Milchmarkt tragfähig machen

Die Aprilausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Der Milchmarkt und die Einflussmöglichkeiten der Milchbäuerinnen und Milchbauern stehen diesmal auf den Schwerpunktseiten im Mittelpunkt. In ihrem Kommentar ordnet Elisabeth Waizenegger, Bio-Milchbäuerin aus dem Allgäu im AbL-Bundesvorstand, die auf EU-Ebene abgestimmte Vertragspflicht als einen ersten Schritt auf dem Weg zur Selbstwirksamkeit für Milcherzeuger:innen ein. Welche Fragen dabei auftreten können und wie sich Bäuerinnen und Bauern auf die Vertragspflicht einstellen könnten, darauf geht Waizenegger zusammen mit Elmar Hannen, Milchbauer in Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), im Interview ein.

Dass es dringend nötig ist, die Stellung der Milcherzeuger:innen in der Wertschöpfungskette nachhaltig zu verbessern, zeigt die schonungslose Analyse der Monopolkommission, die auf massive Konzentrationsprozesse und enorme Machtungleichgewichte hinweist. Über die Schlussfolgerungen des Gutachtens aus eingeengtem, rein wettbewerbsorientiertem Blickfeld gilt es jedoch aus Perspektive der Höfe weiter intensiv zu streiten.

Wie und mit welchen Möglichkeiten jetzt schon Bäuerinnen und Bauern aktiv an ihrer Marktstellung arbeiten, wird anhand der beiden bündelnden Dachorganisationen Bayern-MEG und Nord-MEG aufgezeigt. Außerdem geht es um den Milch-Marker-Index als Datenbasis, um Milcherzeugerkosten sichtbar zu machen – und wie diese Eingang in Verträge finden können. Hinzu kommt ein Einblick in die Entstehung der Hofmolkerei „Volle Kanne“ als besondere Kooperation zwischen Milchbauern und Milchbäuerinnen und einem Lebensmittelhändler.

Weitere Themen sind u.a. die Diskussionsstränge aus dem AbL-Bodenkongress sowie der Kampf um die gentechnikfreie Landwirtschaft, für den es als Hintergrund einen Überblick zu den uneingelösten Versprechungen der Gentechnikindustrie und Misserfolgen im tatsächlichen Anbau gibt.