entsteht?“

Eines der Hauptargumente der Verantwortlichen in NRW, warum die Existenzgründungsprämie nicht umsetzbar sei, war nach Aussage der Jugendverbände stets, dass die Mittel der 2. Säule bis Ende 2027 verplant seien. Auch hierfür bietet der von Niedersachsen eingeschlagene Weg eine Lösung, beschreibt Lena Jacobi von der jungen AbL:

„Genau wie Niedersachsen muss auch in NRW der Übergang bis zur kommenden Förderperiode mit Haushaltsmitteln überbrückt werden. Dieses Vorgehen hilft auch dabei, den tatsächlichen Förderbedarf und die Ausgestaltung der Förderung zu erproben bevor man sich in der kommenden Förderperiode wieder über Jahre festlegt“.

Als weiteres Argument des Landwirtschaftsministeriums NRW nehmen die landwirtschaftlichen Jugendverbände immer wieder die Sorge wahr, dass in NRW – im Vergleich zu östlichen Bundesländern, in denen eine entsprechende Prämie bereits eingeführt ist – zu viele potentielle Antragsstellerinnen und Antragssteller zu verzeichnen sind. Diesem Argument begegnet der bereits vor Jahren vorgelegte Ausgestaltungsvorschlag der Jugendverbände, indem das  Gesamtvolumen der Förderung auf  1 % der Mittel der 2. Säule begrenzt wird.

  • Den Ausgestaltungvorschlag der Landjugend in NRW finden Sie > hier
  • Die politische Liste aus Niedersachen finden Sie > hier
  • Ausgestaltungsvorschlag von jAbL und AbL für Niedersachen > hier

 

Kontakt für die Presse:

Frauke Froning, Geschäftsführung des Rings der Landjugend

Mail: frauke.froning@ringderlandjugend.de

Tel: 0171/2045330