Bei der gestrigen Anhörung im Bundestag zur Änderung des GAP-Direktzahlungen-Gesetzes hat die AbL vor den Abgeordneten des Bundestagsausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat erneut auf die Bedeutung der geplanten Weideprämie hingewiesen.
Kirsten Wosnitza, Milchbäuerin aus Schleswig-Holstein, war als Sachverständige bei der Anhörung geladen:
„Die Umsetzung der Öko-Regelung bereits im Jahr 2027 wäre ein wichtiges Signal. Die Verschiebung hat zu erheblichem Vertrauensverlust in die Politik geführt. Wir brauchen endlich Planungssicherheit. Bei unsicheren Milchmärkten und angespannter wirtschaftlicher Lage können wir nicht noch weitere Jahre warten. Was vielleicht politisch als kurzer Zeitraum erscheint, kann für einzelne Betriebe entscheidend sein. Deshalb geht es nicht um die Frage, ob Weidehaltung von Milchkühen in der GAP gefördert werden sollte, sondern wann und wie diese Förderung endlich umgesetzt wird.“
Die AbL fordert insbesondere SPD und CDU/CSU auf, sich im parlamentarischen Verfahren gegen die Streichung einzusetzen. Ebenfalls müssten die Bundesländer ihre Blockadehaltung aufgeben. Die Koalition muss den Weg für eine Umsetzung bereits 2027 freimachen. Im Jahr 2027 sind ca. 730 Mio. € mehr Mittel in der ersten Säule der GAP aufgrund der wegfallenden Möglichkeit zur Umschichtung. Dieses Geld fehlt auch den Bundesländern. Für die Bundesländer wäre es ebenfalls ein Vorteil, da die Länderhaushalte entlastet würden und somit mehr Spielraum hätten andere Programme weiter zu finanzieren.



