Gespräch mit Ministerpräsident Lies und Ministerin Staudte

Zu einem Gedankenaustausch haben sich Landwirtschaftsverbände in Niedersachsen mit Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und dem Ministerpräsidenten Olaf Lies getroffen. Anlass des Treffens war die nach wie vor angespannte Situation der Milchviehbetriebe.  Die Verbändevertreter:innen waren sich mit den Politiker:innen einig, dass alleine das Wirken des Marktes nicht ausreicht, die Krise zu beenden. Die Politik soll zumindest Mittel wie das europäische Kriseninstrumentarium unvoreingenommen prüfen. „Angesichts der existenzbedrohenden Lage vieler Betriebe durch die stark gefallenen Milcherzeugerpreise und stark gestiegenen Kosten wurde betont, dass das Marktkriseninstrument „Freiwilliger Lieferverzicht gegen Entschädigung“, das sich 2016 als wirksam erwiesen hat, zur sofortigen Stabilisierung des Milchmarktes beitragen würde“, hieß es nach dem Treffen vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM).  

Alle Beteiligten bekannten sich zum Erhalt einer Vielzahl und Vielfalt von Bauernhöfen für lebendige ländliche Räume. Angesprochen wurden auch die Wichtigkeit des fairen Zugangs zu Land im Rahmen des geplanten Agrarstrukturgesetzes und der weitere Ausbau des Ökolandbaus, der nur von wirtschaftlich gesunden konventionellen Betrieben geleistet werden kann. Der breite Austausch unter Einbeziehung aller landwirtschaftlichen Verbände soll fortgeführt werden.

An dem Treffen teilgenommen haben die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen, Bioland, der BDM und das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN).