Aktionswochen für eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft

Vom 16. bis 29. September 2024

Die AbL ruft gemeinsam mit einem Bündnis aus Verbänden und Initiativen zu Aktionswochen für eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft auf. Unter dem Motto „Keine Gentechnik auf unseren Äckern und Tellern“ wollen wir auf die aktuelle Bedrohung der gentechnikfreien Lebensmittelerzeugung - vom Saatgut bis zum Teller - aufmerksam machen und zeigen, warum gentechnikfreie Lebensmittel für jede:n von uns bedeutsam sind. Die Aktionswochen vom 16. bis 29. September sollen mit zahlreichen Veranstaltungen auf teilnehmenden landwirtschaftlichen und verarbeitenden Betrieben stattfinden.

Macht mit! Damit wir mit unserer Forderung gehört werden und um möglichst vielen Menschen den Wert der gentechnikfreien Saatgut- und Lebensmittelerzeugung zu vermitteln, brauchen wir eure Unterstützung! Gute Anlässe in den gentechnikfreien Aktionswochen sind zum Beispiel: 

  • das nächste Hoffest, bei dem ihr einen gentechnikfreien Infostand aufbauen könnt. Material für Hoffeste oder andere Veranstaltungen könnt ihr hier bestellen
  • Einladungen zum Betriebs-Spaziergang, bei dem ihr die fatalen Folgen der geplanten Deregulierung für euren Hof praktisch erläutern könnt. 
  • Ein Scheunenkino mit alten und neuen Filmen rund um das Thema Saatgut, Patente, Gentechnik und anschließender Diskussion zum Thema.
  • Eine Podiumsdiskussion mit Europaparlamentariern eurer Wahlkreise
  • Ein Vortrags-Abend in den Aktionswochen.
  • Eine politische Aktion, bspw. mit anderen Verbänden vor Euren Landesministerien.
  • Auf euren Marktständen oder bei Euch im Hofladen oder bei Hoffesten solltet ihr weiter auf die laufende Petition von AbL-Bäuerin Barbara Endrass hinweisen (Link

Warum braucht es die Aktionswochen? Bisher gilt in Europa beim Umgang mit Gentechnik das Vorsorgeprinzip. Das ist nun in akuter Gefahr, denn die EU-Kommission plant, die aktuellen Gentechnikregeln für einen Großteil neuer Gentechnik-Pflanzen abzuschaffen. Konsequente Kennzeichnungspflicht, Risikoprüfung und Nachverfolgbarkeit beim Einsatz von Gentechnik würden damit der Vergangenheit angehören. Koexistenz- und Haftungsregelungen oder nationale Verbote für den Anbau von Gentechnik sollen abgeschafft werden. Dies bedroht nicht nur die Wahlfreiheit der Verbraucher:innen, sondern alle, die gentechnikfreies Saatgut und Lebensmittel erzeugen, verarbeiten und handeln - ökologisch wie konventionell. Aktuelle Hintergrundinformationen finden sich hier.

Unser Ziel: Wir Verbände fordern: Verbraucher:innen müssen wählen können, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel essen. Die strikte Regulierung auch von neuen Gentechniken in der EU muss unbedingt erhalten bleiben! Mit den September Aktionswochen wollen wir ein Zeichen setzen und die Verbraucher:innen und Akteure der Lebensmittelerzeugungskette über die Risiken des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen und die Vorteile einer gentechnikfreier Lebensmittelerzeugung informieren. Zeigen wir gemeinsam, dass es nur ohne Gentechnik geht!

Werdet weiter aktiv und kämpft mit uns gemeinsam für das Recht auch in Zukunft gentechnikfrei zu erzeugen - ökologisch und konventionell!